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Überblick zum Heizen mit Strom

Welche Möglichkeiten des Heizen mit Strom gibt es? Wie teuer und wie umweltfreundlich ist das Stromheizen?

Elektroheizungen heizen mit Strom. Wärmeabgabe und -verteilung und erfolgt via Strahlung und über die Raumluft. Stromheizungen können in kleinen und großen Räumen eingesetzt werden und finden auch in Raumteilen oder im Freiluftbereich Anwendung. Je nach Bedarf und Energiequelle, eignen sich die verschiedenen Geräte für das Heizen mit Strom in unterschiedlicher Weise.

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Formen der Stromheizung

Nachtspeicherheizungen gehören zu den ineffizientesten Stromheizungen, da beim Betrieb Bereitschaftsverluste auftreten. (Foto: energie-experten.org)
Nachtspeicherheizungen gehören zu den ineffizientesten Stromheizungen, da beim Betrieb Bereitschaftsverluste auftreten. (Foto: energie-experten.org)

Elektroheizungen oder Elektroheizgeräte erzeugen Wärme aus Strom. Fließt elektrische Energie, erhitzen sich Heizdrähte, -spiralen oder -stäbe und wandeln elektrische Energie in thermische Energie um. Wärmeabgabe und Verteilung kann über die Raumluft (Konvektion) erfolgen, wobei viele Elektroheizgeräte von Ventilatoren unterstützt werden. Oder über Strahlung, wie es bei Infrarotheizungen der Fall ist.

Direktheizungen geben ihre Wärme direkt ab. Verschiedene Elektroheizgeräte speichern sie zudem in Speichersteinen oder im Wärmeträgermedium (Thermoflüssigkeit, Heizwasser, Naturstein), um die Wärme nach und nach abzugeben. Auch Nachtspeicherheizungen heizen mit Strom, hierbei wird die, meist über vergünstigten Nachtstrom, erzeugte Wärme aber nicht direkt abgegeben, sondern im Speicherkern (Schamotte) gespeichert und erst später abgegeben.

Heizen mit Strom heißt Heizen nach Bedarf

In Badezimmern werden häufig freistehende oder wandhängende Heizlüfter als elektrische Bedarfsheizungen eingesetzt. (Foto: energie-experten.org)
In Badezimmern werden häufig freistehende oder wandhängende Heizlüfter als elektrische Bedarfsheizungen eingesetzt. (Foto: energie-experten.org)

Elektroheizgeräte gehören in die Gruppe der Bedarfsheizungen. Die Leistung von Stromheizgeräten wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) ausgedrückt. Wird Wärme benötigt, wird geheizt, besteht kein Bedarf kann die Heizung ausgeschaltet werden oder aus bleiben. Typisches Anwendungsbeispiel für das Zuheizen mit Strom findet sich im Badezimmer, eingesetzt werden hierfür oft:

Elektroheizgeräte werden auch für die Beheizung sehr großer Räume eingesetzt, meist aber nur kurzzeitig. Die Zeltheizung, Bautrockner und Hallenheizungen sind gängige Beispiele für das Heizen mit Strom im großen Stil. Für den kurzzeitige Einsätze in großen Räumen werden beispielsweise folgende Elektroheizungen verwendet:

Gegenüber Gas- oder Diesel-betriebenen Heizgeräten bieten Strom betriebene Heizungen den Vorteil, dass sie weniger gesundheitsschädliche Abgase bilden. Zudem verschwenden Elektroheizkörper in der Regel keine Energie für Vorratswärme, wie es etwa bei wasserführenden Zentralheizungen der Fall ist. Zudem sind bei der Wärmeerzeugung durch Direktheizgeräte kaum Energieverluste zu verbuchen.

Heizen mit Strom-Speicherheizungen

Einen Sonderfall stellt das Heizen mit Speicherheizungen dar, weil Wärmeerzeugung und Wärmebedarf aufeinander abgestimmt werden muss. Bei alten Nachtspeichern ist der Wärmebedarf im Vorfeld zu planen, damit sich die Speicher der Heizung über Nacht aufladen können, um tags darauf ausreichend Wärme zur Verfügung stellen zu können.

