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Einblasdämmung-Kosten: Dämmstoffpreise und Gesamtkosten im Überblick

Mit welchen Kosten muss man bei der Einblasdämmung rechnen? Wo liegen die Preise für Kerndämmstoffe? Wie ermittelt man die Gesamtkosten?

Die Einblasdämmung lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand durchführen. Je nach baulichen Bedingungen und Materialeinsatz lassen sich die Gesamtkosten grob abschätzen. Wir zeigen Ihnen hier beispielhaft, wie Sie die Einblaskosten vorab überschlägig ermitteln können.

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Einblasdämmung ist kostengünstiges Dämmverfahren

Da bei der Einblasdämmung z. B. die Gerüstkosten wie bei einer Fassadendämmung entfallen, gehört die Einblasdämmung zu einem der kostengünstigsten Dämmungsverfahren. (Foto: energie-experten.org)
Da bei der Einblasdämmung z. B. die Gerüstkosten wie bei einer Fassadendämmung entfallen, gehört die Einblasdämmung zu einem der kostengünstigsten Dämmungsverfahren. (Foto: energie-experten.org)

In der Regel wird der Dämmstoff bei der Einblasdämmung über kleine Öffnungen in die teilweise schwer oder gar nicht erreichbaren Hohlräume eingebracht, die sich nach dem Einblasen nahezu "unsichtbar" wieder schließen lassen. Ein Kostenvorteil ergibt sich daraus, dass der Dämmstoff beim Einblasen mit einer Maschine nicht durchs ganze Haus getragen werden, sondern in der Regel im Wagen des ausführenden Dämmunternehmens verbleibt und über Schläuche bis zum Hohlraum transportiert wird. Der Bauherr erspart sich somit das Aufstemmen von Mauerwerk, Aufreißen von Böden oder gar Öffnen beziehungsweise Abdecken des Daches, das zudem meist die Errichtung eines Gerüsts mit erfahrungsgemäß hohen Auf- und Abbaukosten sowie Verbleibkosten voraussetzt.

Kubikmeterkosten für Einblasdämmstoffe im Überblick

Die Dämmstoffkosten lassen sich nicht grundsätzlich nach Material und Herstellung unterscheiden. Tendenziell sind jedoch synthetische und organische Einblasdämmstoffe etwas kostengünstiger als anorganische Dämmstoffe:

Dämmstoffkosten für Einblasdämm- und Schüttdämmstoffe
Einblas-, Schütt- & StopfdämmstoffWärmeleitfähigkeit*BrandschutzklasseMaterialchemiePreis pro m3**
Gras0,040 W/mKB2organisch60 Euro
Polyurethan0,036 W/mKB2synthetisch80 Euro
Hanfwolle0,045 W/mKB1organisch80 Euro
Dinkelspelzen0,060 W/mKB2organisch90 Euro
Blähglas0,075 W/mKA1anorganisch95 Euro
Polystyrol0,050 W/mKB2synthetisch100 Euro
Rohrkolben0,040 W/mKB2organisch110 Euro
Seegras0,049 W/mKB2organisch120 Euro
Flachsschäben0,050 W/mKB2organisch130 Euro
Zellulose0,070 W/mKB2organisch140 Euro
Korkschüttung0,045 W/mKB2organisch150 Euro
Holzfaser0,045 W/mKB2organisch150 Euro
Holzgranulat0,075 W/mKB2organisch150 Euro
Blähglimmer0,070 W/mKA1anorganisch160 Euro
Naturbims0,065 W/mKA1anorganisch170 Euro
Blähperlite0,042 W/mKA1anorganisch180 Euro
Hanf0,055 W/mKB2organisch200 Euro
Dämmlehm0,066 W/mKB1organisch380 Euro

* Die jeweilige Wärmeleitfähigkeit ist abhängig vom Anwendungsfall und kann daher von o.g. Werten abweichen

** Preise sind Schätzpreise und sollten in Abhängigkeit der jeweiligen Roh- bzw. Schüttdichte beurteilt werden.

Beispielhafte Materialkostenkalkulation
Umfang30 m
Höhe4 m
Fläche insgesamt120 m2
Fensterfläche (hier 30%)36 m2
Fläche Einblasdämmung84 m2
Stärke der Luftschicht8 cm
Dämmstoffbedarf6,72 m3
Kosten pro m3200 Euro
Nettomaterialkosten1.344 Euro

Überblick über Kostenbeispiele von Einblasdämmungen

Doch auch wenn das Einblasdämmen anhand der reinen Materialkosten als recht preiswert erscheint, unterscheiden sich die Kosten von Dämmprojekt zu Dämmprojekt. Das liegt zum einen selbstverständlich

