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Alle Kosten von Blockheizkraftwerken im Überblick

Welche BHKW-Kosten fallen an? Welche Betriebskosten müssen berücksichtigt werden? Wie hoch fallen die Investitionskosten aus? Welche kapitalgebundenen Kosten müssen eingerechnet werden?

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Kalkulatorische BHKW-Kosten im Überblick

Gesamtkosten als Grundlage eines Wirtschaftlichkeitsvergleichs

Neben den reinen Anschaffungskosten für Blockheizkraftwerke müssen eine Reihe weiterer Kosten einkalkuliert werden, um letztlich die für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung entscheidenden Gesamtkosten zu ermitteln. Zu den Gesamtkosten zählen grundsätzlich die Investitionskosten, die Kapitalkosten und die Betriebskosten eines Blockheizkraftwerks. Nur durch die Erfassung aller Kosten eines Blockheizkraftwerks lässt sich die Wirtschaftlichkeit realistisch beurteilen und entscheiden, ob sich eine Investition für den Betreiber lohnt.

Alle Einzelkosten von BHKW im Überblick

Zur Kalkulation aller Kosten eines Blockheizkraftwerks müssen alle mit dem BHKW verbundenen Einzelkosten einbezogen werden. Diese können grundsätzlich in die mit der Anschaffung des Blockheizkraftwerks verbundene Kosten und die mit dem Betrieb verbundene Kosten unterteilt werden.

Zu den Anschaffungskosten zählen daher

  • die Planungs- und Investitionskosten des Blockheizkraftwerks,
  • die mit der Finanzierung verbundenen Kapitalkosten und
  • die mit dem Einbau verbundenen Installationskosten.

Zu den mit dem Betrieb des Blockheizkraftwerks verbundenen Kosten zählen die Brennstoffkosten, die Wartungskosten, die Verwaltungskosten und die eventuell höheren Strombezugskosten.

Investitionskosten von Blockheizkraftwerken

Die Investitionskosten für ein Blockheizkraftwerk umfassen im Wesentlichen die Kosten für die Anschaffung des Blockheizkraftwerks, die Kosten für Zubehör wie z. B. Pufferspeicher, zusätzliche Wärmetauscher oder eine zusätzliche Steuerung und Regelung, die Kosten für die bauliche Einbindung wie gas-, wasser- und stromseitige Anschlüsse sowie Planungskosten und Kosten für Unvorhergesehenes.

Für eine erste Kostenschätzung eines Blockheizkraftwerks lässt sich auf Richtwerte zurückgreifen. So können für z. B. ein Erdgas-Blockheizkraftwerk mit etwa 10 kW Leistung rund 4.000 Euro pro kW eingerechnet werden. Für größere Blockheizkraftwerke für z. B. 2.000 kW reduzieren sich die Kosten auf rund 400 Euro pro kW. Gerade die Kosten für die Integration des Blockheizkraftwerks in eine vorhandene Versorgungsstruktur variieren jedoch je nach Anwendungsfall und Hersteller, sodass nur nach einer fachmännischen Planung die Investitionskosten eines Blockheizkraftwerks realistisch abgeschätzt werden können.

Kapitalkosten der Investition in ein Blockheizkraftwerk

Die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks erfordert immer auch Kapitalkosten. Diese resultieren aus der nötigen Abzahlung eines Kredites in Form des Zinses und der Tilgung oder den aus einer anderen Anlagemöglichkeit nicht erzielbaren Kapitalerträgen. Um die Gesamtkosten eines Blockheizkraftwerks zu bestimmen, müssen daher auch die kapitalgebundenen Kosten eingerechnet werden.

