Luft/Wasser-Wärmepumpe verbessert EnEV-Bewertung
Wärmepumpe, EnEV, Solarthermie, Photovoltaik
Luft/Wasser-Wärmepumpe verbessert EnEV-Bewertung

Luft/Wasser-Wärmepumpe verbessert EnEV-Bewertung - hier: Konzept Luft/Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus (Grafik: Bundesverband Wärmepumpe e.V.)
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt die energetischen Anforderungen an neue und bestehende Wohn- und Nichtwohngebäude. Wie die sich aus der EnEV ergebenden Anforderungen mit Hilfe einer Luft/Wasser-Wärmepumpe erfüllen lassen, haben jetzt Uta Krone vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) und Holger Thamm von Stiebel Eltron untersucht. Überzeugendes Ergebnis: Alleine als auch in Kombination mit anderen Techniken ließe sich der Primärenergiebedarf deutlich senken. Und dabei könne auch auf eine umfangreichere Wärmedämmung der Gebäudehülle verzichtet werden.
Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Abluftanlage
Anhand eines typischen EnEV-Referenzgebäudes haben Krone und Thamm den Einsatz einer Luft/Wasser-Wärmepumpe untersucht. Bei diesem Referenzgebäude würde dann der Brennwertkessel durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ersetzt werden. Zudem entfiele die solarthermische Anlage, da die Warmwasserbereitung ebenfalls über die Luft/Wasser-Wärmepumpe abgedeckt würde. Im Ergebnis weist die Anlagenvariante Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Abluftanlage einen um 13 % geringeren Jahres-Primärenergiebedarf gegenüber der bisherigen Referenztechnologie Brennwertheizung mit Solarwärmeunterstützung und Abluftanlage auf. Eine Kombination von Luft/Wasser-Wärmepumpe und Zuluft-/Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung könnte den Primärenergiebedarf sogar um insgesamt 25 % gegenüber dem jetzigen EnEV-Standard reduzieren. Alle zukünftigen weiteren Verschärfungen der EnEV könnten dann mit Einsatz einer Luft/Wasser-Wärmepumpe erfüllt werden. Und das ohne die Wärmedämmung der Gebäudehülle weiter zu verstärken zu müssen.
Luft/Wasser-Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage
Noch bessere Ergebnisse erzielt eine Kombination von Luft/Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaikanlage. In diesem Fall wird schon fast der angestrebte Niedrigstenergiegebäudestandard erreicht. Da nach § 5 der EnEV 2009 der selbst erzeugte Strom vom Endenergiebedarf abgezogen werden darf, sinkt der Jahres-Primärenergiebedarf um bis zu 70 %. In der Beispielrechnung wurde eine 8 kWp Photovoltaikanlage - das ist etwa ein 60 m² großes PV-Modul - auf dem Dach installiert, die im Jahr ca. 7800 kWh erzeugt. Im neuen Referenzhaus ergibt sich bei der Kombination einer Photovoltaikanlage mit Luft/Wasser-Wärmepumpe und Abluftanlage dann ein um 65 % reduzierter Jahres-Primärenergiebedarf. Beim Zusammenspiel einer Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung und einer Photovoltaikanlage wächst das Einsparpotential an Jahres-Primärenergiebedarfs auf über 70 %.
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"Luft/Wasser-Wärmepumpe verbessert EnEV-Bewertung" wurde am 01.04.2012 verfasst

