Liechtenstein steht am Anfang des Jahres der nachhaltigen Energie. Hierzu erklärt die Regierung Liechtensteins, CO2-Intensität und Energieintensität seien gesunken. So als läge das von ihr im Energiekonzept 2013 formulierte Ziel „Energiemusterknabe“ Europas zu werden in greifbarer Nähe. Doch das Gegenteil ist der Fall. Dies beweist die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) in ihrem jetzt vorgelegten Positionspapier zur Energiepolitik.
Laut LGU sind in den letzten zwanzig Jahren in Liechtenstein sowohl der Energieverbrauch als auch der Treibhausgas-Ausstoß gestiegen. Weil die mit dem Kyoto-Protokoll eingegangene Verpflichtung zur Absenkung der Treibhausgas-Emissionen nicht in Liechtenstein möglich ist, muss das Liechtenstein etwa 5,5 Millionen Franken für Reduktionsmaßnahmen in Entwicklungsländern ausgeben. Diese Entwicklung sieht die LGU mit Sorge und hat deshalb ein Positionspapier erarbeitet, mit dem im UNO-Jahr der nachhaltigen Energie einen Wandel angestoßen werden soll.
Das LGU fordert:
- Langfristige Ziele verbindlich vorgeben und in kleinere Schritte aufteilen
- Energieeffizienz steigern und Energieverbrauch senken
- Erneuerbare Energien ökologisch produzieren
- Treibhausgas-Ausstoß im Inland reduzieren
- Bei konkreten Maßnahmen marktwirtschaftliche Prinzipien aufnehmen
- Als Energiestaat Liechtenstein nachhaltig handeln
- Motorfahrzeugsteuer ökologisch ausgestalten
- Preismodell beim Energiebezug ändern
- Plus-Energie-Häuser fördern
Eine Wende in der Energiepolitik kann aus Sicht der LGU nur gelingen, wenn alle Beteiligten bei ihren Entscheidungen auch die Auswirkungen auf Umwelt berücksichtigen. Wer sich dann für die umweltfreundlichste Alternative entscheidet, leistet einen wertvollen Beitrag zu einem Liechtenstein, in dem auch kommende Generationen eine intakte Umwelt vorfinden.
Das Positionspapier der LGU steht » hier zum Download zur Verfügung.