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Wann lohnt sich der Einsatz von Gasheizkörpern?

Was ist ein Gasheizkörper? Was ist ein Gas-Warmlufterzeuger? Wie sind die Einzelheizkörper aufgebaut? Wie funktionieren sie? Wo kommen sie zum Einsatz?

Gasheizkörper sind gasbetriebene Warmluftheizgeräte und kommen häufig in Handwerks- und Gewerberäumen wie Werkstätten oder Fabrikhallen zum Einsatz. Sie sind flexibel einsetzbar und besitzen eine hohe Heizleistung. Voraussetzung ist ihr fester Anschluss an eine Gasleitung.

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Definition: Gasheizkörper = Warmlufterzeuger

Ein Gasheizkörper ist eine unabhängige Heizeinheit, also ein Heizgerät, das sowohl Wärme erzeugen als auch verbreiten kann. Deshalb wird die Bezeichnung Gasheizkörper dem Gerät nicht wirklich gerecht, denn die lässt die Fähigkeit des Geräts zur Wärmeerzeugung komplett außer Acht.

Zudem besteht mit dieser Bezeichnung die Gefahr, den Gasheizkörper mit einem Heizkörper zu verwechseln, der als Komponente des Heizkreises in einer zentral ausgelegten Gasheizungsanlage dient. Technisch treffender sind da schon die alternativen Bezeichnungen für Gasheizkörper, die da zum Beispiel heißen: Warmlufterzeuger, Gas-Warmlufterzeuger oder auch Einzel-Gasheizkörper.

Der Gasheizkörper Calorio M ist mit einem modulierenden Brenner ausgestattet und wird raumluftunabhängig über ein rückseitig durch die Außenwand geführtes koaxiales Frischluft-Abgasrohr betrieben. (Foto: ROBUR GmbH)
Der Gasheizkörper Calorio M ist mit einem modulierenden Brenner ausgestattet und wird raumluftunabhängig über ein rückseitig durch die Außenwand geführtes koaxiales Frischluft-Abgasrohr betrieben. (Foto: ROBUR GmbH)

Heizprinzip des Gasheizkörpers: Warmluftheizung

Das Heizprinzip, nach dem ein Gasheizkörper arbeitet, ist die sogenannte Warmluftheizung oder auch kurz: Luftheizung genannt. Das heißt, der Gasheizkörper erwärmt die zu beheizenden Räume, indem er ihnen direkt warme Luft zuführt.

Im Gegensatz zu den meisten Zentralheizungen nutzt der Gasheizkörper also Luft und nicht Wasser als Wärmeübertragungsmedium. Gut zu wissen: Erfolgt das Beheizen nur über die Luft, nennt man das Heizsystem auch Nur-Luft-System.

Expertenwissen: Das Heizprinzip einer Warmluftheizung wird häufig großzügig verstanden - so dass ihm auch Anwendungen beziehungsweise Geräte zugeordnet werden, wo die Heizungsanlage warmes Wasser zu Lufterhitzern in den Räumen transportiert, die die Wärme des Wassers anschließend auf die Raumluft übertragen. Bei extrem weiter Auslegung des Heizprinzips schließt man sogar Heizkörper (Konvektoren), die die Wärme vorwiegend über Konvektion (und nicht durch Wärmestrahlung) in den Raum bringen, mit ein.

Auch Geräte wie mobile Heizgebläse gehören zu den Warmluftheizungen. Anders als die hier im Zentrum der Betrachtung stehenden Gasheizkörper, die als permanent genutzte Warmluftheizung installiert werden, kommen mobile Heizgebläse jedoch vor allem zur temporären Beheizung von Hallen oder Werkstätten zum Einsatz. Bei den Warmluftheizungen unterscheidet man die Geräte nach der Art und Weise, wie sie welche Luft erwärmen in

  • Geräte mit sogenanntem Frischluftbetrieb und
  • Geräte mit sogenanntem Umluftbetrieb.

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Aufbau von Gasheizkörpern

Ein Gasheizkörper ist ein Heizgerät, das Erdgas verbrennt, um daraus Wärme zu erzeugen. Es ist damit eine kleine Gasheizung bzw. kleine Gastherme. Jeder Gasheizkörper braucht eine Gasleitung, um das Heizgas zuzuführen (Gasanschluss) und eine Vorrichtung, um die bei der Verbrennung des Heizgases entstehenden Abgase abzuführen.

Die kleine Gasheizung im Gasheizkörper wird elektrisch gezündet. Deshalb braucht der Gasheizkörper auch einen elektrischen Anschluss. Bei Geräten mit Frischluftbetrieb ist noch eine Leitung für die Zufuhr frischer Luft nötig.

Man nennt den Wärmetauscher auch Heizeinsatz. Er ist das „Herzstück“ jedes Gasheizkörpers. Ein solcher Wärmetauscher besteht je nach Gerät zum Beispiel aus der Brennkammer und der in Form von sogenannten Heiz-Zügen nachgeschalteten extra Heizfläche. Diese Nachheizfläche ist

  • in Rohrform oder
  • in Taschenform gebaut.

