Die Deutschen werden immer älter. Aus diesem Grund steigt die Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen. „Bei einer Haussanierung lohnt es sich deshalb, neben der Reduzierung des Energieverbrauchs gleichzeitig auch barrierereduzierende Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg. „Das reduziert die Kosten für das altersgerechte Umbauen, erhöht den Wohnkomfort und steigert die Attraktivität beim Verkauf.“ Der Bedarf ist groß: Mehr als drei Viertel der Hausbesitzer wollen auch im Alter in ihrem Wohneigentum bleiben, ergab im Frühjahr eine repräsentative Umfrage. Seit Mai werden von der Förderbank KfW jetzt auch altersgerechte Umbaumaßnahmen bezuschusst.
Hier hilft die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Die Förderbank des Bundes unterstützt beispielsweise die Anpassung von Badezimmern, den Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen oder die Verbreiterung von Türen. Die Förderung erfolgt über ein zinsgünstiges Darlehen oder seit 1. Mai bei selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern und Eigentumswohnungen wahlweise über einen Zuschuss. „Ab einer Investition von 6.000 Euro wird ein Zuschuss von fünf Prozent der förderfähigen Kosten gewährt, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit“, so Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-Württemberg.
Hausbesitzer sollten sich bei Bedarf frühzeitig ein Gesamtkonzept aus energetischen Sanierungsmaßnahmen und barrierereduzierenden Schritten erstellen lassen, rät Claudia Rist von Zukunft Altbau. Je nach Situation lohne es sich, zusätzlich zum qualifizierten Gebäudeenergieberater einen Planer aus dem Bereich barrierefreies Bauen hinzuzuziehen. Weitere Informationen erhalten Hausbesitzer auch auf der Internetseite des Landesprogramms: www.zukunftaltbau.de.
Quelle: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH