Glossar
- Abgasverlust
- acronym of:Verluste bei der Verbrennung von Erdöl oder Erdgas
Die bei der Verbrennung von Erdöl oder Erdgas enstehende Energie kann nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Abgase, die über den Schornstein in die Atmosphäre entweichen, enthalten eine oftmals große Wärmemenge, die als Abgasverlust bezeichnet wird. Der Schornsteinfeger attestiert jährlich, ob die Verbrennungsqualität und der Abgasverlust den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Er prüft, ob der Brenner den Vorschriften entsprechend funktioniert und die Anlage bestimmten Sicherheitsstandards entspricht. Selbst wenn einwandfreie Werte bescheinigt werden, so sagt das nur wenig über die tatsächliche Energieausnutzung des Wärmeerzeugers (Normnutzungsgrad) aus, da diese maßgeblich auch durch die Höhe der Oberflächenverluste beeinflusst wird.
- Abluftventil
- acronym of:Abluftventile führen verbrauchte Luft aus Bad, WC und Küche ab
Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung versorgen über Zuluftventile Wohn- und Schlafräume mit individuell temperierter Frischluft. Abluftventile führen verbrauchte Luft aus Bad, WC und Küche ab. Die Rohranschlüsse für die Ab- und Zuluftventile werden vorzugsweise im Deckenbereich installiert. In Neubauten können für das Ab- und Zuluftsystem auch Lüftungsgitter in der Bodenkonstruktion integriert sein. Zuluftauslässe und Abluftelemente sollten so angeordnet werden, dass im Raum keine Zugerscheinungen entstehen kön
- Absorptionskältemaschine
- acronym of:Kältemaschine mit thermischem Verdichter
Eine Absorptionskältemaschine ist eine Kältemaschine bei der im Gegensatz zur Kompressionskältemaschine die Verdichtung durch eine temperaturbeeinflusste Lösung des Kältemittels erfolgt. Man bezeichnet dies auch als thermischen Verdichter. Das Kältemittel wird in einem Lösungsmittelkreislauf bei geringer Temperatur in einem zweiten Stoff absorbiert und bei höheren Temperaturen desorbiert. Bei dem Prozess wird die temperaturabhängige physikalische Löslichkeit von zwei Stoffen angewendet. Voraussetzung für den Prozess ist, dass die beiden Stoffen im dem betriebenen Temperaturintervall in jedem Verhältnis ineinander löslich sind.
- Absorptionswärmepumpe
- acronym of:Wärmepumpe mit thermischem Verdichter
Absorptionswärmepumpen werden in der Regel mit Erdgas betrieben. Sie basieren prinzipiell auf den gleichen physikalischen Grundlagen wie Kompressionswärmepumpen. Anders als bei diesen Wärmepumpen-Bauarten jedoch haben Absorptionswärmepumpen einen thermischen Verdichter (anstatt eines mechanischen Verdichters). Hier werden Kältemittel eingesetzt, die schon unter niedrigen Temperaturen und geringem Druck verdampfen, wenn sie Umgebungsenergie aufnehmen. Der Kältemitteldampf gelangt in den Absorber und wird dort von einem Lösungsmittel wie beispielsweise Wasser gelöst (absorbiert) und gibt diese Lösungswärme ab. Ein Wärmetauscher gibt die Wärme dann in das Heiznetz. Die Lösungsmittelpumpe sorgt mit sehr geringem Energieaufwand für den Transport der Stoffpaar-Lösung zum thermischen Verdichter. Das Stoffpaar besitzt unterschiedliche Siedetemperaturen. So ist es möglich, dass durch die Zufuhr von Wärme das gelöste Kältemittel mit der geringeren Siedetemperatur der beiden Stoffe wieder verdampft.
- Adsorptionswärmepumpe
- acronym of:Wärmepumpe mit Feststoffmedium
Im Gegensatz zur Absorptionswärmepumpe basiert die Adsorptionswärmepumpe auf Feststoffen, wie beispielsweise Aktivkohle, Silicagel oder Zeolith. Wasserdampf wird durch einen dieser Stoffe angesaugt, an sich gebunden (adsorbiert) und gibt dabei Wärme bis etwa 300°C ab. Die Adsorptionswärmepumpe arbeitet wie die anderen Wärmepumpen in einem Kreisprozess, läuft allerdings periodisch ab und unter der Voraussetzung eines Vakuumsystems.
- Aquifer
- acronym of:Grundwasserleiter
Ein Grundwasserleiter, ehemals auch als Grundwasserhorizont oder Grundwasserträger bezeichnet, ist ein Gesteinskörper mit Hohlräumen, der zur Leitung von Grundwasser geeignet ist. Eine weite Verbreitung hat inzwischen auch der ursprünglich aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff Aquifer erfahren, jedoch ohne in die für Deutschland gültige hydrogeologische Begriffsbestimmung nach DIN 4049-3 übernommen worden zu sein. Obwohl auch in Teilen der deutschen Fachwelt meist als Synonym zum Grundwasserleiter genutzt, bezeichnet ein Aquifer ursprünglich eine zur Abgabe von signifikanten Wassermengen geeignete Schichtenfolge bzw. Teile derselben. Dies schließt Wasser der ungesättigten Zone explizit mit ein, was aber in der für Deutschland gültigen Definition des Grundwassers nicht der Fall ist. Ein Grundwasserleiter erstreckt sich also im Gegensatz zu einem Aquifer nur über die gesättigte Zone, was zur Folge hat, dass beide Begriffe höchstens im Einzelfall als Synonyme gebraucht werden können. Man kann jedoch davon ausgehen, dass bei der Verwendung des Begriffs Aquifer im deutschsprachigen Raum ein Grundwasserleiter gemeint ist.
- Außenluftöffnung
- acronym of:Ansaugöffnung in der Außenwand
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung saugt von außen frische Luft an und führt die Fortluft wieder nach außen ab. Die Ansaug- und Austrittsöffnungen für Außenluft und Fortluft werden dabei so angeordnet, dass keine unmittelbare Rezirkulation auftreten kann. Außenluftansaugöffnungen werden deshalb meist in die Außenwand eingebaut, während der Fortluftauslass über Dach geführt wird. Bei längeren Außenluft-Ansaugwegen sollte in der Nähe der Ansaugöffnung ein Filter eingesetzt werden. Mit Wärmetauschern ausgestattete Lüftungsanlagen entnehmen der Abluft ihren Wärmegehalt, bevor diese als Fortluft abgeführt wird.
- Aufwandszahl
- acronym of:beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems
Sie beschreibt die energetische Effizienz des gesamten Anlagensystems über Aufwandszahlen. Die Aufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) dar. Je kleiner die Zahl ist, um so effizienter ist die Anlage. Die Aufwandszahl schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein. Eine niedrige Anlagenaufwandszahl deutet auf eine effiziente Nutzung von Primärenergie hin. Im Gegensatz hierzu kann der real benötigte Bedarf an Endenergie sogar höher liegen, da dieser von dem Wirkungsgrad des Umwandlungsprozesses abhängig ist. Beispielsweise liegt der Wirkungsgrad bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern höher, als der von Holz.
- Automatisierte Liegenschaftskarte
- acronym of:digitaler Nachfolger der analogen Liegenschaftskarte
Die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) (in Bayern Digitale Flurkarte, kurz DFK) ist der digitale Nachfolger der analogen Liegenschaftskarte/Flurkarte, Liegenschaftskarte/Stadtgrundkarte und Liegenschaftskarte/Schätzungskarte in den Katasterämtern Deutschlands. Die automatisiert geführte Liegenschaftskarte bildet als bildlicher Teil zusammen mit dem Automatisierten Liegenschaftsbuch (ALB) das Liegenschaftskataster.
- Öl-Brennwertkessel
- acronym of:Ölheizung, die die Wärme des Abgaskondensats zurück gewinnt
Öl-Brennwertkessel haben brennstoffbedingt einen geringeren Nutzungsgrad und erfordern eine Neutralisation des Kondensats. Durch die Einführung von schwefelarmem Heizöl und die verbesserte Verbrennung werden Korrosionsprobleme zunehmend weniger. Zwingend erforderlich beim Ölbrennwertkessel ist ein feuchteunempfindliches Abgasrohr, da wegen der geringen Abgastemperaturen Kondenswasser (Kondensat) im Schornstein anfällt. Brennwertkessel werden jeweils mit einem speziellen Abgassystem zugelassen, beispielsweise aus Edelstahl, Kunststoff (z.B. PPS), Aluminium oder Glas.
- Überströmöffnung
- acronym of:regulieren die Luftströmung von Raum zu Raum
Damit Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung die richtige Luftwechselrate erreichen, muss die Luftströmung von Raum zu Raum gewährleistet sein. Dazu werden zwischen den Räumen Überströmöffnungen vorgesehen, beispielsweise durch Lüftungsgitter in Innentüren oder Wänden, oder durch gekürzte Türblätter der Innentüren. Überströmöffnungen zum Badezimmer sollten so bemessen und angeordnet werden, dass Zugerscheinungen vermieden werden, da man nach dem Baden oder Duschen besonders sensibel auf Luftströmungen reagiert.
- beheiztes Gebäudevolumen
- acronym of:von der Wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen
Das beheizte Gebäudevolumen ist das anhand von Außenmaßen ermittelte, von der Wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen. Das beheizte Gebäudevolumen ist z. B. für die Dimensionierung von Erdwärmeheizungen von Bedeutung.
- Beimischungsquote
- acronym of:festgelegter Mindestanteil von Biokraftstoffen in Benzin oder Diesel
Staatlich festgelegter Mindestanteil von Biokraftstoffen in Benzin oder Diesel. Seit 2007 gibt es in Deutschland eine vorgeschriebene Beimischungsquote, die schrittweise erhöht wird (2007: Benzin 1,2% und Diesel 4,4%; 2015: Benzin 3,6% und Diesel 4,4%).
- Bentonit
- acronym of:tonhaltiges Gestein
Bentonit ist ein tonhaltiges Gestein, das eine Mischung aus verschiedenen Tonmineralien ist und als wichtigsten Bestandteil Montmorillonit (60 - 80%) enthält. Es entsteht durch Verwitterung aus vulkanischer Asche. Seine Besonderheit ist die starke Wasseraufnahme- und Quellfähigkeit. Diese Eigenschaften ergeben die für die Erdwärme wichtige hohe Wärmeleitfähigkeit, die sich nicht wesentlich von der Wärmeleitfähigkeit des umgebenden Gesteins unterscheidet.
- Betriebsbereitschaftsverlust
- acronym of:anlagenbedingte Energieverluste im stand-by-Betrieb
Diese entstehen dadurch, dass die Kesseltemperatur nicht unter einen vorgegebenen Wert fallen darf, da sonst z.B. die Gefahr von Korrosionsschäden bestehen. Je besser die Wärmeisolation des Kessels und je weiter die Kesseltemperatur im Betrieb abgesenkt werden kann, desto geringer sind die Betriebsbereitschaftsverluste. Diese Verluste werden mit steigenden Heizkosten ein immer wichtigerer Grund für eine Heizungssanierung.
- Betriebsführungs-Contracting
- acronym of:spezielle Form des Contracting mit dem Ziel, einen störungsfreien Anlagenbetrieb sicherzustellen
Beim Betriebsführungs-Contracting stehen die Energieanlagen im Eigentum des Contractingnehmers. Der Contractor ist für den störungsfreien Betrieb der Anlagen verantwortlich. Die Abrechnung erfolgt meist pauschal nach Aufwand oder Leistung. Diese Art des Contractings wird meist dort eingesetzt, wo ein störungsfreier Betrieb unbedingt notwendig ist wie z.B. Druckluft für Produktionsanlagen oder die Beheizung eines Krankenhauses.
- Bezugsflächen
- acronym of:die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen
Die zur Heizungsdimensionierung grundsätzlich nötigen Bezugsflächen und -volumen sind die beheizte Wohnfläche und das daraus abgeleitete beheizte Gebäudevolumen. Die beheizte Wohnfläche bezieht nur die wirklich innerhalb der Wohnung genutzten Flächen ein und ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche im Sinne der Energieeinsparverordnung (EnEV).
- Bezugsvolumen
- acronym of:alle Räume eines Gebäudes, die direkt oder indirekt beheizt werden
Die zur Heizungsdimensionierung grundsätzlich nötigen Bezugsflächen und -volumen sind die beheizte Wohnfläche und das daraus abgeleitete beheizte Gebäudevolumen. Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, umschlossene Volumen. Dieses Volumen schließt alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
- Brunnenwassernutzung
- acronym of:direkte thermische Nutzung durch Wärmepumpen
Abhängig vom Standort lässt sich Grundwasser über Brunnen entnehmen und direkt zur Wärmepumpe bringen. Es muss jedoch wieder in den Untergrund eingeleitet werden, so dass neben einem Förderbrunnen auch ein Schluckbrunnen einzurichten ist. Brunnenanlagen haben, dort wo sie sich installieren lassen, zahlreiche Vorteile. Mit Grundwasser betriebene Wärmepumpen nutzen einen weitaus größeren Anteil an Umweltenergie, indem ihnen relativ hohe Temperaturen in großem Umfang zugeführt. Das wirkt sich günstig auf die Jahresarbeitszahl aus, die bei optimaler Auslegung und Installation bei COP 5 liegt. Diese Systeme sind also viel wirtschaftlicher als andere Erdwärmeheizungen. Bei größeren Anlagen (ab ca. 15 kW) sind die Brunnenanlagen sogar weitaus preiswerter in der Installation als andere Anlagen. Wichtig für die Brunnenanlage ist, dass das Grundwasser eine gute Qualität hat, um eine Verockerung der Brunnen (z.B. aufgrund eines hohen Eisengehaltes) zu vermeiden und Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht.
- Bruttowärmeertrag
- am Eintritt in den Speicher abgegebene Wärmeenergie
Innerhalb eines Solarwärmesystems zirkuliert die Solarflüssigkeit zwischen Kollektor und Solarspeicher. Die in den Solarspeicher abgegebene Wärmeenergie, gemessen am Eintritt in den Speicher, wird in kWh/m²/a angegeben und als Bruttowärmeertrag bezeichnet.
- Bundesberggesetz
- acronym of:regelt alle bergrechtlichen und auch tiefengeothermischen Fragen
Inhalt des Bundesberggesetzes sind alle bergrechtlichen Fragen von der Erkundung, über die Gewinnung eines Rohstoffs bis zur Schließung eines Bergwerkes. Das Bundesberggesetz regelt außerdem die Zuständigkeit der Bergbehörden bei Fragen, die den Bergbau betreffen. Derzeit gilt das Bundesberggesetz in der Fassung vom 13. August 1980. Insbesondere die Geothermie und deren Erschließung ist vom Bundesberggesetz betroffen.
- Carnot-Prozess
- acronym of:Kreisprozess von besonderer Bedeutung in der Thermodynamik
Der Carnot-Prozess ist ein Kreisprozess von besonderer Bedeutung in der Thermodynamik. Er ist ein rein theoretischer Prozess. Seine Bedeutung besteht darin, dass er das Optimum angibt, das von keinem speziellen Kreisprozess, bei dem sich das Arbeitsfluid zwischen denselben Temperaturen bewegt, übertroffen werden kann. Der aus den Arbeitstemperaturen ermittelte Carnot-Wirkungsgrad (Carnot-Faktor) gibt an, welcher Anteil der zugeführten Wärme maximal in mechanische Arbeit umgewandelt werden kann. Daran werden alle anderen, den speziellen Maschinenanlagen angepasste Vergleichsprozesse, z.B. der Otto-Prozess als Vergleichsprozess für den Ottomotor oder der Clausius-Rankine-Prozess als Vergleichsprozess für das Dampfkraftwerk, gemessen.
- Clausius-Rankine-Prozess
- acronym of:thermodynamischer Kreisprozess
Der Clausius-Rankine-Prozess ist ein thermodynamischer Kreisprozess. Er ist nach dem deutschen Physiker Rudolf Julius Emanuel Clausius und dem Schottischen Ingenieur William John Macquorn Rankine benannt. Er dient als Vergleichsprozess für das Dampfkraftwerk in seiner einfachsten Konstellation mit Turbine T, Kondensator Ko, Speisepumpe Sp und Kessel mit Überhitzer Ke. Wie bei allen thermodynamischen Kreisprozessen kann er den Wirkungsgrad des entsprechenden Carnot-Prozesses nicht übertreffen. In Dampfkraftwerken wird zunächst mechanische Energie "erzeugt", indem ein Arbeitsmittel (meist Wasser, aber beispielsweise auch Ammoniak) abwechselnd bei hohem Druck verdampft und bei niedrigem Druck kondensiert. Der Druck wird von der Speisepumpe durch Aufwand von Arbeit aufgebracht und in der Turbine unter Abgabe von Arbeit abgebaut. Das Arbeitsmittel wird in einem geschlossenen Kreislauf geführt.
- Coefficient of Performance
- acronym of:Kenngröße (häufig in der Kältetechnik) zur Beurteilung der Leistung und Effizienz
Für die Wärmepumpentechnik gibt es spezifische Kenngrößen zur Beurteilung der Leistung und Effizienz. Eine wesentliche Größe ist der COP (Coefficient of Performance) der aus dem Verhältnis der Leistungsaufnahme zur abgegebenen Leistung gebildet wird. COP = abgegebene Wärmeleistung kW / zugeführte elektrische Leistung in kW Je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle und dem Heizsystem ist, um so höher ist die Effizienz der Wärmepumpe und damit der COP-Wert. In Abhängigkeit von den Ausgangsbedingungen kann der COP-Wert zwischen eins und sechs liegen. Dieses ist ein statischer Wert unter Normbedingungen. Im Jahresverlauf ändern sich diese allerdings so das eine weitere Kennzahl zur Bewertung, die Jahresarbeitszahl b genutzt wird.
- Einspar-Contracting
- acronym of:betreffen alle Maßnahmen, die zur Erreichung der Energieeinsparung erforderlich sind
Einspar-Contracting wird auch Energie-Einspar-Contracting oder Performance-Contracting genannt. Der Contractor plant, baut und betreibt alle Maßnahmen die zur Erreichung der Energieeinsparung erforderlich sind. Dabei kann die Finanzierung durch den Contractor erfolgen. Die ersparten Energiekosten finanzieren die Leistung des Contractors und werden von diesem garantiert. Wegen der hohen Bonität bei gleichzeitigem Geldmangel wird diese Contractingart besonders in den kommunalen Gebietskörperschaften angewandt. Die Verbreitung gegenüber den anderen Contractingformen ist immer noch sehr gering, wahrscheinlich da es vielfache Bedenken und Vorbehalte zu den Risiken und dem Verfahren gibt.
- Elektro-Kompressions-Wärmepumpe
- acronym of:gängigste Wärmepumpentechnik weltweit
Die Elektro-Kompressions-Wärmepumpe entnimmt der Umwelt Wärme. Das flüssige Arbeitsmedium befindet sich dabei mit geringem Druck auf der Primärseite im Verdampfer. Weil die Umwelttemperatur außerhalb des Verdampfer höher ist als die Siedetemperatur des Arbeitsmediums, verdampft das Arbeitsmedium und entzieht der Umgebung Wärme. Der elektrisch betriebene Verdichter saugt das verdampfte Arbeitsmedium aus dem Verdampfer ab und verdichtet es. Bei diesem Vorgang steigen Druck und Temperatur des Dampfes. Vom Verdichter aus wird das dampfförmige Arbeitsmedium auf der Sekundärseite in den Verflüssiger gebracht, der vom Heizwasser umgeben ist. Da die Temperatur des Heizwassers niedriger als die Kondensationstemperatur des Arbeitsmediums ist, kühlt der Dampf ab und wird wieder flüssig. Die Wärme, die im Verdampfer aufgenommen wurde und die durch das Verdichten gewonnene Energie erwärmen nun das Heizwasser. Danach gelangt das Arbeitsmedium über ein Expansionsventil wieder in den Verdampfer. Hier entspannt sich das Kältemittel vom hohen Druck des Kondensators auf den niedrigen Druck des Verdampfers und kühlt ab.
- Endenergiebedarf
- acronym of:Energiemenge, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen.
Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie wird an der „Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen dem Eigentümer) geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders interessante Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis getrennt nach verwendeten Energieträgern angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel kleiner ist als die Gebäudenutzfläche.
- Energieliefer-Contracting
- acronym of:Hierbei errichtet und betreibt der Contractor die Energieanlage auf eigenes Risiko und Kosten auf der Basis von langfristigen Verträgen mit seinen Kunden.
Energieliefer-Contracting wird auch als Anlagen-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung bezeichnet. Der Contractor errichtet und betreibt die Energieanlage auf eigenes Risiko und Kosten auf der Basis von langfristigen Verträgen mit seinen Kunden. Die Vertragslaufzeiten variieren zwischen 5 bis 20 Jahren. Beiderseitiges Ziel, durch Optimierung wirtschaftliche und ökologische Vorteile erreichen. Die Kosten des Contractors für Erstellung, Finanzierung, Wartung und Primärenergieeinkauf fließen in ein in der Regel zweigliedriges Preissystem bestehend aus einem fixen Grundpreis (GP) Beispielsweise €/kW, €/a, €/Monat und einem variabelen Arbeitspreis (AP) Beispielsweise in €/kWh, €/MWh. In der Praxis haben sich verschiedene Preisgleit- oder Preisänderungsformeln herausgebildet, die eine meist terminlich fixierte Anpassung der Preise bei veränderten Rahmenbedingungen: Änderung der Preise für Primärenergie, Material- oder Lohnkosten, ermöglichen. Als Ausgangspunkt für die Preisanpassungen werden häufig die Indexzahlen des Statistischen Bundesamtes vertraglich vereinbart.
- Enthalpie
- acronym of:Maß für die Energie eines thermodynamischen Systems
Die Enthalpie ist ein Maß für die Energie eines thermodynamischen Systems. Sie wird in der Regel durch den Buchstaben H (Einheit: Joule, J) symbolisiert, wobei das H vom englischen heat content (Wärmeinhalt) abgeleitet ist. In der Chemie und Technik spielen außerdem die molare Enthalpie Hm (Einheit: kJ/mol) und die spezifische Enthalpie h (Einheit: kJ/kg) eine wichtige Rolle. Sie beschreiben die Enthalpie in Bezug auf die Stoffmenge n bzw. die Masse m.
- Fortluftöffnung
- acronym of:Austrittsöffnung im Haus
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung saugt von außen frische Luft an und führt die Fortluft wieder nach außen ab. Die Ansaug- und Austrittsöffnungen für Außenluft und Fortluft werden dabei so angeordnet, dass keine unmittelbare Rezirkulation auftreten kann. Außenluftansaugöffnungen werden deshalb meist in die Außenwand eingebaut, während der Fortluftauslass über Dach geführt wird. Bei längeren Außenluft-Ansaugwegen sollte in der Nähe der Ansaugöffnung ein Filter eingesetzt werden. Mit Wärmetauschern ausgestattete Lüftungsanlagen entnehmen der Abluft ihren Wärmegehalt, bevor diese als Fortluft abgeführt wird.
- Fracturing
- acronym of:Gestein am Bohrlochfuß wird durch mit Druck injizierte Flüssigkeiten aufgesprengt
Fracturing, auch als "Fräggen" bezeichnet, ist eine Technik, wobei in tiefengeothermischen Bohrungen eine Flüssigkeit in das Bohrloch unter höchsten Drücken und Mengen eingepresst wird und das Gestein am Bohrlochfuß aufgesprengt wird. Hierbei entstehen Brüche und Risse ("Fracture"), welche den festen Gesteinsbereich rings um die Bohrung auflockern und so das Einströmen von Thermalwässern deutlich verbessern.
- Fundamentplatte
- acronym of:kann zur Nutzung der Erdwärme über das Fundament eingesetzt werden
Eine Alternative zu den Erdwärmekollektoren bilden die Fundamentplatten. Da die meisten Gebäude auf Fundamentplatten, Streifen-, oder Punktfundamenten oder einer Kombination gründen, bietet sich eine Nutzung der Erdwärme über die Fundamente an. Unterhalb der Fundament- bzw. Bodenplatte, also zwischen Erdreich und Platte, wird in der Regel eine so genannte Sauberkeitsschicht eingebaut, die aus Magerbeton oder Feinkies besteht. Wärmetauscherleitungen, die in diese Sauberkeitsschicht integriert werden, können sich ebenfalls der Erdwärme bedienen. Die erreichbaren Leistungen mit Fundamentplatten sind aber begrenzt und deutlich geringer als bei Erdwärmekollektoren.
- Generatorverbund
- acronym of:nutzt Synergien, um Lastspitzen abzudecken
Werden Generatorverbünde und Lastverbünde zusammengeschaltet, kann eine intelligente Steuerung zunächst versuchen, Leistungsspitzen durch Demand Side Management möglichst auszugleichen, um nachfolgend den verbleibenden Leistungsrestbedarf kostengünstig aus dem Angebot der angeschlossenen Generatorverbünde zu decken. Zum Beispiel nutzen virtuelle Kraftwerke Synergieeffekte, die aus der Zusammenschaltung von Einzelkraftwerken entstehen. Zu diesen Effekten zählen z. B. die Lastverteilung, also die Deckung von Spitzenlasten, die ein einzelnes Kraftwerk überfordern würden, durch Zuschaltung weiterer Erzeuger. Ebenso zählt hierzu der Ausgleich von standort- oder wetterbedingten Nachteilen. Weil man Grundlastkraftwerke wie z. B. Kern- und Braunkohlekraftwerke aus wirtschaftlichen Gründen bei Nacht nicht herunterfährt, ist die Zwischenspeicherung des Nachtstroms in Speicherkraftwerken Stand der Technik.
- Geysir
- acronym of:heiße Quellen, die ihr Wasser als Fontäne ausstoßen
Ein Geysir (isländisch geysa – wirbeln, strömen), auch Geiser, ist eine heiße Quelle, die ihr Wasser in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen als Fontäne (Eruptionssäule) ausstößt. Einen solchen Ausbruch bezeichnet man als Eruption. Namensgebend für den Geysir war der Große Geysir auf Island. Geysire sind selten und erfordern eine spezielle Kombination von geologischen und klimatischen Bedingungen, die nur an wenigen Orten großflächig bestehen. Geysire sind von drei Faktoren abhängig: einer Wasserversorgung in Form eines Grundwasserleiters, einer Wärmequelle (eine Plume oder Superplume) und mindestens einem Reservoir mit einer Verengung zum zugehörigem Leitungssystem.
- Heizungssteuerung
- acronym of:misst die Außentemperatur und variiert so die Vorlauftemperatur
Die Heizungssteuerung misst die Außentemperatur und variiert so die Vorlauftemperatur. Der Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur kann für jedes Gebäude mit einer Heizkurve eingestellt werden. Diese Heizungssteuerung stellt sicher, dass das Heizungswasser so weit erwärmt wird, wie es zur Beheizung des Gebäudes erforderlich ist. Weil extrem tiefe Außentemperaturen selten sind, steigt die Vorlauftemperatur nur an sehr kalten Tagen auf den maximal möglichen Wert von beispielsweise 55°C. So senkt die Heizungssteuerung die Bereitschafts-, Abstrahl- und Abgasverluste des Wärmeerzeugers und die Verteilverluste im Heizungsnetz.
- Heizwärmeabgabe
- acronym of:beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten in der Heiztechnik, die Wärme im Haus zu verteilen
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten in der Heiztechnik, die Wärme im Haus zu verteilen. Immer noch am weitesten verbreitet ist die Beheizung von Gebäuden mit Heizkörpern, etwa mit Radiatoren oder Plattenheizkörper. Als komfortable Heiztechnik wird zunehmend die Flächenheizung angesehen. Hierzu zählen die Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen. Es sind allesamt Systeme, die in Bauteilflächen integriert sind. Auch Betonkernsysteme zählen zu den Flächenheizungen. Die Wahl des Heizwärmeabgabesystems wird jedoch nicht mehr nur unter Behaglichkeits- und ästhetischen Gesichtspunkten getroffen. Die Eignung zur Niedertemperaturbeheizung wird aufgrund steigender Heizkosten immer wichtiger.
- HELCOM
- acronym of:zwischenstaatliche Kommission, die für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum arbeitet
HELCOM ist eine zwischenstaatliche Kommission, die für den Schutz der Meeresumwelt im Ostseeraum arbeitet. Die Kommission wurde von den Ostsee-Anrainern gegründet. Das entsprechende Abkommen wurde 1992 verabschiedet und trat im Jahre 2002 in Kraft. HELCOM kann nur Empfehlungen aussprechen, aber keine Beschlüsse oder Richtlinien verabschieden. HELCOM-Mitglieder sind die Europäische Union, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Schweden.
- Holzhackschnitzelheizung
- acronym of:Anlage zur Verfeuerung von zerkleinertem Bruchholz
Hackschnitzel sind zerkleinertes Bruchholz, das zum Beispiel bei der Flurbereinigung anfällt. Insbesondere größere Gebäude und Wohnanlagen können mit Hackschnitzelfeuerungsanlagen sehr gut beheizt werden. Die Hackschnitzel werden zur Verfeuerung über ein Rührwerk in Verbindung mit einer Förderschnecke in den Brenner transportiert. Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit Einfamilienhäuser mit Holzhackschnitzeln zu beheizen. Da ihre Verfügbarkeit und somit ihr Preis oftmals noch weniger prognostiziert werden kann als bei Pelletheizungen, ist allerdings vom Einsatz in Einfamilienhäusern abzuraten.
- Hot-Dry-Rock
- acronym of:Verfahren zur Nutzung der im Erdkörper enthaltenen Erdwärme aus einer Tiefe zwischen 3.000 und 6.000 Metern
Das Hot-Dry-Rock-Verfahren (kurz: Hot-Dry-Rock) ist ein Verfahren zur Nutzung der im Erdkörper enthaltenen Erdwärme aus einer Tiefe zwischen 3.000 und 6.000 Metern. Prinzip ist die Herstellung und der Betrieb eines überdimensionalen Wärmeübertragers im Untergrund zwischen mindestens zwei Bohrlöchern. Durch das Einpressen von Wasser mit Drücken von bis zu 150 bar weiten sich die im Gestein vorhandenen Risse trotz des Gebirgsdruckes und neue bilden sich aus. Diese bleiben bei einer mittleren Weite von weniger als einem Millimeter dauerhaft offen. So wird ein Wärmetauscher mit riesiger Oberfläche im Gebirge zwischen den Bohrlöchern geschaffen. Während des Betriebes wird dem System durch die eine Bohrung kaltes Wasser zugeführt und an einer anderen Bohrung, angereichert durch evtl. natürlich vorhandene Tiefenwässer, erwärmt wieder entgegen genommen. Die natürlichen thermischen Auftriebskräfte des heißen Wassers erleichtern die Zirkulation.
- Hotspot
- acronym of:Zentren vulkanischer Aktivität, die durch thermische Anomalien des Erdmantels bedingt werden
Als Hotspot (dt. "heißer Fleck") werden Zentren vulkanischer Aktivität bezeichnet, die nicht direkt durch plattentektonische Prozesse verursacht werden und daher nicht an Plattenränder gebunden sind. Sie entstehen durch thermische Anomalien im (tieferen) Erdmantel und treten oftmals innerhalb von Lithosphärenplatten auf. Der Hotspot-Vulkanismus unterscheidet sich demnach von der vulkanischen Aktivität an Plattengrenzen, die mit plattentektonischen Vorgängen wie Ozeanbodenspreizung und Subduktion einher geht. Die Theorie des Hotspot-Vulkanismus wurde erstmals 1963 von dem Geologen John Tuzo Wilson formuliert.
- Immission
- acronym of:bezeichnet die Einbringung von Schadstoffen, -lärm, -licht und ähnlichem in ein System
Immission bezeichnet die Einbringung von Schadstoffen, -lärm, -licht und ähnlichem in ein System. Die ausstossenden Objekte (Auto, Heizölbrenner) werden als Emittenten bezeichnet. Beispiele sind Schadstoffimmissionen in die Luft wie Kohlenstoffdioxid. Der Begriff Emission ist in der Physik allgemein üblich, Immission hauptsächlich nur in der Umwelttechnik und im Umweltrecht. Emission als Austrag besteht aus giftigen, gesundheitsschädlichen oder umweltgefährdenden chemischen Stoffen, etwa aus Schadstoffen aller Art, Reizstoffen, Allergenen, aber auch als Schallemission (Lärm), Lichtimmission, Strahlung oder Erschütterungen. Typische Beispiele sind gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Altlasten, staubförmige Emissionen von Halden, Straßenlärm, Lichtverschmutzung.
- Jahresheizenergiebedarf
- acronym of:gibt somit an, wie viel Energie für die Beheizung eines Gebäudes aufgewendet werden muss
Der Jahresheizenergiebedarf gibt somit an, wie viel Energie für die Beheizung eines Gebäudes aufgewendet werden muss. Die Berechnung erfolgt mit festgelegten Randbedingungen. Durch unterschiedliches Nutzerverhalten bzw. andere Randbedingungen kann der tatsächliche Energiebedarf von dem errechneten abweichen.
- Jahresprimärenergiebedarf
- acronym of:Jährliche Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergien erforderlich ist.
Jährliche Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist. Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2- Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudebeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der Energieeinsparverordnung.
- Kalina-Prozess
- acronym of:Wärmeaustauschverfahren zur Dampferzeugung auf einem niedrigem Temperaturniveau
Unter dem Kalina-Prozess oder Kalina Cycle Verfahren versteht man ein in den 1970er Jahren vom russischen Ingenieur Alexander Kalina entwickeltes Wärmeaustauschverfahren zur Dampferzeugung auf einem niedrigem Temperaturniveau. Herkömmliche Wasserdampfturbinen benötigen Wasserdampf mit Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius, um einen rentablen Wirkungsgrad zu gewährleisten. Um auch Wasser mit Temperaturen um 90 Grad nutzen zu können, entwickelte Kalina einen Kreislauf, bei dem die Wärme des Wassers an ein Ammoniak-Wasser-Gemisch abgegeben wird. Der jetzt schon bei wesentlich niedrigeren Temperaturen entstehende Dampf wird dann zum Antrieb von Turbinen genutzt. Technisch entspricht das Verfahren einem Binärverfahren mit indirekter Nutzung der Wärmequelle, teilweise spricht man auch von einem Clausius-Rankine-Prozess, gegenüber einem Organic Rankine Cycle (ORC) soll der Wirkungsgrad 10-60% höher sein.
- Kälteentzugsleistung
- acronym of:beschreibt den Energieumfang, der aus dem Erdreich bezogen werden kann
Die Kälteentzugsleistung ist ein häufig im Zusammenhang mit Erdwärmepumpen gebrauchter Begriff und beschreibt den Energieumfang, der aus dem Erdreich bezogen werden kann. Hierbei ist zu beachten, daß die Erde in den obersten Erdschichten ihre Wärme hauptsächlich aus einsickerndem Regenwasser, Sonneneinstrahlung und Grundwasser erhält. "Echte" Erdwärme tritt erst bei Tiefen auf, die höchstens von Erdsonden erreicht werden können. Wird mehr Energie aus dem eine Sonde umgebenden Erdreich gezogen, als nachfliessen kann, so wird die umlaufende Sole immer kälter werden und damit verbunden die Strom- und somit Heizkosten steigen. Die Erdsonde muss daher zwingend großzügig genug ausgelegt werden, um eine energetische Verarmung des Erdreichs zu verhindern.
- Klimatechnik
- acronym of:geschlossenener Kältemittelkreislauf, bei dem das Kältemittel bei Wärmeaufnahme verdampft, komprimiert wird und Wärme dann wieder abgibt
Kern der Klimatechnik ist ein geschlossenener Kältekreislauf. Das Kältemittel, verdampft bei niedrigen Temperaturen und nimmt dabei Wärme auf. Wird nun die Raumluft über den Verdampfer geführt, in dem das Kältemittel zirkuliert, dann entzieht wird der Raumluft Wärme entzogen und das Kältemittel wandelt sich vom einem flüssigen in ein dampfförmiges Aggregat. Ein Verdichter saugt dann das dampfförmige Kältemittel an. Infolge des höheren Drucks steigt die Temperatur an und das Kältemittel gelangt so auf eine höhere Temperatur. Für diesen Vorgang in ist zusätzliche elektrische Energie notwendig. Das Kältemittel, das nun unter hohem Druck steht und eine höhere Temperatur aufweist, gelangt jetzt zum Verflüssiger. Hier gibt das Kältemittel die Wärme, die dem Raum entzogen wurde und die elektrische Aufnahmeleistung des Verdichters an die Außenluft wieder ab. Dabei verflüssigt es sich. Anschließend baut ein Expansionsventil den hohen Druck des flüssigen Kältemittels wieder ab und der Kreislauf beginnt von Neuem.
- Kohlenstoffdioxid
- acronym of:chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff
Kohlenstoffdioxid (meist Kohlendioxid genannt) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und gehört damit neben Kohlenstoffmonoxid (auch Kohlenmonoxid) zur Gruppe der Kohlenstoffoxide. Kohlendioxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist mit einer Konzentration von ca. 0,04 % (derzeit 381 ppm entspr. 0,0381%) ein natürlicher Bestandteil der Luft und entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichendem Sauerstoff als auch im Organismus von Lebewesen als Kuppelprodukt der Zellatmung. Das CO2 wird dabei über den Atem abgegeben. Umgekehrt sind Pflanzen, manche Bakterien und Archaeen in der Lage, CO2 durch die Kohlenstoffdioxid-Fixierung in Biomasse umzuwandeln. So produzieren Pflanzen beispielsweise bei der Photosynthese aus anorganischem CO2 Glukose. Atmungs-Kohlendioxid stellt den größten Teil des Anteils in der Luft.
- Kohlenwasserstoff
- acronym of:Stoffgruppe von Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen
Die Kohlenwasserstoffe (CmHn) sind eine Stoffgruppe von Verbindungen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Die Stoffgruppe ist recht vielfältig, es gibt mehrere Untergruppen und sehr viele Verbindungen dieser Klasse, dennoch ist es die einfachste Stoffgruppe der organischen Chemie. Die Kohlenwasserstoffe haben, vor allem durch ihre riesigen Vorkommen als fossile Energieträger auch in vielen weiteren Bereichen, wie der organischen Synthese, eine große technische Bedeutung erlangt. Das Methan, ein Alkan, ist der einfachste Vertreter der Kohlenwasserstoffe und Hauptbestandteil des Erdgases.
- Kompressions-Wärmepumpe
- acronym of:funktionieren, vereinfacht ausgedrückt, wie Kühlschränke, allerdings mit der Zielvorgabe zu heizen, statt zu kühlen
Unter den Wärmepumpen-Bauarten haben Kompressions-Wärmepumpen derzeit die größte Verbreitung und den technisch höchsten Standard. Sie funktionieren, vereinfacht ausgedrückt, wie Kühlschränke, allerdings mit der Zielvorgabe zu heizen, statt zu kühlen. Zu den Kompressions-Wärmepumpen zählen die Elektro-Kompressions-Wärmepumpe und die Gasmotorische-Kompressions-Wärmepumpe
- Kompressionskältemaschine
- acronym of:wandelt thermische Energie niedriger Temperatur in thermische Energie hoher Temperatur unter Zufuhr von Arbeit um
Die Kompressionskältemaschine stellt die häufigste Bauform der Kältemaschine dar. Diese Bauform nutzt den physikalischen Effekt der Verdampfungswärme bei Wechsel des Aggregatzustandes von gasförmig zu flüssig. Ein Kältemittel, das in einem geschlossenen Kreislauf bewegt wird, erfährt nacheinander verschiedene Aggregatszustandsänderungen. Das gasförmige Kältemittel wird zunächst durch einen Kompressor komprimiert (verdichtet). Im folgenden Wärmeübertrager (Kondensator) kondensiert (verflüssigt) es unter Wärmeabgabe. Anschließend wird das flüssige Kältemittel aufgrund der Druckänderung einer Düse expandiert bzw. entspannt. Im zweiten Wärmeübertrager (Verdampfer) verdampft bzw. vergast das Kältemittel unter Wärmeaufnahme bei niedriger Temperatur (Kühlleistung). Der Kreislauf kann nun von vorne beginnen. Der Prozess muss von außen durch Zufuhr von mechanischer Arbeit (Antriebsleistung) über den Kompressor in Gang gehalten werden. Die Kältemaschine wandelt so thermische Energie niedriger Temperatur (z.B. 5 °C) in thermische Energie hoher Temperatur (z.B. 30 °C) unter Zufuhr von Arbeit um.
- Konduktion
- acronym of:Wärmefluss in einem Kontinuum (Feststoff oder ruhendes Fluid) in Folge eines Temperaturunterschiedes
Unter Wärmeleitung, auch Wärmediffusion oder Konduktion genannt, wird in der Physik der Wärmefluss in einem Kontinuum (Feststoff oder ruhendes Fluid) in Folge eines Temperaturunterschiedes verstanden. Wärme fließt dabei aufgrund des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik von selbst immer nur in Richtung geringerer Temperatur. Aufgrund des Energieerhaltungssatzes geht dabei keine Wärme verloren.
- Konvektion
- acronym of:eine durch temperaturbedingte Dichteunterschiede angetriebene zyklische Strömung in Fluiden
Konvektion (von lat. convehi = mittragen, mitnehmen), auch Thermische Konvektion, ist eine durch temperaturbedingte Dichteunterschiede angetriebene zyklische Strömung in Fluiden. Konvektion ist, neben Wärmeleitung und Wärmestrahlung, ein Mechanismus zum Transport von thermischer Energie. Konvektion ist dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragung durch den Transport von Teilchen bewerkstelligt wird, die ihre kinetische Energie mitführen. In Festkörpern oder im Vakuum kann es folglich keine Konvektion geben. Konvektion kann nur bei Fluiden auftreten, also in Gasen oder Flüssigkeiten, wozu allerdings auch vermeintliche Feststoffe unter Extrembedingungen gehören können, wie sie zum Beispiel im Innern der Erde herrschen. Daher ist die Konvektion von besondere Bedeutung für die Geothermie.
- Kreisprozess
- acronym of:Folge von Zustandsänderungen eines Arbeitsmediums, wobei immer wieder der Ausgangszustand erreicht wird
Als Kreisprozess bezeichnet man in der Thermodynamik eine Folge von Zustandsänderungen eines Arbeitsmediums (Flüssigkeit, Dampf, Gas) die periodisch abläuft, wobei immer wieder der Ausgangszustand, gekennzeichnet durch die Zustandsgrößen, wie u. a. Druck, Temperatur und Dichte, erreicht wird. Es sind technische Prozesse, meist zur Umwandlung von Wärme in Arbeit (z. B. in Verbrennungsmotoren) oder zum Heizen und Kühlen durch Aufwenden von Arbeit (Wärmepumpe, Kühlschrank).
- Landeswärmegesetz
- acronym of:schreibt eine anteilige Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie bei Wohngebäuden verbindlich vor
Ziel des Gesetzentwurfs ist es, im Interesse des Klimaschutzes eine anteilige Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie bei Wohngebäuden verbindlich als Standard einzuführen. Die hierfür notwendigen Technologien sollen weiter ausgebaut werden und zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen. Die Einsparung fossiler Brennstoffe durch den Einsatz erneuerbarer Energien soll zu einer Verbesserung des Klimaschutzes beitragen.
- Lüftungsbauplanung
- acronym of:verbindet die raumlufttechnischen Anforderungen von Immobilie und deren Nutzung
Die Lüftungsbauplanung verbindet die raumlufttechnischen Anforderungen von Immobilie und deren Nutzung. Insbesondere bei der nachträglichen Installation in bestehende Gebäude sind vor allem dezentrale Abluftanlagen wie Einzellüfter geeignet. Der Einbau von zentralen Abluft- oder Wärmerückgewinnungsanlagen sollte daher nur nach genauer Prüfung des Aufwands und nach Klärung der Bedingungen und Kosten im Einzelfall bestimmt werden. Gebäude mit einer vorhandenen Schachtentlüftung, etwa bei innenliegenden Bädern, können eventuell Nachströmöffnungen in die Außenwände der Wohnräume einbauen, um kontrolliert Frischluft zuzuführen.
- Lüftungsgeräte
- acronym of:ermöglichen einen automatischen Luftwechsel
Lüftungsgeräte ermöglichen einen automatischen Luftwechsel und unterscheiden sich damit von der freien Lüftung, die im Gegensatz zur kontrollierten Wohnraumlüftung keine Möglichkeit der Wärmerückgewinnung oder der Luftbehandlung bietet. Bei der mechanischen Lüftung wird für die Luftförderung mit Lüftungsgeräten mindestens ein Ventilator eingesetzt. Die Steuerung des Ventilators oder eine Drosseleinrichtungen kontrollieren dabei den Luftwechsel. Zudem wird die Luft beispielsweise mit Filtern gereinigt und eventuell auch vorgeheizt.
- Lüftungstechnik
- acronym of:ist zuständig für Frischluftbedarf und -qualität
Die Lüftungstechnik ist zuständig für Frischluftbedarf und -qualität, da zu hohe CO2 -Konzentrationen in Wohnräumen Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten und den Eindruck stickiger und verbrauchter Luft hervor rufen. Zudem kann Wasserdampf zur Schimmelbildung führen. Die Frischluftraten sind abhängig von der menschlichen CO2-Abgabe, die bei Erwachsenen je nach Aktivität zwischen 10 und 75 Litern pro Stunde schwankt. Nach dieser Berechnung braucht ein 4-Personen-Haushalt pro Tag eine Frischluftmenge von 2.000 bis 3.000 Kubikmeter.
- Luftwärmequelle
- acronym of:z. B. Außenluft, Raumluft und Abluft
Es gibt unterschiedliche Luftwärmequellen, die z. B. innerhalb einer kontrollierten Wohnraumlüftung per Wärmetauscher oder Luftwärmepumpe genutzt werden kann. Entsprechend der jeweiligen Luftwärmequelle unterscheidet man zwischen Außenluft, Raumluft und Abluft.
- Merit-Order-Effekt
- acronym of:steht für die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke an der Strombörse
Der Begriff Merit-Order steht für die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke an der Strombörse, die zur Befriedigung der Stromnachfrage eingesetzt werden müssen. Zunächst erhalten die Kraftwerke mit dem niedrigsten Preis den Zuschlag, dann die mit höheren Preisen, so lange bis die prognostizierte Nachfrage gedeckt ist. Das teuerste Kraftwerk bzw. Stromangebot, das noch benötigt wird, um die Nachfrage zu befriedigen, bestimmt den Strompreis. Für alle zustande gekommenen Lieferverträge gilt dieser einheitliche Preis, unabhängig von den jeweiligen Stromerzeugungskosten. Als Merit-Order-Effekt bezeichnet man die Verdrängung teuer produzierender Kraftwerke durch den Markteintritt anderer Kraftwerke.
- Methan
- acronym of:farbloses und geruchloses Gas, das zudem als Treibhausgas wirkt
Methan (auch Methylwasserstoff genannt) ist ein farbloses und geruchloses Gas. Es ist das einfachste Alkan und der einfachste Kohlenwasserstoff überhaupt, die Summenformel lautet CH4, die C–H-Bindungen weisen in die Ecken eines Tetraeders. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas, Biogas, Sumpfgas und ein wichtiger Bestandteil von Holzgas. Nach Kohlenstoffdioxid ist es das bedeutendste von Menschen freigesetzte Treibhausgas, wobei es 20 bis 30 mal wirkungsvoller ist, allerdings in kleineren Mengen in der Atmosphäre vorkommt. Dort reagiert es mit Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid und Wasser. Dieser Prozess ist allerdings langsam, die Halbwertszeit wird auf 14 Jahre geschätzt. Methan wird als Heizgas verwendet und dient als Ausgangspunkt für viele andere organische Verbindungen. Methan wird bei biologischen und geologischen Prozessen ständig neu gebildet und freigesetzt.