  • an der Fläche, die gedämmt werden soll und
  • der dafür nötigen Menge an Dämmstoffen. Zudem nimmt der
  • haus- und bauteilabhängige Aufwand

eine mehr oder weniger große Kostenposition ein. Im Folgenden geben wir daher einen beispielhaften Kostenüberblick über Möglichkeiten der Einblasdämmung:

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Materialkosten bestimmen Einblasdämmung des Mauerwerks

Kostentreibend sind bei dieser Kerndämmungsmethode vor Allem die Materialkosten zwischen der Außen- und Innenwandschale entsprechend des Volumens des zu verfüllenden Hohlraumes. Die Kosten für eine solche Einblasdämmung kann man grob geschätzt mit ungefähr 20 Euro pro Quadratmeter beziffern. Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche muss man vielfach mit etwa 2.000 bis 3.000 Euro Gesamtkosten rechnen.

Vorbereitungsmaßnahmen beim Schrägdach kosten Zeit

Zum Einblasdämmen einer Dachschräge wird heutzutage mit Dämmsäcken oder mit Hartfaserplatten gearbeitet. Bei diesen Methoden macht vor Allem der bauliche Zustand den größten Kostenfaktor aus, da in beiden Fällen die Vorbereitungsmaßnahmen viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

  • So müssen beim Dämmsack-System zunächst Folienschläuche in die Hohlräume zwischen den Dachsparren, die sogenannten Gefache, eingebracht werden und erst dann kann mit dem Einblasen begonnen werden.
  • Bei der Einblasdämmung der Dachschrägen mit Dämmplatten müssen zunächst die Hartfaserplatten gelocht werden, bevor man sie auf den Dachlatten, die wiederum auf den Dachsparren sitzen, befestigt. Dann bläst man durch die Löcher den Dämmstoff ein.

In beiden Fällen rechnet man daher eher mit Kosten von 50 Euro pro Quadratmeter. Eine so vorgenommene Einblasdämmung im Schrägdach kostet dann in der Regel 3.000 bis 4.000 Euro in einem Einfamilienhaus.

Begehbarkeit von Decken wirkt kostentreibend

Bei der Einblasdämmung von Decken wirkt vor Allem kostentreibend, ob die Decke danach begehbar sein soll oder nicht. Dabei gibt es natürlich Unterschiede, ob es sich um

  • eine Kellerdecke,
  • eine Geschossdecke oder
  • den Dachraum handelt.

Daher ist es bei dieser Dämmungsmethode besonders schwierig Pauschalkosten zu nennen. In der Praxis bewegen sich die Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus je Decke bei etwa 1.000 bis 2.000 Euro.

Möglichkeiten zum Kostensparen mit Eigenleistungen

Bei der typischen Einblasdämmung des Mauerwerks ist es in der Regel nicht möglich Eigenleistungen in größerem Umfang einzubringen, da spezielle Einblasmaschinen benötigt werden und auch das Einblasen selbst immer nur von einem Fachmann ausgeführt werden sollte.

Kosten lassen sich jedoch beim Selbermachen der Dachschrägendämmung insbesondere beim Dämmen mit Hartfaserplatten und teilweise auch bei der Deckendämmung einsparen. Soll z. B. nur die Dachbodendecke gedämmt werden, die später nicht begehbar sein soll, so lassen sich die Kosten durch Eigenleistung bis auf die Leihkosten für eine Einblasmaschine und Materialkosten reduzieren.

Gesamtkostenschätzung für eine Einblasdämmung unterschiedlicher Bauteile
BauteilKostentreiberGeschätzte Gesamtkosten (ohne Eigenleistung)Eigenleistung möglich?
DeckenStatik1.000 bis 2.000 Euroja, teilweise
MauerwerkDämmstoff2.000 bis 3.000 Euronein, nicht möglich
SchrägdachVorbereitung3.000 bis 4.000 Euroja, ganz möglich

KfW-Förderung: Investitions-, Beratungs- und Planungskosten förderfähig

Zu den förderfähigen Maßnahmen im CO2-Gebäudesanierungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gehört auch die Einbringung von Einblasdämmung (vgl. KfW-Merkblatt "Liste der förderfähigen Maßnahmen").

Einzelmaßnahmen werden etwa mit 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten bezuschusst (KfW-Programm-Nr. 430). Hierbei können z. B. auch Kosten der Beratung und Planung, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Einblasdämmung stehen, gefördert werden. In Kombination mit einer zusätzlichen förderfähigen Einzelmaßnahme, oder auch im Rahmen einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, werden zudem höhere Förderbeträge möglich.

Eine Mindestvorgabe gilt nur insofern, als Zuschüsse unter 300 Euro nicht ausgereicht werden ("Geringfügigkeitsgrenze").

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"Kosten für Einblasdämmung im Überblick" wurde am 13.04.2018 das letzte Mal aktualisiert.