Letzte Aktualisierung: 15.03.2022

Dachbegrünung: Aufbau, Varianten und Kosten im Überblick

Immer mehr begrünte Dächer zieren die Häuser vom Dorf bis zu den Großstädten. Dahinter steht jedoch nicht nur der ästhetische Aspekt, sondern vor allem das Bestreben nach Klimaschutz und ökologischem Bauen. Die Pflanzen verbessern die Luftqualität, isolieren die Gebäude, schaffen Lebensraum für Vögel und Insekten und sparen am Ende sogar Kosten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Dachbegrünungen wird zwischen intensiv und extensiv begrünten Dächern unterschieden.
  • Flachdächer gelten als ideal. Auf diesen (nahezu) ebenen Flächen eignet sich jede Form der Dachbegrünung.
  • Ein durchdachtes Regenwassermanagement schafft die Balance zwischen einem Zuviel und Zuwenig an Wasseraufkommen.
  • Laut Bundesverband GebäudeGrün kann schon 1 m2 extensives Dachgrün bis zu 1,2 kg CO2 pro Jahr absorbieren.
  • Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Dachbegrünungen förderfähig.
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Definition: Was ist extensive, was intensive Begrünung?

Eine Dachbegrünung sieht ästhetisch aus und gibt der bebauten Umgebung ein wenig Natürlichkeit zurück. Daneben gibt es aber noch viele weitere gute Gründe für ein begrüntes Dach: Die Pflanzen reinigen die Luft, da sie Feinstaub und Luftschadstoffe herausfiltern und zugleich Sauerstoff produzieren. Das Substrat speichert Regenwasser und entlastet die Kanalisation.

Im Winter wirken Dachbegrünungen wie eine zweite isolierende Haut und helfen, Heizenergie zu sparen. Im Sommer halten sie die darunterliegenden Räume kühler, da auf der bepflanzten Dachfläche Feuchtigkeit langsamer verdunstet, und die Pflanzen schattierend wirken. Während sich schwarze Bitumenpappe und Kiesdächer bei Hitze bis zu 80 Grad Celsius aufheizen können, betragen die maximalen Temperaturen bei professionell bepflanzten Dächern nur etwa 20 bis 25 Grad. Daneben sind Gründächer auch lärmreduzierend.

Und: Der Pflanzenteppich bietet sogar in der Stadt einen sicheren Lebensraum für zahlreiche Insekten oder bodenbrütende Vögel. So sind Dachbegrünungen besonders im urbanen Raum ein wertvoller Beitrag zu Natur- und Umweltschutz.

Allein im Jahr 2020 kamen in Deutschland fast 8.000.000 m2 Dachbegrünung hinzu, so die Bilanz des „Marktreports Gebäudegrün 2020“ des Bundesverbands GebäudeGrün e.V. (BuGG).

Die Gebäudebegrünung ist also bei weitem kein „Nischenprodukt” mehr. Ganz im Gegenteil: Im Zuge der Maßnahmen für eine erfolgreiche Energiewende spielen Dach- und Fassadenbegrünungen eine zentrale Rolle.

Tabelle: Alle Vorteile und Nachteile einer Dachbegrünung im Überblick
Vorteile einer Begrünung von Dächern Nachteile einer Begrünung von Dächern
+ Dämmung: Heizkostenersparnisse durch den speziellen Schichtaufbau. – Anschaffungskosten: Das Anlegen eines Gründaches ist mit Kosten verbunden.
+ Hitzeschild: Das Dach wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. – Aufwand: Die Dachbegrünung muss regelmäßig gepflegt werden.
+ Dachschutz: Längere Haltbarkeit durch Schutz vor UV-Strahlung, Verwitterung und Beschädigung. – Feuchtigkeitsschäden: Die Drainageschichten müssen überschüssiges Regenwasser sicher ableiten können.
+ Klimaschutz: Lebensraum für Vögel und Insekten, Luftreinigung und Sauerstoffproduktion.
+ Schallschutz: Erhöhter Schallschutz durch eine gute Schallabsorption der Vegetation.
+ Filterung: Luftschadstoffe und Feinstaub werden von den Pflanzen aus der Luft gefiltert.
+ Wasserrückhaltung: Entlastung der Siedlungsentwässerung und Kläranlagen.
+ Stadtklima: Höhere Luftqualität sowie Reduktion der Aufheizung dank pflanzlich versiegelter Flächen.
+ Kohlendioxid-Reduktion: 1 qm extensives Dachgrün absorbiert jährlich rund 1,2 kg Kohlendioxid.  
+ Nutzfläche: Gezielte Nutzung für urbane Landwirtschaft oder als Aufenthaltsort.
+ PV-Anlagen: Steigerung des Wirkungsgrades durch kühlenden Effekt des Gründaches.
+ Optik: Ein Gründach wertet die Optik des Gebäudes deutlich auf.