Ein Nachteil, weil die Planung nur vage vonstatten gehen kann und von genauen Wetter- und Temperaturvorhersagen abhängt. Alte Nachtspeicherheizungen können jedoch meist umgerüstet werden, um sich über eine außentemperaturgeführte Aufladesteuerung automatisch selbst zu regeln. Häufig ist es aber aus technischen Gründen notwendig, eine alte Nachtspeicherheizung zu ersetzen.

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Wirtschaftlichkeit von Elektroheizungen

Oft wird behauptet, Heizen mit Strom sei teuer und unwirtschaftlich. Eine pauschale Aussage, die so nicht unbedingt stimmt. Die Heizkosten spiegeln sich zwar in den Stromkosten wieder und sind vom Verbrauch und auch vom Stromtarif abhängig. Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch vom Einzelfall ab und bedarf einer individuellen Betrachtung der vorherrschenden Gegebenheiten und des Wärmebedarfs, wie auch der Quelle, die für das Heizen mit Strom genutzt wird.

Bei geringem Wärmebedarf und seltener Nutzung, kann Heizen mit Strom sich als eine wirtschaftliche Heizmöglichkeit erweisen. Etwa bei der Nutzung als

  • Zusatzheizung,
  • Kurzzeitheizung oder
  • Heizungen in Niedrigenergie-Häusern

Nachteilig kann sich dagegen ein hoher Wärmebedarf und/oder häufiges Heizen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Hohe Stromkosten könnten die Folge sein.

Umweltfreundlich Heizen mit Strom

Die zugeführte Energie wird bei modernen Stromheizungen fast zu 100 Prozent in Wärme umgewandelt. Allerdings entstehen bei der Nutzbarmachung von Primär- und Sekundärenergie Verluste, bis diese vom Verbraucher als Endenergie verwendet werden kann.

Beim Heizen mit konventionellem Strom (Kohle- und Atomstrom) gilt es aus ökologischer Sicht zu bedenken, dass die Energieerzeugung durch hohe Emissionen von Treibhausgasen und die Entstehung von Abfallprodukten (alte Brennstäbe, Kastoren etc.) als umweltbelastend einzustufen ist.

Eine effiziente und umweltfreundliche Möglichkeit zu Heizen, stellt dagegen die direkte Nutzung von Umweltwärme dar, wie sie zum Beispiel von Sonne und Erde bereitgestellt wird und durch Solarthermie und Geothermie genutzt werden kann.

Wird mit Ökostrom geheizt oder wird der benötigte Strom zum Heizen gar über die hauseigene Photovoltaik-Anlage gewonnen, können Elektroheizgeräte ebenfalls umweltfreundlich betrieben werden. Auch wenn dies nicht als effizienteste Methode gilt, weil auch hierbei beachtliche Verluste bis zur Wärmenutzung durch den Verbraucher entstehen. Meist fällt der Wärmebedarf nicht in den Zeitraum, in dem viel Energie bereit steht. Lösungen bieten Energiespeicher, wie Pufferspeicher oder Batteriestromspeicher und intelligentes Energiemanagement und Steuerungstechnik.

Alternativen zum Einsatz von Strom als Heizenergie

Gerade bei Sanierungen von Altbauten und Modernisierungen im Heizungsbereich ist es wichtig, ganzheitlich zu planen, um langfristig von niedrigen Heizkosten profitieren zu können. Unabhängige Energieberatung kann dabei helfen das passende Heizsystem für Neu- und Altbauten zu finden.

Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Energiekosten fossiler Energiequellen, rechnen sich Heizungssystem, die mit erneuerbaren Energiequellen gespeist werden schon heute. Beliebte Kombinationen und Systeme sind:

  • Heizen mit Holz oder Pellets und Solarthermie
  • Photovoltaik und Solarthermie
  • Wärmepumpe + Solarwärme
  • Blockheizkraftwerke (Strom und Wärme)

Beratung und Anschaffung werden vom Staat durch das Marktanreizprogramm (MAP) mit günstigen Krediten und Zuschüssen gefördert und belohnt.

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"Überblick zum Heizen mit Strom" wurde am 23.03.2014 verfasst und am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.