Die Kapitalkosten einer Investition können über die Annuität bestimmt werden. Diese gibt die jährlichen Kosten der Investition inklusive der Kapitalkosten wieder. Die jährliche Annuität eines Blockheizkraftwerks wird unter Zugrundelegung eines Zinssatzes und eines Finanzierungszeitraumes ermittelt. Als Finanzierungszeitraum kann die für ein Blockheizkraftwerk zu erwartende Nutzungsdauer von 15 Jahren oder bei höheren Renditeerwartungen von 10 Jahren zugrunde gelegt werden. Bei einem Zeitraum von 10 Jahren und einem Zinssatz von 4 % ergibt sich so eine Annuität von 12,33 % der Gesamtkosten, die dann vom Blockheizkraftwerk jährlich mindestens erwirtschaftet werden muss.

Kosten beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks

Brennstoffkosten für ein Blockheizkraftwerk

Die Betriebskosten eines Blockheizkraftwerks beziehen sich primär auf den Einsatz des Brennstoffes zum Betrieb des Blockheizkraftwerks. Die Höhe dieser Brennstoffkosten ergibt sich aus den jährlichen Vollbenutzungsstunden des Blockheizkraftwerks, die im Rahmen der Planung und Auslegung des Blockheizkraftwerks ermittelt werden, und der Brennstoffleistung des Blockheizkraftwerks. Zu den Brennstoffkosten müssen zudem auch der Brennstoffeinsatz für die Spitzenlastkessel hinzugezählt werden. Unter Zugrundelegung des jeweils geltenden Brennstoffpreises ergeben sich dann die Jahresbrennstoffkosten eines Blockheizkraftwerks.

Weitere Betriebskosten eines Blockheizkraftwerks

Neben den direkten Brennstoffkosten eines Blockheizkraftwerks müssen weitere mit dem Betrieb des Blockheizkraftwerks verbundene Kosten zu den Betriebskosten hinzugerechnet werden. Zu den weiteren Betriebskosten eines Blockheizkraftwerks zählen daher Kosten für die Wartung und Instandhaltung, für zusätzlichen Personalaufwand für die Bedienung und Beaufsichtigung des Blockheizkraftwerks sowie für die Verwaltung und sonstigen mit dem Betrieb des Blockheizkraftwerks verbundenen Aufwand. Betriebskosten der Spitzenlastkessel können unberücksichtigt bleiben, da diese in ähnlicher Höhe auch bei anderen Erzeugungsarten anfallen würden.

Richtwerte für Wartung, Personal, Verwaltung und Sonstiges

Für Wartung und Instandhaltung werden von den Herstellern Vollwartungsverträge angeboten, die alle erforderlichen laufzeitabhängigen Leistungen vom Ölwechsel bis zur Generalüberholung des Motors umfassen. Für kleine Blockheizkraftwerke bis 20 kW elektrischer Leistung können hierfür rund 3 Cent pro produzierter kWh eingerechnet werden. Für größere Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 200 kW sollten rund 1 Cent pro kWh angesetzt werden. Für Personalaufwand sowie für Verwaltung und Sonstiges können entsprechend der VDI-Richtlinie 2067 prozentuale Pauschalsätze in Abhängigkeit von den Investitionskosten ohne Planungskosten zugrunde gelegt werden. Für den Personalaufwand werden daher 3 % und für Verwaltung und Sonstiges 1,5 % als realistische Richtwerte angenommen.

Strombezugskosten eines Blockheizkraftwerks

In den meisten Fällen decken Blockheizkraftwerke nur einen Teil des Strombedarfs des BHKW-Betreibers, sodass dieser nach wie vor Strom hinzukaufen muss. Da sich jedoch der Gesamtstrombedarf durch den Betrieb des Blockheizkraftwerks verringert hat, kann sich unter Umständen auch der Stromtarif des BHKW-Betreibers aufgrund geringerer Abnahmemengen verteuern. Darüber hinaus können zusätzliche Kosten für die Vorhaltung von Reservestrom durch den Stromversorger fällig werden, der bei einem Ausfall des Blockheizkraftwerks in Anspruch genommen werden muss.

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"Alle Blockheizkraftwerk-Kosten im Überblick" wurde am 11.09.2017 das letzte Mal aktualisiert.