Mit der Entscheidung, ein eigenes Gründach anzulegen, ist die Nachfrage nach einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung empfehlenswert. Anlaufstelle ist hierbei das örtliche Bauamt.

Bei Dachbegrünungen differenziert man zwischen intensiv und extensiv begrünten Dächern. Diese unterscheiden sich in erster Linie im Bodenaufbau: Bei der intensiven Dachbegrünung wird ein regulärer, naturnaher Bodenaufbau angewandt während bei extensiven Begrünung einzig ein geeignetes Substrat zum Einsatz kommt.

Intensiv begrünte Dächer

Intensiv begrünte Dächer sind aktiv angelegte Gründächer, die sich gezielt nutzen lassen. Folgende Nutzungen werden häufig praktiziert:

  • Dachgarten
  • urbane Landwirtschaft ("Urban Gardening")
  • kleine Parkanlage mit Wegen und Bänken
  • pflegeintensivere Bepflanzung, etwa mit Sträuchern, Gräsern, kleinen Bäumen und üppigen Stauden

Intensive Dachbegrünungen erfordern je nach Bepflanzung eine Substrathöhe zwischen ca. 12 bis 40 cm und sollten vorzugsweise durch einen Fachbetrieb angelegt werden. Aufgrund des professionell durchgeführten Schichtaufbaus, der beachtlichen Substrathöhe und der Pflanzen ist diese Art der Dachbegrünung vergleichsweise teuer und pflegeintensiv.

Extensiv begrünte Dächer

Bei extensiv begrünten Dächern handelt es sich um besonders pflegeleichte Gründachsysteme mit robusten und winterharten Pflanzen, wie beispielsweise

  • Sedumpflanzen,
  • Kräuter,
  • Gräser,
  • Bodendecker und
  • niedrige Stauden.

Die Substratschicht bei extensiven Dachbegrünungen beträgt nur etwa 8 bis 12 cm, da die Bepflanzungen nicht so starke Wurzeln haben und diese Form des Gründaches nicht als Aufenthaltsort für Menschen, sondern nur als Lebensraum für Tiere vorgesehen ist.

Mit entsprechendem Wissen kann die Bepflanzung in Eigenregie durchgeführt werden. Ein extensiv begrüntes Dach ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung und bedarf in den Folgejahren wenig Aufwand, Pflege und Kosten.

Unterschiede zwischen intensiv und extensiv begrünten Dächern
  Extensiv begrüntes Dach Intensiv begrüntes Dach
Pflegeaufwand Gering Mittel bis hoch
Zusatz-Bewässerung Nicht erforderlich Regelmäßig nötig
Schichtdicke des Substrats Etwa 8 bis 12 cm Etwa 12 bis 40 cm
Bepflanzung Moos-Sedum bis Gras-Kraut-Begrünung Rasen, Stauden, Sträucher und Bäume
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Bauliche Voraussetzungen für Gründächer

Nicht jedes Dach eignet sich für eine Bepflanzung. Im Vorwege sind folgende Punkte zu beachten:

Hält das Dach der zusätzlichen Belastung stand? Eine extensive Dachbegrünung wiegt pro Quadratmeter rund 50 bis 150 kg. Eine intensive Begrünung bedeutet ein zusätzliches Gewicht von mindestens 200 kg/m2. Vor der Realisierung sollte demnach die Statik von einem Experten überprüft werden.

