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Dachdämmung: Kosten im Überblick nach Dachdämmungsmaßnahmen

Was kostet es, das gesamte Dach zu dämmen? Was kosten einzelne Dachdämmungen?

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Dachdämmung reduziert Heizkosten

Ist das Dach des Hauses nicht oder nur unzureichend gedämmt, geht darüber in der Heizsaison eine Menge Wärme verloren. In der warmen Jahreszeit dagegen sorgt eine schlechte bis fehlende Dachdämmung dagegen für ein unangenehmes Aufheizen der Wohnräume. Dann müssen im Sommer diese aufgehitzten Räume eventuell energieintensiv klimatisiert werden. Wer effizient dämmt, spart somit nicht nur Heizkosten beziehungsweise Kühlkosten, sondern auch Wärme und reduziert seinen CO2-Ausstoß und den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes.

Kosten durch Eigenleistung reduzieren

Grundsätzlich rechnet man - in Abhängigkeit der Preisentwicklung von Brennstoffen - damit, dass sich das Dämmen des Dachs nach fünf bis zwölf Jahren amortisiert hat. Danach spart man dann "nur" noch Kosten und CO2. Die reinen Kosten für das Dämmmaterial einer neuen Dachdämmung sind in der Regel bereits nach dreieinhalb Jahren gedeckt. Daher kann es sich je nach Dämmmethode lohnen, Eigenleistungen einzubringen.

Materialpreise für Dämmmaterial für eine Dachdämmung
  Dicke in cm Preise in Euro
Mineralwolle 18 bis 25 10 bis 30
Polystyrol-Hartschaum 13 bis 20 10 bis 50
Polyurethan-Hartschaum 10 bis 13 20 bis 30
Holzfaserplatten 25 bis 48 40 bis 50
Holzfaserschüttung 20 bis 25 40 bis 50
Flachs/ Hanf 20 bis 23 20 bis 30
Zelluloseschüttung 20 bis 23 15 bis 20

Aufstellung der Einzelkosten und Kostentreiber

Kostenumfang verschiedener Einflussfaktoren bei einer Dachdämmung (Grafik: energie-experten.org)
Kostenumfang verschiedener Einflussfaktoren bei einer Dachdämmung (Grafik: energie-experten.org)

Die gesamten Investitionskosten für eine Dachdämmung richten sich nach

  • der Art des Dämmverfahrens,
  • den verwendeten Dämmmaterialien,
  • der Dachgröße,
  • der Dachart (Steil- oder Flachdach) und
  • dem baulichen Zustand des Daches.

Den größten Einfluss auf die Gesamtkosten nimmt die Dachfläche ein, dann folgen die Wahl des Dämmverfahrens, die Dachkonstruktion bzw. -zustand und die Auswahl des Dämmmaterials. Je nach der Ausprägung die Kostenfaktoren variieren die Materialkosten als auch der damit verbundene Aufwand.

Die Dachdämmungkosten können deshalb nur pauschal geschätzt werden. Dennoch kann der folgende Kostenüberblick über die auf Sie zukommende Investition gut helfen, sich fürs Erste zu orientieren. Eine genaue Kostenermittlung kann letztlich nur von einem Fachbetrieb nach einer Vorort-Besichtigung vorgenommen werden.

Kostenaufstellung einer Zwischensparrendämmung

Die in deutschen Dächern am meisten angewandte Dämmung ist die Zwischensparrendämmung. Wie der Name schon beschreibt, wird dabei Dämmstoff zwischen die Dachsparren eingebracht - eine Arbeit, die von Innen ausgeführt werden kann. Moderne Dämmstoffe aus Mineralwolle oder nachwachsenden Rohstoffen wie Baumwolle oder Hanf gibt es heute in Form von Dämmmmatten oder -platten, die man passgenau zuschneidet und zwischen die Sparren klemmt.

Wichtig: Die Dächer vieler älterer Gebäude sind mit Sparren gebaut, die nicht tief genug sind, um die laut EnEV vorgeschriebenen Dämmwerte zu erreichen. In diesem Fall kommt eine Zusatzleistung auf Sie zu: das Aufdoppeln der Sparren. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich jedoch auch das in Eigenarbeit machen.