Die Heiz-Züge sind waagerecht oder senkrecht ausgerichtet.

Angemerkt werden muss, dass Heiztaschen besser als Rohre sind, denn bei extrem geringem Strömungswiderstand auf der Luftseite besitzen sie eine große Oberfläche und damit eine größere Übertragungsfläche.

Und auch die horizontale Anordnung der Heiz-Züge ist günstiger zu bewerten als die vertikale, denn wenn ein kompakter Gasheizkörper eine geringe Gerätehöhe hat, lässt sich darin dennoch eine große Heizfläche unterbringen.

Ein Wärmetauscher im Gasheizkörper besteht beispielsweise aus einer Spezial- Aluminiumlegierung mit hoher Wärmeleitfähigkeit. Dank des die Wärme sehr gut leitenden Materials können die Wärmeaustauschflächen auf eine einheitliche Temperatur gebracht werden, was auch die austretende Luft gleichmäßiger wärmer werden lässt.

Expertenwissen: Mit doppelten Lamellen - innen senkrecht und außen waagrecht – wird beispielsweise verhindert, dass in der Luft enthaltener Staub verkohlt, was die Schleimhäute reizen würde (Stichwort: Gefühl von staubtrockener Luft / staubtrockener Lunge).

Unter oder (bei liegenden Gasheizkörpern) neben dem Heizeinsatz sitzt ein Ventilator (oder mehrere davon). Sie saugen die Luft aus den Räumen oder aus dem Freien an und schieben sie am Heizeinsatz vorbei, so dass sie sich dabei erwärmt. Vom Gasheizkörper wird die erwärmte Luft dann über eine Haube mit Luftgittern frei in den zu beheizenden Raum geblasen.

Weil der Wärmetauscher eines modernen Gasheizkörpers speziell geformt und aus besonders wärmeleitenden Materialien besteht, kann dieser warme Luft mit unterschiedlichen Temperaturen erzeugen: Eine vergleichsweise kühlere Luftschicht oben sorgt dafür, dass darunter ausströmende, wärmere Luft nicht direkt nach oben steigt, also keine Wärme nach oben verloren geht und extra entschichtende Geräte installiert werden müssen.

Ein moderner Gasheizkörper erzeugt innerhalb kurzer Zeit eine gleichmäßige Temperatur im Raum – die Rede ist hier von wenigen Minuten! Schon nach vier Metern Entfernung vom Gasheizkörper und auch noch nach 40 und mehr Metern, ist die Raumluft gleichmäßig durchmischt.

Moderne Gasheizkörper haben eine stabile, tragende Rahmenkonstruktion, die mit wärmedämmenden Verkleidungsplatten ausgestattet ist.

Die wichtigsten Bauteile von Gasheizkörpern sind demnach:

  • Gasblock
  • Gasbrenner
  • Zündsatz
  • Ventilator
  • Wärmetauscher

Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten für Gasheizkörper

Ein Gasheizkörper ist eine unabhängig arbeitende Heizeinheit (sogenanntes Stand-alone-Gerät). Er wird direkt im zu beheizenden Raum installiert, Sie brauchen dafür keinen extra Heizungsraum. Man montiert Gasheizkörper typischerweise an Wänden oder Decken, so bleibt der Boden frei und kann komplett genutzt werden.

Ein Gasheizkörper ist überall dort vorteilhaft als Heizung einsetzbar, wo es nicht auf eine genaue Einhaltung der Raumtemperatur ankommt und auch die vom Gerät erzeugten Geräusche nicht stören. Er gilt als eine äußerst kostengünstige Heizlösung, sowohl in Bezug auf Investitions- als auch Betriebskosten.

Das Heizen mit Gasheizkörpern macht es möglich, die damit erzeugte Wärme an die variierenden Wärmeanforderungen der zu beheizenden Räume / Gebäude anzupassen: Es kommen nur so viele Gasheizkörper zum Einsatz, wie tatsächlich gebraucht werden, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Jedes Gerät funktioniert eigenständig und damit unabhängig von gegebenenfalls weiteren im Raum. So lässt sich jeder Raum so lange wie gewünscht beheizen – bedarfsgerecht und kostenbewusst (Stichwort: Energieverbrauch und Energiekosten).

Außerdem können Sie die damit beheizte Räume / Gebäude auch im Nachhinein zumindest heizungstechnisch noch problemlos baulich verändern, ohne dass dafür die Gasheizkörperheizung im Raum / Gebäude abgeschaltet werden muss. Und im Falle eines Ausfalls eines Gerätes bleibt es dank der anderen Geräte im selben oder anderen Raum / Gebäude auch dort warm.

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"Wann lohnt sich der Einsatz von Gasheizkörpern?" wurde am 31.08.2017 das letzte Mal aktualisiert.