Ob bei Neubauten oder Altbauten, ob beim kleinen Gartenschuppen oder beim riesigen Gebäudekomplex – eine Dachbegrünung ist (auch nachträglich) immer dann umsetzbar, wenn Statik und Dachkonstruktion diese zusätzliche Belastung erlauben. Eine Begrünung bietet sich überwiegend bei folgenden Dachformen an:

  • Flachdach: Flachdächer gelten als ideal. Auf diesen (nahezu) ebenen Flächen kann jede Form der Dachbegrünung stattfinden.
  • Umkehrdach: Ein Umkehrdach stellt eine besondere Form des Flachdachs dar. Allerdings gibt es einen bedeutenden Unterschied zum gewöhnlichen Flachdach: Der Aufbau von Wärmedämmung und Abdichtung ist umgekehrt, das heißt, die Wärmedämmung liegt auf der Abdichtung. Der Schichtenaufbau für die Dachbegrünung erfolgt also auf der Dämmschicht und nicht wie beim Flachdach auf der Dachhaut. Das erfordert eine spezielle Drainageschicht.
  • Schrägdach: Auch Schrägdächer mit einer Neigung von bis zu 45 Grad können mit den entsprechenden Dachaufkantungen, Schubsicherungen und Schwellen begrünt werden. Hier ist in der Regel jedoch nur eine extensive Begrünung mit einer niedrigen Substratschicht und kleinen Pflanzen möglich.
Tabelle: Eignung des Dachtyps nach Begrünungsart
Dachtyp Intensiv begrüntes Dach Extensiv begrüntes Dach
Flachdach
Umkehrdach
Schrägdach x

Umgang mit Regenwasser

Für alle Variationen der Dachbegrünung gilt: Jedes noch so schöne Projekt funktioniert nicht ohne ein gut durchdachtes Regenwassermanagement. Hierbei sind mehrere Zielparameter zu beachten, die teilweise im Gegensatz zueinanderstehen.

Ein Zuwenig an Wasser, etwa durch ausbleibende Niederschläge oder zu rasch abgeleitetes Niederschlagswasser, führt zum Vertrocknen der Dachpflanzen.

Andererseits vertragen viele Pflanzen keine Staunässe, also kein Zuviel an Wasser, da ihre Wurzeln dann einen Sauerstoffmangel erleiden. Darüber hinaus erhöht das auf dem Dach verbleibende Wasser die Dachlast und muss aus statischen Gründen reduziert werden.

Je nach Bauart und Aufbauhöhe können begrünte Dächer etwa 50 bis 90 Prozent der Niederschläge zurückhalten. Das Wasser wird in Teilen von den Pflanzen aufgenommen und kehrt im Anschluss über Transpiration in den natürlichen Wasserkreislauf zurück.

In vielen Fällen ist ein gewisser Wasserrückhalt ausdrücklich erwünscht, da diese Wasseranteile die Kanalisation gar nicht oder erst zeitlich verzögert erreichen. Das entlastet die lokalen Regenwasserleitungen.

Aufbau der Dachbegrünung

Damit die Freude am eigenen Gründach lange bestehen bleibt, ist ein sachgerechter Aufbau unerlässlich. Je nachdem, welche Neigung das Dach aufweist, wie es konstruiert ist und auf welches Gründachsystem die Entscheidung fällt, kann der Aufbau leicht variieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass Wurzeln und Feuchtigkeit nicht zu Beschädigungen führen.

Eine Dachbegrünung setzt sich aus folgenden Schichten, von unten nach oben betrachtet, zusammen:

  • Durchwurzelungsschutz oder wurzelfeste Dachabdichtung: Der Durchwurzelungsschutz erfolgt entweder durch Verlegen von Kunststoffbahnen (PE, PVC, Polyolefine), EPDM-Dichtungsbahnen oder -planen oder durch eine durchgängige Flüssigabdichtung auf Polyurethan- (PUR), Polymethylmethacrylat- (PMMA) oder Polyesterharzbasis (UP).
  • Dachvlies als Schutzlage: Diese Schicht muss entsprechend widerstandsfähig gegen mechanische, thermische und chemische Beanspruchungen sein. Bei leichten Beanspruchungen kommen Geotextilien, wie zum Beispiel Vliese, in Frage. Bei stärkeren Belastungen werden Bautenschutzmatten aus Gummigranulat oder Kunststoffgranulat sowie Dränmatten und -platten eingesetzt, die gleichzeitig die Drainagefunktion übernehmen. Bei sehr hohen Belastungen sind Schutzschichten aus Beton(-platten) oder Gussasphalt sinnvoll.
  • Drainageschicht: Die Dränschicht nimmt das überschüssige Wasser aus der Vegetationsschicht auf und leitet es ab, um Staunässe zu verhindern. Dränschichten werden aus Schüttstoffen (Kies, Lava, Blähschiefer und Bims), aus Recycling-Schüttstoffen (Ziegelbruch) oder Verlegesystemen (Dränmatten, Dränplatten oder kombinierten Drän- und Substratplatten) gebildet.
  • Filterschicht: Die Filterschicht hält ausgeschwemmte feinere Bestandteile aus der Substratschicht vom Weitertransport in die darunter liegende Dränschicht zurück, um ein Verschlämmen zu unterbinden. Als Material werden Geotextilien, beispielsweise Vliesstoffe oder Gewebe, verwendet, die als Bahnen über die Dränschicht aus Schüttstoffen gelegt werden oder bereits als Bestandteile in Dränmatten eingearbeitet sind.
  • Vegetationsschicht: Die Vegetationsschicht schafft mit Substratgemischen den durchwurzelbaren Raum für die Pflanzen, die hier eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser sowie Möglichkeiten für die Verankerung im Boden finden sollten. Das speziell gemischte, ungedüngte Substrat für die Begrünung von Dächern ist leicht und durchlässig. Luftige Materialien wie Lava, Bims oder Ziegelsplitt sorgen für eine optimale Belüftung und Entwässerung. Der Humusanteil der Gründach-Erde beträgt nur 10 bis 15 Prozent.
  • Bepflanzung: Für die intensive Dachbegrünung eignen sich Stauden wie Glockenblumen, Schleierkraut, Lavendel oder Federnelken sowie verschiedene Gräserarten. Bei extensiver Dachbegrünung sind insbesondere Staudengräser (z.B. Diamantgras, Federgras oder Königskerzen) zur Strukturbildung empfehlenswert.

Schritt für Schritt-Anleitung

  1. Dach gründlich reinigen: Steine, Äste, Laub und Schmutz vom Dach entfernen.
  2. Wurzelschutzfolie aufbringen: Die Bahnen des Durchwurzelungsschutzes leicht überlappend verlegen. An den Enden über den Rand hinausragen lassen, denn am Ende bis zur Substratschicht hochziehen. Dachabläufe müssen freigeschnitten werden.
  3. Schutzvlies überlappend verlegen: Diese Schutzlage muss ebenso wie die Wurzelschutzfolie an den Seiten überragen. Der Dachablauf muss frei bleiben.
  4. Drainagematten auslegen: Um das Niederschlagwasser zu speichern bzw. abzuleiten, folgt die Verlegung einer Drainageschicht. Bei extensiver Dachbegrünung sollte sie etwa 2 bis 6 cm, bei intensiver Dachbegrünung 6 bis 12 cm dick sein. Auch hier muss ein Loch für den Dachablauf hineingeschnitten werden.
  5. Filterschicht überlappend verlegen: Damit keine kleinen Substratteilchen in die Drainageschicht gelangen, ist die Montage eines Filtervlieses erforderlich. So lässt sich ein mögliches Verschlämmen verhindern. Der Abfluss muss ebenfalls freigeschnitten werden.
  6. Deckel auf den Dachablauf setzen: Damit keine Erde in den Ablauf gelangt, sollte dieser mit einem Kontrollschacht und einem Deckel verschlossen werden.
  7. Vegetationsschicht gleichmäßig verteilen: Die Vegetationsschicht sollte nährstoffreich, wasserspeicherfähig und nicht zu schwer sein. Die Substratschicht muss für eine intensive Bepflanzung deutlich dicker sein als für eine extensive.
  8. Saatgut aussäen: Nun wird das Saatgut verteilt oder kleine Pflanzen, Bäume und Sträucher eingesetzt.
  9. Gründach pflegen: Die ersten Wochen verlangt das Saatgut eine stetige Befeuchtung durch bis zu viermaliges Gießen in der Woche. So können die frisch gesetzten oder ausgesäten Pflanzen gut anwachsen. Danach beschränkt sich die Pflege des Dachgartens auf ein- bis zweimaliges Unkrautjäten pro Jahr.