- Niedertemperaturkessel
- acronym of:energiesparende Weiterentwicklung des Heizkessels
Der Niedertemperaturkessel ist eine Weiterentwicklung im Heizungsbau und wird über die Außentemperatur geregelt. Weil der Kessel nachts abgeschaltet werden kann, reduzieren sich Bereitschaftsverluste und Betriebskosten. Zudem kann der Niedertemperaturkessel dauerhaft mit Rücklauftemperaturen von 35 bis 40 Grad Celsius betrieben werden kann, ohne dass Korrosionsschäden durch ausfallendes Kondensat entstehen.
- Normnutzungsgrad
- acronym of:beschreibt einen Wirkungsgrad unter bestimmten Randbedingungen und Besonderheiten des Energieflusses
Der Normnutzungsgrad beschreibt einen Wirkungsgrad unter bestimmten Randbedingungen und Besonderheiten des Energieflusses. Der Normnutzungsgrad bezieht die neue Technik der Brennwertkessel mit modulierender Leistungsregelung (Teillastbetrieb) durch gestufte Teillastbetriebspunkte von 12,8 %, 30,3 %, 38,8 %, 47,6 % und 62,6 % der Nennleistung mit ein. Die Berechnung ist nach DIN 4702 Teil 8 festgelegt für 1. Heizbetrieb, 2. Warmwassererwärmung 3. kombinierter Heizbetrieb mit allerdings nur etwa 5% Anteil Warmwassererwärmung.
- Oberflächenkollektor
- acronym of:häufig verstanden als ein Betonelement, in dessen Innerem sich Kunststoffröhren mit Wärmetragerflüssigkeit befinden
Bei einem Oberflächenkollektor oder -absorber wird häufig ein Betonelement verstanden, in dessen Innerem sich Kunststoffröhren mit Wärmetragerflüssigkeit befinden. Das Betonelement kann verschieden Formen besitzen, z. B. die eines Zaunes oder sogar eines Carprots. Es gibt auch Kollektorelemente, die nur aus Kunsstoffröhren bestehen, also ohne Betonummantelung.. Prinzipiell kann man sagen, dass die Entzugsleistungen dieser Art von Kollektoren wesentlich geringer sind als die von Erdwärmekollektoren, da sie, genau wie Luft/Wasser-Wärmepumpen, direkt von der Aussenlufttemperatur abhängen. Je kälter es also draußen ist, desto schlechter ist die Entzugsleistung.
- Oberflächenverluste
- acronym of:Wärmeabstrahlung über die Außenfläche eines Wärmeerzeugers, die nicht mehr als nutzbare Heizwärme zur Verfügung steht
Heizkessel strahlen über die Außenfläche Wärme an die umgebende Luft ab. Diese Wärmeabstrahlung steht nicht als nutzbare Heizwärme zur Verfügung und wird deshalb als Oberflächenverlust bezeichnet. Jedoch wird dadurch der Raum mitbeheizt, in dem das Heizgerät aufgestellt ist. Befindet sich der Wärmeerzeuger innerhalb der gedämmten Gebäudehülle (z.B. im Wohnraumbereich) und nicht im unbeheizten Keller, wirkt sich dies sogar positiv auf die energetische Bewertung nach Energieeinsparverordnung (EnEV) aus. Der Oberflächenverlust wirkt sich auf den Normnutzungsgrad aus und ist damit ein Faktor für die Wirtschaftlichkeit des Wärmeerzeugers. Moderne Heizgeräte verursachen deutlich weniger Oberflächenverluste als alte Heizkessel.
- Organic Rankine Cycle
- acronym of:Stromerzeugung durch Dampfturbinen mit organischen Flüssigkeiten, die bei einer niedrigen Temperatur verdampfen
Der Organic Rankine Cycle (Abkürzung ORC) ist ein Verfahren des Betriebs von Dampfturbinen mit einem anderen Arbeitsmittel als Wasserdampf. Der Name des Verfahrens geht auf William John Macquorn Rankine (* 1820; † 1872) zurück, einem schottisch-britischen Physiker und Ingenieur. Als Arbeitsmittel werden organische Flüssigkeiten mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur verwendet. Das Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn das zur Verfügung stehende Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle und -senke zu niedrig für den Betrieb einer von Wasserdampf angetriebenen Turbine ist. Dies ist vor allem bei der Stromerzeugung mit Hilfe der Geothermie, der Kraft-Wärme-Kopplung sowie bei Solarteichkraftwerken und Meereswärmekraftwerken der Fall. Die Turbinen werden beispielsweise mit Ammoniak betrieben, das mit 100 °C warmen Tiefenwasser aufgeheizt wird und seine überschüssige Wärme an einen 18 °C kalten Kondensator abgeben kann.
- Ortbetonrammpfahl
- acronym of:auf der Baustelle gegossene Pfähle, die häufig als Erdwärmetauscher fungieren
Ortbetonrammpfahl sind auf der Baustelle gegossene Pfähle, die durch ein Vortreibrohr eingerammt oder einfibriert werden. Häufig werden diese Pfähle mit Schläuchen am Armierungskorb versehen, um so als Erdwärmetauscher zu fungieren. Dieses aktivierte Betonbauteil kann dann dienen, im Winter Wärme aus dem Boden aufzunehmen und im Sommer Kälte an das Erdreich abzugeben. Diese Pfahlart ist für kleinere Durchmesser bis zu 60 Zentimeter geeignet und kann für größere Pfahllängen eingesetzt werden.
- Petrothermie
- acronym of:Wärmegewinnung aus heißem Gestein
Gesteine in größerer Tiefe weisen eine hohe Temperatur auf (Hot Dry Rock). Diese Geothermie kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Um die Wärme dieser Gesteine nutzen zu können, müssen sie von einem Wärmeträger (Wasser) durchflossen werden, der die Energie anschließend an die Oberfläche bringt. Das durch die heißen Gesteinsschichten erhitzte Wasser kann zur Bereitstellung von Industriedampf und zur Speisung von Nah- und Fernwärmenetzen genutzt werden. Besonders interessant ist die Stromerzeugung aus dem heißen Dampf. Hierfür wird das im Untergrund erhitzte Wasser dazu genutzt, eine Turbine anzutreiben. Der geschlossene Kreislauf im Zirkulationssystem steht so unter Druck, dass ein Sieden des eingepressten Wassers verhindert wird und der Dampf erst an der Turbine entsteht.
- Plattenwärmetauscher
- acronym of:aus Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Kammern fließt und so eine Wärmeübertragung stattfindet
Um Trinkwasser einerseits schnell und gleichzeitig während des Durchfließens zu erwärmen, werden Plattenwärmetauscher eingesetzt. Dies sind aus Edelstahlplatten gefertigte Blocks, durch die das zu erwärmende Wasser und das Heizwasser in getrennten Kammern fließt und so eine Wärmeübertragung stattfindet. Ein Anwendungsbeispiel sind Warmwasser-Schichtenspeicher, die das Trinkwasser über einen externen Plattenwärmetauscher erwärmen und in den oberen Speicherbereich laden.
- Plume
- acronym of:ist ein geowissenschaftlicher Fachbegriff, der einen Aufstrom heißen Gesteinsmaterials aus dem tieferen Erdmantel bezeichnet
Mantelplume (kurz auch Plume, aus dem englischen/französischen für „Helmbusch“, „Federschmuck“, „Rauchfahne“) ist ein geowissenschaftlicher Fachbegriff, der einen Aufstrom heißen Gesteinsmaterials aus dem tieferen Erdmantel bezeichnet. Mantelplumes weisen in der Tiefe eine schlanke, schlauchartige Form auf und verbreitern sich bei Erreichen der starren Lithosphäre helmbuschartig bzw. pilzförmig. Im deutschen Sprachraum wird auch der Begriff Plume verwendet, der jedoch fortschreitend durch den internationalen Ausdruck verdrängt wird. An Orten, wo sich das aufströmende Material einen Weg bis an die Erdoberfläche bahnen kann, verursachen Mantelplumes eine besondere Form des Vulkanismus, der nicht an Plattengrenzen gebunden ist, und als Hotspot-Vulkanismus bezeichnet wird. Zum Beispiel beruhen Geysire auf dem Vorhandensein einer Plume.
- Rundsteuerempfänger
- acronym of:filtert die Impulstelegramme aus dem Netz und leitet daraus die gewünschte Steuerinformation ab
Ein Rundsteuerempfänger filtert die Impulstelegramme aus dem Netz und leitet daraus die gewünschte Steuerinformation ab. Der Rundsteuerempfänger kann auch in einem Zähler integriert oder in "Huckepack"-Bauweise auf dem Klemmendeckel eines Zählers montiert sein. Moderne elektronische Rundsteuerempfänger sind heutzutage in der Lage, bei Ausbleiben eines Impulstelegramms (z. B. bei Störungen im Stromnetz) zu lernen und nach einer fest hinterlegten Zeit die gewünschten Steuerinformationen abzuleiten und somit selbstständig vor Ort den oder die Verbraucher zu schalten. Rundsteuerempfänger sind zum Beispiel in jeder Nachtspeicherheizung zu finden.
- Saugbrunnen
- acronym of:Über einen Saugbrunnen (Förderbrunnen) wird das Grundwasser durch eine Unterwasserpumpe der Wärmepumpe zugeführt.
Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen ein oberflächennahes Grundwasservorkommen zur Wärmegewinnung für Heizung und Warmwasserbereitung. Über einen Saugbrunnen (Förderbrunnen) wird das Grundwasser durch eine Unterwasserpumpe der Wärmepumpe zugeführt.
- Schalldämpfer
- acronym of:dämpfen Geräusche in einem Lüftungssystem
In einem Lüftungssystem zur kontrollierten Wohnraumlüftung können durch die installierten Lüftungsleitungen Geräusche von einem Raum zum anderen übertragen werden. Weil dies nicht erwünscht ist, werden im Rohrnetz an den erforderlichen Stellen Schalldämpfer in die Rohrleitungen eingesetzt.
- Schluckbrunnen
- acronym of:Ein Schluckbrunnen führt das Grundwasser wieder in den natürlichen Kreislauf zurück.
