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Günstige LED-Lampen im Qualitäts-Test

Sind günstige LED-Lampen schlechter? Nein, sagt topprodukte.at, die jetzt die Qualität von LED-Lampen in der Preisklasse von 4 bis 7 Euro getestet haben. Vor allem LEDs im Birnen- oder Kerzenformat können locker mit teuren Marken-LED mithalten.

Teuer ist nicht immer besser! Auch günstige LED-Lampen bieten gute Qualität, wie der neue topprodukte.at-Test beweist. (Foto: energie-experten.org)

Teuer ist nicht immer besser! Auch günstige LED-Lampen bieten gute Qualität, wie der neue topprodukte.at-Test beweist. (Foto: energie-experten.org)

In den Leuchtmittelregalen der Baumärkte und Supermärkte überwiegen schon heute die LEDs. Ab September 2018 sind auch die meisten Halogenlampen verschwunden. Eine Umstellung auf eine LED-Beleuchtung hat viele Vorteile: Mit der Umstellung auf LED-Lampen senken Haushalte nicht nur ihren Stromverbrauch für die Beleuchtung um bis zu 80 Prozent, sie haben auch mehr Möglichkeiten, ihre Räume zu gestalten.

Aufgrund der steigenden Nachfrage sind die Preise für LED-Lampen kontinuierlich gesunken. Die Vermutung liegt nahe, dass dies Auswirkungen auf ihre Qualität haben könnte. Daher hat nun die österreichische Energieagentur im Rahmen des klimaaktiv-Programms topprodukte.at untersucht, ob der günstige Preis sich auf die Produktqualität niederschlägt. Getestet wurden insgesamt elf LED-Lampenmodelle im unteren Preissegment von 4 bis 7 Euro.

Der Test umfasste LED-Produkte der Marken Lightway, Esto, ISY, Eglo, Voltolux und Obi Led mit den Fassungen E27 (Birnen), E14 (Kerzen) und GU10 (Spots). Die Helligkeit (Lichtstrom) der LEDs lag zwischen 235 und 810 Lumen, das entspricht Glühbirnen mit einer Leistung von rund 30 Watt bis 60 Watt. Getestet wurden die Helligkeit, Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur, Farbwiedergabe und Energieeffizienz der Produkte.

Lampenhelligkeit (Lichtstrom) im Test

Die Mehrzahl der getesteten Produkte entsprach den von den Herstellern angegebenen Werten. Zwei Produkte von Lightway – eine E14-Kerze und eine E27-Birne – gaben rund 14 % mehr Licht ab als angegeben. Mehr Licht als deklariert kann dann unerwünscht sein, wenn beispielsweise unterschiedliche Produkte in einer offenen Leuchte kombiniert werden, da dann eine unterschiedliche Helligkeit der sichtbaren Lampen gegeben ist.

Zwei Produkte, die GU10-Spots von Lightway und von Voltolux, gaben rund 14 % weniger Licht als deklariert; gemäß EU-Gesetzgebung sind Abweichungen von maximal 10 % akzeptabel. Deutlich geringere Helligkeiten als deklariert und vom Konsumenten erwartet sind ungünstig, zumal die Lampenhelligkeit auch während der Lebensdauer sukzessiv abnimmt.

Lichtfarbe (Farbtemperatur) im Test

Die auf der Lampenverpackung deklarierte Farbtemperatur oder Lichtfarbe gibt darüber Auskunft, ob eine Lampe warmweißes, neutralweißes oder kaltweißes Licht abgibt.

Die Herstellerangaben zur Farbtemperatur reichten von 2.700 Kelvin (K) bis 3.000 Kelvin (K). Für eine dezente Hintergrundbeleuchtung, etwa in Wohnräumen, sind niedrige Farbtemperaturen bzw. warmweiße Lichtfarben zu empfehlen. Farbtemperaturen von 3.000 Kelvin gehen bereits in die Richtung von neutralweißem Licht und eignen sich eher für die Beleuchtung von Arbeitsbereichen wie Schreibtisch oder Küche.

Sämtliche Lampenmodelle entsprachen hinsichtlich der Lichtfarbe den Herstellerangaben.

Farbwiedergabe im Test

Die Farbwiedergabe (Ra) einer Lampe ist ausschlaggebend dafür, wie gut und natürlich die Farben der Umgebung wiedergegeben werden. Die Performance der verschiedenen Lampenmodelle reicht hier von „durchschnittlich“ mit einem Ra-Wert von etwas über 80 bis zu „sehr gut“ mit Ra >90 – erreicht von dem Lightway GU10-Spot und der Lightway E14-Kerze.

Energieeffizienz im Test

Die meisten Produkte erzielten hinsichtlich ihrer Energieeffizienz und des Stromverbrauchs für die Beleuchtung ansprechende Werte von rund 80 bis 90 Lumen/Watt. Mit nur rund 53 bzw. 63 Lumen/Watt schnitten zwei der GU10-Spots doch relativ schlecht ab. Nur eine Spotlampe erreichte annähernd 80 Lumen/Watt.

Sehr gut schnitt die E14-Kerze von Voltolux ab, welche einen Wert von 101 Lumen/Watt erzielte. Das beste Resultat gab es für die Lightway Filament-LED, für welche 123 Lumen/Watt ermittelt wurden.

Fazit und Empfehlung

Wer Leuchtmittel im Retro-Design schätzt, ist mit Filament-Lampen gut beraten. Bei diesen Modellen sind die LED-Leuchtfäden zu sehen, sie ähneln in ihrem Aussehen den herkömmlichen Glühbirnen. Das entsprechende Produkt von Lightway schafft mehr als 120 Lumen/Watt und weist zudem auch eine sehr gute Farbwiedergabe von Ra >90 auf. Bei Filament-Lampen ist allerdings zu bedenken, dass dieser Lampentyp potenziell auch blendet und eher nur dort eingesetzt werden sollte, wo kein direkter Blickkontakt zur Lampe besteht.

Im Bereich Kerzen können beide getesteten Produkte von Lightway und Voltolux empfohlen werden. Bei GU10-Spots entspricht hinsichtlich Helligkeit hingegen nur das Modell von ISY ausreichend der Herstellerdeklaration. Das Produkt von Lightway zeigt zwar eine gute Farbwiedergabe, kann jedoch in Punkto Helligkeit und Effizienz nicht überzeugen.

Das Fazit: Insbesondere bei LEDs in Birnen- oder Kerzen-Format werden heute auch im Billigsegment gute Produkte angeboten. Bei den getesteten Spotlampen vielen die Ergebnisse schwächer aus. Die Wahl des geeigneten Produkts hänge dem Experten zu Folge hauptsächlich vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Von den getesteten Produkten könnten laut topprodukte.at grundsätzlich all jene empfohlen werden, die nicht deutlich weniger Licht geben als vom Hersteller deklariert.

Die Testergebnisse im Detail können » hier kostenfrei auf topprodukte.at aufgerufen werden.

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"Günstige LED-Lampen im Qualitäts-Test" wurde am 02.11.2017 verfasst