Biodiversitätsdach fördert Artenvielfalt

Mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt sich das begrünte Dach in ein echtes Biotop verwandeln.

Die Anlage einer kleinen Sandfläche – auch Sandlinse genannt – bietet Vögeln die Möglichkeit, ein Staubbad zu nehmen. Weiterhin nutzen Wildbienen und Insekten die Linse zum Sonnenbaden oder um Brutröhren anzulegen.

Eine auf dem Gründach zeitweise geschaffene Wasserfläche sammelt Regenwasser. Vögel nutzen die Mulde zum Trinken und Baden.

Totholz, also abgestorbene Äste und Stämme, wirken als zusätzliches Strukturelement und dienen Vögeln als Singwarte sowie Insekten als Möglichkeit zur Eiablage. Auch Moose, Flechten und Pilze besiedeln das ökologisch wertvolle Material.

Kosten und Förderung von Dachbegrünungen

Wie kostenintensiv das Anlegen einer Dachbegrünung ist, hängt von der Art der Bepflanzung und der Größe und Beschaffenheit des Daches ab. Günstiger wird die Prozedur natürlich, wenn das Projekt in Eigenregie, ohne die Beauftragung eines Fachbetriebes, durchgeführt wird.

Für die extensive Dachbegrünung müssen zwischen 20 und 40 Euro pro Quadratmeter eingeplant werden. Die aufwändigere intensive Dachbegrünung kostet etwa doppelt so viel. Hinzu kommen die Mehrkosten für Pflanzen und Pflege.

Erfreulicherweise lassen sich durch eine Dachbegrünung aber auch Kosten sparen: Die Dachabdichtung wird dank der Bepflanzung vor Schäden und Alterungserscheinungen geschützt. Im Gegensatz zu einem Flachdach mit Kiesschicht verlängert sich die Haltbarkeit um bis zu 25 Jahre.

Dank der Regenwasserspeicherung durch Substratschicht und Pflanzen gelangt weniger Abwasser in die Kanalisation. Damit ist der Wasserabfluss von Gründächern merklich geringer als bei unbegrünten Dächern. Das spart Abwasser- und Niederschlagswassergebühren.

Und dank der wärmedämmenden Wirkung durch die Bepflanzung sinken auch die Heizkosten.

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist eine Dachbegrünung prinzipiell förderfähig. Zuschüsse boten bisher etwa das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW. Bei ausreichend hoher Steuerlast, setzten Eigentümer zudem auf einen Steuerbonus als Alternative. Und auch die Kommunen stellten im Rahmen eigener Klimaschutzpläne und Artenschutzvorhaben Fördergelder bereit.

Rund 42 Prozent der Städte und Gemeinden über 50.000 Einwohner förderten laut dem Bundesverband Gebäudegrün e. V. 2021 mit direkten oder indirekten Zuschüssen die Dachbegrünung, 34 Prozent auch die Fassadenbegrünung.

Doch so wandlungsfähig wie das Klima ist bekanntlich auch die Bürokratie. Wer sein Dach begrünen möchte, sollte sich daher über die Fördermöglichkeiten und Antragsfristen zum gegebenen Zeitpunkt informieren.

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Häufige Fragen (FAQ) zur Dachbegrünung

Was ist der Unterschied zwischen intensiv und extensiv begrünten Dächern?

Der Unterschied liegt im Bodenaufbau. Bei der intensiven Dachbegrünung wird ein regulärer Bodenaufbau (wie auch in der Natur) verwendet, während bei extensiven Begrünungen nur ein geeignetes Substrat zum Einsatz kommt.

Welche Dächer eignen sich zur Bepflanzung?

Als ideal gelten Flachdächer mit ihren nahezu ebenen Flächen. Zu den Flachdächern zählt auch das Umkehrdach, bei dem der Aufbau der Begrünung in umgekehrter Reinfolge verläuft. Schrägdächer kommen mit einer maximalen Neigung von 45 Grad infrage.

Wird die Dachbegrünung gefördert?

Finanzielle Zuschüsse erhielten Eigentümer bislang durch die BAFA, die KfW und die Kommunen. Daher lohnt sich bei der Realisierung des eigenen Gründaches ein Blick auf die aktuellen Optionen.

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