Wasser/Wasser-Wärmepumpen nutzen ein oberflächennahes Grundwasservorkommen zur Wärmegewinnung für Heizung und Warmwasserbereitung. Ein Schluckbrunnen führt das Grundwasser wieder in den natürlichen Kreislauf zurück, nachdem ein Teil der Wärmeenergie entzogen wurde.
- Schneckenbohrpfahl
- acronym of:Sonderform eines erdberührten Bauteils
Eine Sonderform eines erdberührten Bauteils ist der Schneckenbohrpfahl für Erdwärmesonden. Nach dem Abteufen der Bohrung durch die Endlosschnecke wird der Beton durch das zentral angeordnete Schneckenrohr (Seele) eingepresst und die Schnecke gleichzeitig gezogen. Der Armierungskorb wird nachträglich eingepresst oder einfibriert.
- Selektivbeschichtung
- acronym of:spezielle Beschichtung, um Strahlungsverluste von Solarkollektoren zu reduzieren
Absorber von Solarkollektoren werden in einem speziellen Verfahren beschichtet, um möglichst wenig Sonnenenergie zu reflektieren. Strahlungsverluste werden somit reduziert, so dass der Kollektor den größtmöglichen Solarertrag erzielen kann.
- Sicherheitsventil
- acronym of:schützen Warmwasserspeicher und Heizkessel gegen das Überschreiten des höchstzulässigen Betriebsdruckes
In einem geschlossenen Behälter steigt der Druck, wenn das darin enthaltene Wasser erwärmt wird. Sicherheitsventile schützen Warmwasserspeicher und Heizkessel gegen das Überschreiten des höchstzulässigen Betriebsdruckes. Bei Speicherwassererwärmern wird das Sicherheitsventil im Kaltwasserzulauf installiert. Kleinere, wandhängende Warmwasserspeicher werden über eine Sicherheitsgruppe mit integriertem Sicherheitsventil angeschlossen. Wird der Ansprechdruck erreicht, öffnet das Sicherheitsventil und baut so den Überdruck wieder ab. In Solarthermie-Anlagen leitet ein Sicherheitsventil im Fall einer Betriebsstörung Solarflüssigkeit in einen Auffangbehälter ab.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe
- acronym of:nutzt die Wärme einer Sole, meistens ein Wasser-Glycol-Gemisch, welches in einem geschlossenen Kreislauf z. B. Erdwärmesonden zirkuliert
Die Vertreter der Wärmepumpen-Typen Sole/Wasser haben sich bisher am meisten verbreitet, weil sie wegen der ganzjährig ausreichend vorhandenen Erdwärme monovalent, also ohne weiteren Wärmeerzeuger betrieben werden können. Das Wärmeträgermedium auf der Seite der Wärmequelle ist ein Wasser-Frostschutzmittel-Gemisch (Sole). In einem geschlossenen Kreislauf nimmt die Wärmepumpe die Wärme über ein horizontal oder vertikal im Erdreich verankertes PE-Rohr auf und gibt sie über einen Wärmetauscher an den Kältekreislauf der Wärmepumpe ab. Nutzt man eine Direktverdampfungstechnik, so kann auf einen Wärmetauscher zwischen Wärmequellenkreis und Wärmepumpe verzichtet werden. Bei diesem Verfahren werden zur Nutzung der Erdwärme Horizontal-Kollektoren aus Kupferrohr verlegt, in denen das Kältemittel aus der Wärmepumpe zirkuliert. Vorteil dieser Technologie: Durch den Wegfall eines Wärmetauschers treten weniger Verluste auf und eine separate Pumpe zum Antrieb des Wärmequellen-Kreislaufs ist nicht mehr notwendig, weil die Verdichtereinheit der Wärmepumpe diese Aufgabe bewältigt. Die meisten kleinen oder mittleren Sole/Wasser-Wärmepumpen haben einen Verdichter, der mit einer Scroll-Technologie sehr leise und wartungsarm arbeitet. Auf der Heizkreisseite dieser Wärmepumpen-Typen wird die Energie über einen Wärmetauscher an Heizkörper oder eine Fußbodenheizung abgegeben. Sole/Wasser-Wärmepumpen befinden sich normalerweise im Haus, doch bei beengten Platzverhältnissen können entsprechende Geräte auch außen aufgestellt werden. Für ein Einfamilienhaus ist mit einer Aufstellfläche von ca. einem Quadratmeter für die Wärmepumpe zu rechnen.
- Sorptions-Wärmepumpe
- acronym of:funktioniert nach dem physikalisch-chemischen Vorgang der Absorption und Adsorption
Eine weitere Wärmepumpen-Bauart sind die Sorptions-Wärmepumpen. Sie funktionieren nach dem physikalisch-chemischen Vorgang der Absorption, bei dem eine Flüssigkeit oder ein Gas von einer anderen Flüssigkeit aufgenommen wird. Beim ebenfalls chemisch-physikalischen Vorgang der Adsorption wird eine Flüssigkeit an der Oberfläche eines Festkörpers festgehalten. Dies geschieht unter bestimmten Bedingungen durch physikalische Einwirkungen wie Druck oder Temperatur. Sorptionsvorgänge sind reversibel. Das Prinzip der Sorption macht sich etwa bei der Kohlensäure bemerkbar, die im Mineralwasser absorbiert (gelöst) und beim Öffnen der Flasche durch die Verringerung des Drucks wieder frei wird. Das Filtern von Gerüchen und Schadstoffen aus der Atemluft durch Aktivkohle folgt dem Prinzip der Adsorption. Diese Wärmepumpen-Bauarten lassen sich noch in Absorptions- und Adsorptions-Wärmepumpen unterteilen.
- Stahlbeton-Hohlpfähle
- acronym of:werden in der Regel mit kreisrunden Querschnitten mit Durchmessern von 30 bis 60 Zentimeter als Hohlpfähle im Werk hergestellt
Stahlbeton-Hohlpfähle für Erdwärmesonden werden in der Regel mit kreisrunden Querschnitten mit Durchmessern von 30 bis 60 Zentimeter als Hohlpfähle im Werk hergestellt. Nach dem Transport auf die Baustelle werden die Pfähle eingerammt und vor dem Ausgießen des Hohlraums mit Beton werden die Wärmetauscherrohre eingebaut. Micropfähle Erdwärmesonden von geringem Durchmesser sind Micropfähle aus Stahl- oder Gussrohren die eingerammt und dann ausbetoniert werden. Oder es wird durch Verpressen von Zementmörtel ein Verbund mit dem umliegenden Erdreich hergestellt. Vor dem Ausgießen der Pfähle werden die Wärmetauschersonden eingebaut.
- Stahlbeton-Rammpfähle
- acronym of:werden mit quadratischen Querschnitten von 30/30 Zentimeter bis 40/40 Zentimeter hergestellt
Stahlbeton-Rammpfähle als Erdwärmesonden werden mit quadratischen Querschnitten von 30/30 Zentimeter bis 40/40 Zentimeter hergestellt. Die Längen betragen bis zu 14 Meter. Nach dem Transport auf die Baustelle werden die Pfähle eingerammt. Diese Erdwärmesonden können nur mit maximalen Längen von 14 Metern produziert und gerammt werden. In vielen Fällen sind die Fundierungstiefen jedoch wesentlich tiefer und das vorhandene Energiepotenzial ist in den tieferen Schichten höher. Um diese Energie zu gewinnen, wurden Pfahlverbindungen entwickelt, durch die Vor- und Rücklaufleitungen hindurchgeführt werden können.
- Strömungssicherung
- acronym of:fester Bestandteil Bei raumluftabhängigen, kamingebundenen Gas-Wandheizgeräten mit atmosphärischen Gasbrennern, um Abgasverluste zu begrenzen
Bei raumluftabhängigen, kamingebundenen Gas-Wandheizgeräten mit atmosphärischen Gasbrennern ist die Strömungssicherung fester Bestandteil, auch, um Abgasverluste zu begrenzen. Als Bindeglied zwischen Gas-Heizgerät und Abgasrohr gewährleistet die Strömungssicherung (auch Zugunterbrecher genannt) die einwandfreie Verbrennung unabhängig von zu starkem Zug, Stau oder Rückstrom im Schornstein. Eine Abgasüberwachungseinrichtung verhindert, dass über die Strömungssicherung zu große Abgasmengen in den Raum austreten können.
- Temperaturgradient
- acronym of:bezeichnet einen räumlichen Temperaturunterschied, der durch einen mathematischen Gradienten beschrieben wird
Als Temperaturgradienten bezeichnet man einen räumlichen Temperaturunterschied, der durch einen mathematischen Gradienten beschrieben wird. Der Temperaturgradient ist üblicherweise in alle drei Raumrichtungen ausgeprägt und gibt daher den Temperaturunterschied in x-, y-, und z-Richtung an. Für spezielle Anwendungen ist jedoch auch nur ein zwei- oder gar eindimensionaler Temperaturgradient von Belang, wobei sich dieser auch wesentlich einfacher auf mathematischem Wege beschreiben lässt. Der Temperaturgradient ist ein wesentlicher Bestandteil vieler technischer Fragestellungen, zum Beispiel der Diffusion, Wärmeleitung, Wärmestrahlung oder Konvektion. In der Meteorologie ist der atmosphärische Temperaturgradient von entscheidender Bedeutung. In der Geologie und besonders in der Geothermie spielt der Temperaturgradient der Erdkruste, die so genannte geothermische Tiefenstufe eine wichtige Rolle.
- Transmissionswärmeverlust
- acronym of:Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz.
Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Es gilt: je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) liegen die zulässigen Höchstwerte zwischen 1,55 (große Nichtwohngebäude mit Fensterflächenanteil über 30%) und 0,44 W/(m²× K) (kleine Gebäude).
