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Projekt-Bericht: Mehrfamilienhaus-Sanierung mit Lüftungsfenstern

Um die Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Franken so schnell und unkompliziert wie möglich zu gestalten, entschied sich die Baugenossenschaft für Lüftungsfenster von Rehau. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie man EnEV-Anforderungen und Mieterinteressen bei der Sanierung von Mietshäusern vereinen kann.

Bei den Bauarbeiten am Mehrfamilienhaus waren dank der Integration der Fensterlüfter direkt in den Fensterrahmen keine zusätzlichen Stemm- und Bohrarbeiten am Mauerwerk nötig. (Foto: REHAU)

Bei den Bauarbeiten am Mehrfamilienhaus waren dank der Integration der Fensterlüfter direkt in den Fensterrahmen keine zusätzlichen Stemm- und Bohrarbeiten am Mauerwerk nötig. (Foto: REHAU)

Nach wie vor müssen in Deutschland zahlreiche Mietshäuser, die zum Teil noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen, dringend energetisch saniert werden. Dabei müssen u.a. entsprechend der EnEV (§6 Dichtheit) die Anforderungen an einen Mindestluftwechsel in dichten Gebäudehüllen sichergestellt werden. Dies macht dann einen aufwändigen Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nötig.

Bei der Sanierung eines Mehrfamilienhauses im oberfränkischen Schwarzenbach an der Saale, ein typisches Gebäude aus den 1960er Jahren, wurde nun eine unkomplizierte Lösung gewählt. Bei der Sanierung der vier abgeschlossenen Wohneinheiten mit jeweils einer Größe von ca. 70 m2 entschied sich die Baugenossenschaft Schwarzenbach a. d. Saale eG für Fenster mit integrierter Lüftung.

Prinzip der GENEO INOVENT-Fensterlüfter

Zum Einsatz kam das Lüftungssystem GENEO INOVENT von Rehau, das pro Fenster jeweils zwei in den Kunststoff-Fensterrahmen integrierte Fensterlüfter besitzt. Während jeweils ein Lüfter des Lüfterpaares die verbrauchte Innenluft ansaugt und sie nach außen abführt, saugt der andere frische Außenluft an und führt sie in den Wohnraum.

Mittels eines Wärmetauschers beträgt die maximale Wärmerückgewinnung über die Lüftung 71 Prozent. Der größtmögliche Luftaustausch liegt bei 30 m3 pro Stunde und Fenster. Die Intensität des Luftstroms kann von den Bewohnern direkt am Fensterlüfter in vier Abstufungen individuell reguliert werden.

Vorteile einer Sanierung mit Lüftungsfenstern

Der Einbau von Lüftungsfenstern bietet neben der Erfüllung der EnEV-Anforderungen noch weitere Vorteile insbesondere bei der Altbausanierung von Mehrfamilienhäusern. „Der Einbau einer herkömmlichen Lüftung direkt in die Decke wäre aufwendig und mit viel Lärm und Schmutz für die Bewohner verbunden gewesen. Außerdem sind herkömmliche Lüftungssysteme oft schimmelanfällig, insbesondere in Feuchträumen wie Bäder und Küchen“, erklärt Projektleiter und Vorstand der Baugenossenschaft Günter Piffl.

Ein weiterer Vorteil ist das schalldämmende Funktionsprinzip, das eine Lüftung auch bei geschlossenem Fenster erlaubt. Das Eigengeräusch der beiden Fensterlüfterpaare ist mit 20 dB(A) nahezu nicht wahrzunehmen. Darüber hinaus sind geschlossene Fenster der optimale Schutz vor Einbrechern, da sich diese stets den leichtesten und schnellsten Zugang zu einem Gebäude suchen wie offene und gekippte Fenster. Ein weiteres Argument für Lüftungsfenster wie das GENEO INOVENT, ist ein in den Fensterrahmen integrierter Grobstaubfilter der Klasse G3. Dieser Lüftungsfilter filtert einen Großteil an Pollen aus der einströmenden Außenluft.

Umgewöhnung im Fenster-Lüftungsverhalten nötig

Abgeschlossen war die Sanierung des Mehrfamilienhauses in Schwarzenbach im August 2016. Im Anschluss erfolgte eine gründliche Einweisung der Bewohner in die Funktion des dezentralen Wohnraumlüftungssystems durch die Baugenossenschaft. Günter Piffl: „Gerade ältere Menschen, wie es viele unserer Bewohner sind, öffnen gerne das Fenster. Diese mussten mit dem Gebrauch ihrer neuen Fensterlüfter erst vertraut gemacht werden, damit sie ihre Vorzüge auch vollständig ausspielt.“

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"Projekt-Bericht: Mehrfamilienhaus-Sanierung mit Lüftungsfenstern" wurde am 07.10.2016 verfasst