Eine derartige Zwischensparrendämmung verursacht dann pro Quadratmeter zu dämmenden Dachs durchschnittliche Kosten zwischen 30 und 60 Euro. Überlässt man das Dämmen einem Fachmann, muss man mit bis zu 40 Prozent mehr Kosten rechnen. Rechnet man das jetzt mal beispielhaft für ein Dach mit 90 Quadratmetern zu dämmender Fläche kommt man auf Kosten zwischen 2.700 und 5.400 Euro (eigenes "Handwerk") und gute 7.500 Euro (Fachhandwerker).

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Zusatzkosten für eine Untersparrendämmung

Die Kosten für eine Untersparrendämmung unterscheiden sich nicht wesentlich von denen, die eine Zwischensparrendämmung verursacht. Auch für das Aufbringen von Dämmmaterial auf der zum Dachraum gerichteten Seite der Sparren (daher Untersparren) müssen Sie mit Kosten zwischen 30 und 60 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Häufig wird die Untersparrendämmung mit der Zwischensparrendämmung kombiniert, um die Dämmwirkung EnEV-gemäß zu verbessern und bei gegebenenfalls nicht genügender Tiefe der Sparren eine Aufdopplung zu umgehen. Bewährt haben sich zum Dämmen unter den Sparren Materialien wie Mineralwolle, PUR oder Polystyrol in Plattenform.

Soll das damit gedämmte Dach auch bewohnt werden, kommen noch die Kosten für die als Innenverkleidung gängigen Gipskartonplatten hinzu, die sich individuell malern beziehungsweise tapezieren lassen. Führt ein Fachmann die Untersparrendämmung einschließlich der Innenverkleidung aus, erhöhen sich die Investitionskosten um etwa 30 bis 40 Prozent.

Direkte und indirekte Kosten einer Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung ist die aufwendigste Form der Dachdämmung. Schon allein deshalb, weil dafür die Dachhaut komplett entfernt werden muss. Die Dämmmaterialien werden schließlich auf den Sparren angebracht. Das kann in der Regel nur ein Fachbetrieb verwirklichen. Und der kostet. Rechnen Sie hier mit guten 60 bis 150 Euro pro Quadratmeter.

Davon entfällt jedoch nur etwa ein Drittel auf die eigentliche Dämmung auf den Sparren. Insbesondere bei der Dachdämmung im Altbau entfällt ein Großteil der Investition auf Arbeiten, die nur indirekt mit der energetischen Dachdämmungsmaßnahme zu tun haben:

  • Kosten für das Gerüst,
  • die Kosten für das Abdecken und das Neueindecken des Dachs,
  • die Kosten für die Konter- und Dachlatten,
  • die Kosten für das Unterdach und
  • die Kosten für die Innenverkleidung des Dachs zu stemmen.

Doch das lohnt sich: Denn wie keine andere Dämmung ist die Aufsparrendämmung effizient. Sie sparen damit langfristig am nachhaltigsten an Heiz-/Kühlkosten und COâ‚‚.

Kostenübersicht für Dachdämmungsmaßnahmen

Richtwerte für die Kosten pro m2 Dachdämmung für Zwischen-, Unter- und Aufsparrendämmung
  Selber machen Fachmann
Zwischensparrendämmung 30 bis 60 Euro pro m2 40 bis 80 Euro pro m2
Untersparrendämmung 30 bis 60 Euro pro m2 40 bis 80 Euro pro m2
Aufsparrendämmung - - 60 bis 150 Euro pro m2

Tipp: Kostenoptimal, nicht maximal dämmen

Wie bei allen anderen Dämmungsmaßnahmen auch, so ist sowohl im Neubau als auch im Altbau zu beobachten, dass die Dämmwirkung ab einer bestimmten Dämmungsstärke nicht weiter in gleichem Maße zunimmt. Daher sollten bei einer Kostenbetrachtung immer auch die Zusatzkosten pro weiterer Verstärkung der Dachdämmung hinsichtlich der damit eingesparten Heizkosten betrachtet werden (abnehmender Grenznutzen bzw. zunehmende Grenzkosten einer Dachdämmung). Dieser Effekt bedeutet, dass eine maximale Dämmwirkung aus Kostensicht nicht immer auch die wirtschaftlich optimalste Dachdämmung ist.

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"Kosten einer Dachdämmung im Überblick" wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.