- Verdichter
- acronym of:verkleinert das Volumen eines Gases, das sich dadurch erhitzt
Allgemein gilt: Verkleinert man das Volumen eines Gases, so spricht man von Verdichten bzw. Komprimieren. Entsprechende Geräte nennt man dann Verdichter oder Kompressoren. Bei Verdichtungsvorgängen wird ein vorhandenes Ansaugvolumen mit dem Betriebsdruck zu einem kleineren Volumen zusammengepresst. In dem kleineren Volumen herrscht ein erhöhter Druck, und das Gas erwärmt sich. Für Verdichtungsvorgänge gilt bei konstant bleibender Temperatur das Boyle-Mariottesche Gesetz. Es werden grundsätzlich zwei Funktionsweisen unterschieden. Zum einen der Turboverdichter für große Volumenströme, zum anderen die Kolbenverdichter bei kleinem Durchsatz. Der Verdichter ist ein wesentliches Funktionselement der Wärmepumpe.
- Verockerung
- acronym of:Ablagerungen, die durch die chemische Reaktion häufig von Eisen und Mangan mit Sauerstoff entstehen
Nach einer gewissen Betriebsdauer einer Brunnenwassernutzung bilden sich nach und nach sogenannte Verockerungen, die man zwischen inneren‚ und äußeren Ablagerungen unterscheidet. Um diese Verockerungen zu entfernen wird eine sogenannte Brunnenregenerierung angestrengt, deren Zweck es ist, nicht nur die optisch sichtbaren inneren Ablagerungen sondern vor allem die hinter der Verrohrung liegenden äußeren Ablagerungen zu entfernen um einen nachhaltigen Reinigungserfolg und somit eine Leistungssteigerung des Brunnens zu erzielen. Als Möglichkeiten stehen viele verschiedene mechanische und mechanisch-chemische Regenerierverfahren zur Verfügung welche nach folgendem Prinzip funktionieren:
- Trennung: Aufhebung des Verbundes zwischen Ablagerungen und Filterkies bzw. Filterrohr
- Austrag: Parallel zur Trennung ist das gleichzeitige Auspumpen der (ab-)gelösten Ablagerungen aus dem Brunnen notwendig
- Kontrolle: Überwachung des Regenerierungsfortschrittes.
- Vuilleumier-Wärmepumpe
- acronym of:wird mit Erdgas betrieben und arbeitet in einem thermisch angetriebenen regenerativen Gas-Kreisprozess mit dem Arbeitsmedium Helium
Die Vuilleumier-Wärmepumpe ist benannt nach dem französischen Ingenieur Rudolph Vuilleumier, der 1918 in USA für seine Erfindung ein Patent erhielt. Die Vuilleumier-Wärmepumpe wird mit Erdgas betrieben. Sie arbeitet in einem thermisch angetriebenen regenerativen Gas-Kreisprozess mit dem Arbeitsmedium Helium. Beim Vuilleumier-Verfahren können zwei Wärmequellen mit jeweils unterschiedlichem Temperaturniveau genutzt werden. Angetrieben wird der Kreisprozess über einen Gasbrenner und als zweite Wärmequelle wird über einen Wärmetauscher beispielsweise die Wärme der Außenluft genutzt. Vorteil des Verfahrens: Selbst bei Außentemperaturen von minus 20 °C sind Vorlauftemperaturen von 75 °C erreichbar, so dass sie auch für ältere Gebäude einsetzbar sind. Derzeit erprobte Systeme zeigen, dass gegenüber der Gas-Brennwerttechnik Einsparungen in der Primärenergie von bis zu 44 Prozent möglich sind. So lassen sich Vuilleumier-Wärmepumpen durchaus für einen Bereich zwischen 15 und etwa 45 kW thermischer Leistung entwickeln. Damit sind Vuilleumier-Wärmepumpen im Vergleich zu Kompressions- oder Absorptionspumpen energetisch eine interessante Alternative - allerdings haben diese Wärmepumpen-Bauarten nach dem Vuilleumier-Verfahren die Serienreife noch nicht erlangt.
- Warmluftheizung
- acronym of:die benötigte Wärmemenge wird über Luft in die Wohnräume eingebracht
Die Warmluftheizung beruht darauf, dass Räume eines Hauses in Luftqualitäts- und Temperaturzonen eingeteilt werden. In der Frischluftzone werden zum Beispiel Schlaf- und Kinderzimmer mit Frischluft versorgt. Dabei wird die Außenluft angesaugt, gefiltert, mit unterschiedlichen Verfahren aufgeheizt und in die Frischlufträume geführt. Frischluft, die tagsüber nicht verbraucht wurde, strömt aus diesen Räumen in den Flur oder ins Treppenhaus, wo sie erneut angesaugt, gefiltert, aufgeheizt und wieder in den Wohnbereich geleitet wird. Wichtige Voraussetzung für eine Warmluftheizung ist, dass die Heizlast unter 10W/Quadratmeter liegt. Bei höheren Heizlasten kann die Luft die benötigte Wärmemenge nur bei erhöhten Zulufttemperaturen und/oder erhöhtem Luftwechsel transportieren.
- Warmwasser-Schichtenspeicher
- acronym of:erbringt mehr Warmwasserleistung bei gleichzeitig weniger Platzbedarf
Mehr Warmwasserleistung bei gleichzeitig weniger Platzbedarf ist ein wesentliches Merkmal der Schichtenspeicher-Technologie. Gegenüber Speicherwassererwärmern mit Wärmeübertragung über Rohrschlangen ist die Aufheizzeit kürzer. Über einen außerhalb des Behälters montierten Plattenwärmetauscher wird das Wasser erwärmt und von oben in den Speicher geladen. So steht sofort nach Beginn der Speicherladung warmes Wasser zur Verfügung.
- Wärmedämmverbundsystem
- acronym of:ist ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußenwänden
Ein Wärmedämmverbundsystem (abgekürzt WDVS) ist ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudeaußenwänden. Das Dämmmaterial (Dämmstoff) wird in Form von Platten oder Lamellen mit Hilfe von Kleber und/oder Dübel (Tellerdübel) auf dem bestehenden Untergrund (zum Beispiel Ziegel, Kalksandstein, Beton, …) befestigt und mit einer Armierungsschicht versehen. Die Armierungsschicht besteht aus einem Armierungsmörtel (Unterputz), in dem ein Armierungsgewebe eingebettet wird. Das Armierungsgewebe ist im oberen Drittel der Armierungsschicht angeordnet. Den Abschluss des Systems bildet ein Außenputz (Oberputz), der je nach Anforderung oder gestalterischen Aspekten noch gestrichen wird.
- Wärmepumpenkühlung
- acronym of:reversible Wärmepumpen nutzen den Umkehr des Kühlmittelkreislaufs zur Kälteerzeugung
Eine Kühlung ist auch durch Wärmepumpen möglich. In Deutschland kaum bekannt, ist sie in den USA dagegen weit verbreitet. Reversible Wärmepumpen unterscheiden sich von rein wärmeerzeugenden Wärmepumpen vor allem darin, dass sie - je nach Zustand - entweder das Wärmen oder das Kühlen verbessern. Wichtig ist jedoch immer der Taupunkt, der bei einer Unterschreitung zur Bildung von Feuchte und somit Schimmel führen kann. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung kann neben der Regelungstechnik für Sicherheit sorgen.
- Wärmepumpenkennzahl
- acronym of:Leistungszahl und Jahresarbeitszahl sind die wichtigsten Wärmepumpenkennzahlen
Leistungszahl und Jahresarbeitszahl sind die wichtigsten Wärmepumpenkennzahlen. Die Leistungszahl gibt das Verhältnis zwischen der Wärmeleistung, die ans Heiznetz abgegeben wird und der aufgenommenen elektrischen Leistung der Wärmepumpe an. Die Leistungszahl gilt jedoch nur für einen bestimmten Betriebspunkt, sie ändert sich permanent je nach Quellen- und Heizungsvorlauftemperatur. Die wichtigere Wärmepumpenkennzahl ist jedoch die Jahresarbeitszahl, da diese über ein Jahr hinweg das Verhältnis zwischen abgegebener Wärmemenge (Heizwärme) und zugeführter Energie (Antriebsenergie) und enthält auch die anteilige Leistungen der Umwälzpumpen.
- Zirkulationsleitung
- acronym of:gewährleistet einen stängigen Umlauf warmen Wassers, um an jeder Entnahmestelle sofort warmes Wasser zu haben
Bei größerer Entfernung zwischen Warmwasserbereiter und Entnahmestelle (z.B. Waschbecken, Dusche, Küchenspüle) läuft zunächst abgekühltes Warmwasser aus der entsprechend langen Rohrleitung aus, bis wieder warmes Wasser ansteht. Deshalb wird in Installationen mit längeren Leitungsstrecken parallel zur Warmwasserleitung eine Zirkulationsleitung verlegt. Eine Umwälzpumpe hält die Warmwasser-Zirkulation im ständigen Umlauf. Damit steht auch an entlegenen Zapfstellen sofort warmes Wasser zur Verfügung. Dem geringeren Wasserverbrauch steht die Energie zur Vorhaltung des warmen Wassers entgegen.
- Zuluftventile
- acronym of:versorgen Wohn- und Schlafräume mit individuell temperierter Frischluft
Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung versorgen über Zuluftventile Wohn- und Schlafräume mit individuell temperierter Frischluft. Abluftventile führen verbrauchte Luft aus Bad, WC und Küche ab. Die Rohranschlüsse für die Ab- und Zuluftventile werden vorzugsweise im Deckenbereich installiert. In Neubauten können für das Ab- und Zuluftsystem auch Lüftungsgitter in der Bodenkonstruktion integriert sein. Zuluftauslässe und Abluftelemente sollten so angeordnet werden, dass im Raum keine Zugerscheinungen entstehen können.
"Glossar" wurde am 08.07.2009 verfasst
