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Sachsen setzt auf CCS

06Jun 11
Strom

Sachsen setzt auf CCS

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Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat sich für eine Erprobung von CCS-Technologien ausgesprochen. Eine Opt-Out-Regelung, die einzelnen Bundesländern einräumt, sich daran nicht zu beteiligen, steht dem Ziel der Erprobung entgegen. CCS müsse auf wirtschaftliche und technische Machbarkeit sowie auf ihre Unbedenklichkeit für die menschliche Gesundheit sowie Natur und Umwelt deutschlandweit untersucht werden.

„CCS ist eine Zukunftstechnologie mit großem Potenzial. Wir erreichen die ehrgeizigen Klimaziele nur dann, wenn wir solche vielversprechenden neuen Technologien erproben“, so Morlok. „Wenn einzelne Länder die Chance bekommen, sich dieser gesamtstaatlichen Aufgabe zu entziehen, ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Denn nur wenige Regionen in Deutschland verfügen über passende Lagerstätten. Wer CCS befürwortet, der muss sich gegen die Opt-Out-Regelung aussprechen.“

Die Verminderung des Ausstoßes von CO2 in die Atmosphäre sei mit CCS machbar. Selbstverständlich müssten die erkennbaren Chancen mit eventuellen Risiken abgewogen werden. Als bislang einzig bekannte Option, Strom durch die Verringerung der CO2-Emissionen in besonderem Maße klimaverträglich aus Braunkohle herzustellen, habe CCS eine besondere Bedeutung für den Freistaat Sachsen.

Morlok: „Kohlekraft ist auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Energiemix. Die Vorteile und Chancen von CCS gerade für die Umwelt sind eindeutig.“ Mit einem Wirkungsgrad von inzwischen 43% erreichen die sächsischen Braunkohlekraftwerke weltweites Spitzenniveau und gehören zu den modernsten Anlagen. Die Braunkohle ist der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei verfügbar ist. „Letztlich können wir mithilfe des Einsatzes von CCS die Wirtschaftskraft unserer heimischen Braunkohle erhalten und Arbeitsplätze in Sachsen sichern“, so der sächsische Wirtschaftsminister abschließend.

Der CCS-Gesetzentwurf sieht eine Erprobung und Bewertung des Entwicklungsstandes vor. Die CCS (Carbon Dioxide Capture and Storage)-Technologien, Techniken für die Abtrennung und Speicherung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken, können zu einer effizienten und umweltverträglichen Energieversorgung sowie zum Erreichen von Klimaschutzzielen beitragen. Das Gesetz setzt auch die EG-CCS-Richtlinie um. Dies ist u.a. Voraussetzung dafür, dass Deutschland Fördermittel der EU erhält. In den EU-Mitgliedsstaaten werden 12 Demonstrationsobjekte zur CCS-Technologie mit insgesamt 4 Milliarden Euro unterstützt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

 

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