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Erheblicher Entwicklungsbedarf bei Energiespeichern, Nachfragemanagement und Verteilnetzen festgestellt

Strom, Erneuerbare Energie

Erheblicher Entwicklungsbedarf bei Energiespeichern, Nachfragemanagement und Verteilnetzen festgestellt_Grafik_Europaeische Akademie

Erheblicher Entwicklungsbedarf bei Energiespeichern, Nachfragemanagement und Verteilnetzen festgestellt (Grafik: Europäische Akademie)

Die Energiewende setzt einen starken Ausbau der Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen voraus. Einige Vorstellungen gehen sogar so weit, die gesamte elektrische Versorgung ausschließlich mit Windkraft, Sonnenkraft, Wasserkraft und Nutzung von Biomasse bewerkstelligen zu wollen. Bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien treten jedoch vermehrt zeitliche Lücken in der Strombereitstellung und Stillstandzeiten der Anlagen auf. Mögliche technische Optionen zum klimafreundlichen Ausgleich von Stromnachfrage und -angebot sind die Nutzung von Energiespeichern, die Steuerung der Nachfrage und der Ausbau der vorhandenen Netze, so dass aus anderen Regionen Elektrizität aus erneuerbaren Quellen bezogen werden kann. Mit diesen Optionen und Kombinationsmöglichkeiten beschäftigt sich die aktuelle Studie der Europäischen Akademie "Balancing Renewable Electricity. Energy Storage, Demand Side Management and Network Extension from an Interdisciplinary Perspective" innerhalb eines dreijährigen Forschungsprojekts. Die Autoren geben Empfehlungen für die Entwicklung und Umsetzung möglicher klimafreundlicher Strategien zum Ausgleich von Nachfrage und Angebot im Elektrizitätssystem.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, zunächst den Bedarf an Ausgleich elektrischer Energie bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien im System abzuschätzen. Darauf aufbauend werden technologische Optionen wie Netzausbau, zentrale und dezentrale Energiespeicher, intelligente Netze und Einbindung von Elektromobilen auf ihre technischen und ökonomischen Potentiale sowie auf ihre Zukunftsfähigkeit hin untersucht. Ausgehend von Analysen der rechtlichen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen werden schließlich Strategien zum Ausgleich elektrischer Energie und zu ihrer sukzessiven Umsetzung entwickelt. Am Ende des Projektes sollen wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur Förderung und zum Ausbau von Technologien für den Ausgleich schwankender Bereitstellung elektrischer Energie aufgrund der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien stehen.

Die interdisziplinär zusammengesetzte Projektgruppe zeigt auf, dass sich bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energien im Elektrizitätssystem voraussichtlich eine Mischung von Ausgleichsoptionen durchsetzen wird. Sie stellen auch fest, dass noch erheblicher Entwicklungsbedarf bei Energiespeichern, beim Nachfragemanagement und bei elektrischen Transport- bzw. Verteilnetzen besteht. Zur Förderung von Innovationen in den Bereichen sollte unter anderem ein Konzept zum Abbau von Hemmnissen entwickelt werden, die durch die bereits bestehenden finanziellen Unterstützungen anderer Energietechnologien entstehen. Um politische Maßnahmen stärker zu fundieren, sollten außerdem Systemstudien und wissenschaftliche Politikberatung weiter ausgebaut werden. Im rechtlichen Bereich ergibt sich Handlungsbedarf bei der Zuordnung von Speicheranwendungen zu Erzeuger- bzw. Netzebenen, bei Planungsverfahren, beim Umgang mit großen Mengen sensibler Daten und bei der Regelung vielfach neu entstehender Geschäftsverhältnisse.

Ein Vorab-Auszug aus der Studie "Balancing Renewable Electricity" steht » hier zum Download zur Verfügung. Die Gesamtstudie wird im Februar 2012 veröffentlicht werden.

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"Erheblicher Entwicklungsbedarf bei Energiespeichern, Nachfragemanagement und Verteilnetzen festgestellt" wurde am 30.09.2011 verfasst