Finden Sie jetzt Ihren Energie-Experten! 2692 registrierte Profis direkt erreichen und kostenlos vergleichen!
Jetzt lesen: So funktioniert energie-experten.org

Dämmung der Gebäudehülle: Maßnahmen & Kosten im Überblick

Was ist eine Dämmung? Welche Maßnahmen sind wichtig? Wann lohnt sich welche Dämmung? Mit welchen Kosten und Preisen ist zu rechnen? Welche Dämmung lohnt sich?

Die Wärmedämmung von Gebäuden ist eine der wichtigsten baulichen Energiesparmaßnahmen und bietet eine Vielzahl an Dämmungsalternativen. Hier finden Sie eine Übersicht über alle Dämmungen der Gebäudehülle und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

5 kostenlose Angebote für Ihre individuelle Wärmedämmung anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

Dämmung der Gebäudehülle

Die Dämmung von Gebäuden wird mit zunehmender Verteuerung der Energiekosten immer wichtiger. Dies hat auch der Gesetzgeber erkannt und bereits in den 1970er-Jahren gesetzliche Vorschriften zur Dämmung von Gebäuden beschlossen. Aktuell regelt die Energieeinsparverordnung EnEV die Anforderungen an die Dämmung von Gebäuden. Zur Dämmung von Gebäuden bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an, deren Einsatz jedoch immer an die jeweiligen Gebäudeeigenschaften angepasst werden muss.

Schematische Darstellung der Dämmung der wichtigsten Teile der Gebäudehülle (Grafik: CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH)
Schematische Darstellung der Dämmung der wichtigsten Teile der Gebäudehülle (Grafik: CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH)

Übersicht über Dämmungsmaßnahmen

Bei der Dämmung unterscheidet man grundsätzlich drei Möglichkeiten:

  • Außendämmung
  • Innendämmung
  • Kerndämmung

Die Außendämmung beschreibt den Einsatz von Dämmungsmaterialien im Aufbau der Außenwand. Dies schließt natürlich auch Fenster in die Außendämmung mit ein. Bei einer energetischen Altbausanierung wird vielfach ein Wärmedämmverbundsystem auf die Außenwand als weitere Dämmung aufgebracht. Die Innendämmung beschreibt alle Dämmungsmaßnahmen im Haus selbst. Diese lassen sich in folgende Bereiche aufteilen:

  • Dachdämmung
  • Dämmung von Geschossdecken
  • Innenwanddämmung

Unter einer Kerndämmung versteht man schließlich das Einbringen von Dämmstoffen zwischen die Schalen des Mauerwerks einer Außenwand. Die Kerndämmung ist häufig in Norddeutschland anzutreffen, da hier häufiger ein mehrschaliges Mauerwerk gängige Baupraxis ist.

Kosten und Wirtschaftlichkeit einer Dämmung

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine zunehmende Dämmung nicht immer auch wirtschaftlicher als eine geringere Dämmung. Dies liegt an den überproportional steigenden Kosten für einen Wärmeschutz und den abnehmenden Einsparungen. Das wirtschaftliche Optimum einer Dämmung entspricht daher nicht dem energetischen Optimum und wird es wohl auch auf lange Sicht nicht werden. Daher ist es sinnvoll, neben der baulichen Begrenzung des Energieverbrauchs auch die regenerative Erzeugung von Strom und Wärme in Gebäuden verstärkt zu etablieren. Durch eine gute Dämmung und den Einsatz von Photovoltaik, Solarthermie, einer Wärmepumpe oder einer Holzpelletheizung lassen sich sowohl die Kosten als auch die CO2-Emissionen langfristig minimieren.

Vergleich von Kosten und Einspar-Effekten verschiedener Dämmungs- und Sanierungsmaßnahmen (Grafik: IWO Institut für Wärme und Oeltechnik)
Vergleich von Kosten und Einspar-Effekten verschiedener Dämmungs- und Sanierungsmaßnahmen (Grafik: IWO Institut für Wärme und Oeltechnik)
Tabelle: Amortisationszeiträume unterschiedlicher Dämmungsmaßnahmen (Quelle: Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW))
Dämmung Amortisationszeitraum
Dämmung der obersten Geschossdecke Bei einem Ausgangs-U-Wert von 0,9 W/(m2K) liegt die Amortisationszeit bei einer begehbaren Geschossdecke in der Regel zwischen 6 und 16 Jahren (Mittelwert: 10 Jahre). Die gleiche Maßnahme bei unbegehbarer Geschossdecke amortisiert sich nach etwa zwei bis fünf Jahren.
Dämmung eines Steildaches Bei einem Ausgangs-U-Wert von 0,9 W/(m2K) liegt die Amortisationszeit in der Regelzwischen 6 und 16 Jahren, wobei sich die Maßnahme nach durchschnittlich 10 Jahren amortisiert hat.
Flachdach-Dämmung Bei einem Ausgangs-U-Wert von 0,9 W/(m2K) liegt die Amortisationszeit zwischen 5 und 13 Jahren.
Fassadendämmung Für eine Außenwanddämmung von U = 1,4 W/(m2K) mit einem Wärmedämmverbundsystem ergibt sich entsprechend den Anforderungen der Energieeinsparverordnung ein großer Schwankungsbereich der Amortisationszeit. Je schlechter der energetische Ursprungszustand der Wand ist, desto schneller amortisiert sich eine Fassadendämmung. Bei Außenwänden, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung (WSchV) 1977 errichtet worden sind, ergibt sich eine Amortisationszeit zwischen 4 und 10 Jahren.
Kellerdämmung Geht man beim unteren Gebäudeabschluss von einem energetischen Zustand aus, der vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung typisch war, so beträgt die mittlere Amortisationszeit bei einer Kellerdeckendämmung von unten mit Bekleidung acht Jahre. Ohne Bekleidung reduziert sich die Amortisationszeit auf etwas unter sechs Jahre.

Probleme bei Dämmungen

Eine Wärmedämmung muss immer die physikalischen Gegebenheiten des Gebäudes berücksichtigen. Eine nicht fachgerecht geplante oder ausgeführte Dämmung führt häufig zu Feuchtigkeitsproblemen durch Kondensation und nachfolgende Schimmelbildung. Ein typischer Fall einer nicht auf das Gebäude abgestimmten Dämmungsmaßnahme ist z. B. der Austausch alter Fenster durch neue, wärmeisolierende Fenster. Dies kann bei einer schlechten Dämmung der Außenwände dazu führen, dass nun nicht mehr das Fenster die kälteste Stelle der Außenwand ist, sondern die Außenwand selbst. Dies führt wiederum dazu, dass sich hier Feuchtigkeit niederschlägt und zur Schimmelbildung führen kann. Ähnliche Probleme treten häufig bei einer Innenwanddämmung mit Mineralwolle ohne Dampfsperre auf. Daher ist es immer sinnvoll zunächst eine Energieberatung durchführen zu lassen, bevor man eine Dämmung näher plant.

Dämmungspreise hier vergleichen und 5 kostenlose Angebote anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

"Ratgeber Dämmung: Maßnahmen & Kosten" wurde am 05.08.2012 verfasst und am 03.02.2017 das letzte Mal aktualisiert.