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Einspeisevorrang für erneuerbare Energien unverzichtbar

Erneuerbare Energie

Einspeisevorrang für erneuerbare Energien unverzichtbar

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Einspeisevorrang für erneuerbare Energien unverzichtbar - hier: Ministerpräsident Franz Untersteller (Foto: Land Baden-Württemberg)

Die jetzt von Wirtschaftsminister Rösler unternommenen Versuche, am Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien zu rütteln, widerspricht dem gerade erst gefundenen Kompromiss zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und sei sowohl politisch als auch wirtschaftlich höchst unklug. Dies sagte Umweltminister Franz Untersteller in Stuttgart. „Offenbar will Rösler mit seinen Äußerungen den Energieversorgern Zucker geben, die sich Sorgen um die Wirtschaftlichkeit ihrer fossilen Kraftwerke machen“, sagte Untersteller.

Die Einspeisung erneuerbarer Energien ist nicht ohne Folgen für Bestandskraftwerke im Kohle oder Gasbetrieb. Dafür sei aber nicht der Einspeisevorrang verantwortlich, sondern der Merit-Order-Effekt an der Strombörse in Leipzig. Merit-Order bedeute, dass sich Kraftwerke in der Reihenfolge ihrer Grenzkostenhöhe, das sind vor allem Beschaffungskosten für Rohstoffe, preisbildend ins Börsengeschehen einbringen. Das zuletzt zur Befriedigung der Strom-Nachfrage zugeschaltete Kraftwerk habe die höchsten Grenzkosten und bestimme damit den Börsenpreis.

Dies führt dazu, dass Wind- und PV-Anlagen praktisch keine Grenzkosten haben, und fossile Kraftwerke in einer Merit-Order aus dem Wettbewerb drängen. Je mehr erneuerbaren Strom es z. B. an sonnenreichen Tagen gibt, desto weniger fossile Kraftwerke müssen laufen. Das gilt auch ohne Einspeisevorrang, es sei denn man setzt die Merit-Order-Regeln und damit den Markt außer Kraft, um bewusst konventionelle Kraftwerke zu bevorzugen. Der Einspeisevorrang sorgt dafür, dass alle Bestrebungen dieser Art zum Scheitern verurteilt sind.

"Einspeisevorrang für erneuerbare Energien unverzichtbar" wurde am 06.07.2012 verfasst