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Weltweites Emissionshandelssystem durch Verknüpfung der großen CO2-Märkte

27Feb 11
Energieberatung, Erneuerbare Energie

Weltweites Emissionshandelssystem durch Verknüpfung der großen CO2-Märkte

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Weltweites Emissionshandelssystem durch Verknüpfung der großen CO2-Märkte (Foto: Dirk Radunz - aboutpixel)

Für eine erfolgreiche internationale Klimapolitik gewinnt das Instrument des Emissionshandels zunehmend an Bedeutung. Dabei besteht weitestgehende Einigkeit, dass aus Gründen des Klimaschutzes, der ökonomischen Effizienz und der sozialen Gerechtigkeit möglichst ein weltweites Emissionshandelssystem anzustreben ist. Emissionshandelssysteme ökologisch effektiv und sozial gerecht verknüpfen: Das ist das Thema eines neuen Forschungsprojekts im Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel. Ziel ist, ein Modell für die EU, USA und Japan zu entwerfen.

Gerade die Klimakonferenzen in Kopenhagen und in Cancun haben gezeigt, dass eine weltweite politische Einigung auf ein einheitliches Emissionshandelssystem in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist. Eine Alternative besteht in der Verknüpfung bereits bestehender supranationaler, nationaler und regionaler Systeme. Bisher werden in der EU, in der Schweiz, in Norwegen, Japan, Neuseeland und in den Staaten des Nordostens der USA Emissionshandelssysteme betrieben, während in Australien, Kanada und Südkorea sowie in fünf Staaten des Westens der USA solche Systeme ernstzunehmend diskutiert werden. Sollen diese Systeme zusammenwachsen, so wäre es besonders hilfreich, wenn in den kommenden Jahren eine Verknüpfung der großen CO2-Märkte in der EU, den USA und Japan gelingen könnte. Hierdurch würde ein integrierter Markt entstehen, der einen wesentlichen Anteil der OECD-Treibhausgas-Emissionen umfasst und große Vorbildwirkung für Erweiterungen oder weitere Verknüpfungen haben könnte.

Das Kasseler Projekt "Linking Emissions Trading Systems: Towards Socially and Ecologically Acceptable Cap-and-Trade Policies in Europe, the USA and Japan (LETSCaP)" untersucht, wie eine Verknüpfung von Emissionshandelssystemen nicht nur ökonomisch effizient, sondern besonders auch ökologisch ambitioniert und sozial gerecht ausgestaltet werden kann. Berücksichtigt werden dabei aber auch die politisch-institutionelle Durchsetzbarkeit und die juristisch-administrative Praktikabilität. Im Projekt sind daher sowohl Ökonomen als auch Juristen aktiv, die ein integriertes Modell für eine anspruchsvolle Verknüpfung von Emissionshandelssystemen entwickeln wollen.

Quelle: Universität Kassel

 

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