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Fortsetzung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ gefordert

29Jul 11
Altbau, Sanierung

Fortsetzung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ gefordert

Fortsetzung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ gefordert_Foto_energie-experten.org

Fortsetzung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ gefordert (Foto: energie-experten.org)

Laut Kabinettsbeschluss will die Bundesregierung ab 2012 das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ streichen. Ohne die Förderung alters- und behindertengerechter Modernisierung von Immobilien steht angesichts der steigenden Altersstruktur der Bevölkerung der deutsche Wohnungsmarkt schon bald vor einem großen hausgemachten Problem, fürchtet Hans Rauch, Präsident des Verbandes Wohneigentum.

Noch im Mai 2011 veröffentlichte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) eine Studie zum Thema „Wohnen im Alter“, die darauf hinwies, dass die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum mittelfristig steigen werde. Demnach besteht bereits heute bei rund 83 Prozent der aktuell 11 Millionen Seniorenhaushalte erheblicher Anpassungsbedarf des Wohnraums. In der Studie fordert das BMVBS explizit, das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ über das Jahr 2011 hinaus weiterzuführen. Sogar eine sehr sinnvolle Kombination mit den Förderungen zur energetischen Sanierung war angedacht. Daher ist es unverständlich, nun, nur zwei Monate nach Veröffentlichung der Studie, die Streichung der Fördermittel für den altersgerechten Umbau ab 2012 im Kabinett zu beschließen, so Rauch.

Der Verband Wohneigentum fordert die Bundesregierung daher dringend auf, das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ weiter zu führen und den Empfehlungen der Studie „Wohnen im Alter“ zu folgen. „Vor allem die Koppelung der Förderprogramme zum altersgerechten Umbau und zur energetischen Sanierung wäre ein Schritt in die richtige Richtung“, mahnt Verbandspräsident Rauch. Schließlich bedeutet jede Modernisierung für den Wohneigentümer hohe Investitionen und eine Menge Aufwand. Wenn der Staat ihm einen Anreiz zu einer frühzeitigen und umfassenden Sanierung bietet, fällt dieser Entschluss wesentlich leichter.

Auch die zunächst angedachte, jedoch vom Bundesrat bisher abgelehnte steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen wäre hilfreich, den deutschen Immobilienmarkt zukunftsfähig zu machen. Effektiv, weil praktikabel für viele, wäre die Förderung von Einzelmaßnahmen sowohl im Bereich der Barrierereduzierung als auch der energetischen Modernisierung. Wohneigentümer, die ihren Lebensabend möglichst im eigenen Haus verbringen möchten, sollten hingegen schnellstmöglich die Fördermaßnahmen für den altersgerechten Umbau beantragen solange es sie noch gibt.

Quelle: Verband Wohneigentum e.V.

 

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