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Die besten Tipps & Tricks zum Einstellen Ihrer „schiefen Fenster“

Wie lassen sich schwer gängige, schiefe Fenster ausrichten? Wann sollte man Fenster einstellen? Was ist beim Einstellen der Fenster zu beachten? Kann man Fenster selbst einstellen oder sollte ein Fachmann ran?

Ein schief, zu hoch oder zu tief im Rahmen hängender oder nicht schließender Fensterflügel stört Wohlbefinden (Zugluft) und kostet unnötig Energie. Zum Fenstereinstellen nutzen Sie die diagonale Flügeleinstellung, parallele Seiten- und Höheneinstellung sowie die Einstellung des Anpressdrucks.

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Technische Anzeichen: Wann ist es nötig, Fenster einzustellen?

Fenster sind mechanisch stark beanspruchte Konstrukte. Wir bewegen sie tagtäglich zum Lüften und regelmäßig zum Reinigen. Das ständige Öffnen, Kippen und Schließen geht zu Lasten der Bauteile, die für die Beweglichkeit der Fensterflügel sorgen: die Fensterbeschläge. Dazu zählen neben dem Fenstergriff auch die Beschläge, die das Drehen und Kippen des Flügels im Fensterrahmen ermöglichen, die sogenannten Dreh- und Drehkippbeschläge.

Aufgrund der stetigen Bewegung können sich Teile der Fenstermechanik lockern, lösen und verschieben. Infolgedessen leidet die Funktionstüchtigkeit des Fensters, so dass es seinen Aufgaben 

  • leichte Öffnung und Schließung zum Lüften und Reinigen,
  • Wärmedämmung,
  • Verhinderung von Zugluft und
  • uneingeschränkter Durchblick

nicht mehr oder nur noch beschränkt nachkommen kann. Die folgenden Anzeichen weisen auf Einstellungsprobleme des Fensters hin:

  • Die Fenster schleifen und / oder lassen sich schwer öffnen, sprich: Sie brauchen deutlich mehr Kraft dafür.
  • Die Fensterflügel schließen nur, wenn Sie kraftvoll daran rucken oder sie fest zudrücken.
  • Um das Fenster korrekt zu schließen, müssen Sie die Fensterflügel stets leicht anheben oder absenken.
  • Der Fenstergriff lässt sich weder drehen noch in die Senkrechte Stellung bringen.
  • Insbesondere m Winter spüren Sie kalte Zugluft (Undichten, Ritzen, Spalte).
Um eine einwandfreie Funktionsfähigkeit des Fensters zu gewährleisten, sollte dieses bei der Montage immer von einem Fachmann eingestellt werden. (Foto: Verband Fenster + Fassade VFF / TMP Fenster + Türen)
Um eine einwandfreie Funktionsfähigkeit des Fensters zu gewährleisten, sollte dieses bei der Montage immer von einem Fachmann eingestellt werden. (Foto: Verband Fenster + Fassade VFF / TMP Fenster + Türen)

Expertentipp: Sollten Sie eines oder mehrere der genannten Anzeichen bemerken, ist es an der Zeit zu handeln. Holen Sie sich einen Fensterbauer ins Haus, der sich die Fenster anschauen und sie gegebenenfalls einstellen kann beziehungsweise stellen Sie diese in Eigenleistung ein. Es gilt: Je eher Sie die Fensterprobleme angehen, desto höher ist die Chance, dass dem Verschleiß der Mechanik Einhalt geboten wird. Schlimmstenfalls müssten die Beschläge repariert oder ausgetauscht werden, was beides Kosten verursacht.

Fenster einstellen – allgemeine Vorgehensweise

Wenn Sie das Fenstereinstellen, auch Justieren genannt, selbst in die Hand nehmen wollen, sollten Sie vorab zum einen

  • die Fensterart und die sich daraus ergebende Funktionsweise des Fensters kennen und
  • zum anderen das passende Werkzeug parat haben.

Die hierzulande am häufigsten verbaute Fensterart sind sogenannte Drehkippfenster. Wir erklären Ihnen hier kurz, was Sie zum Drehkipp-Mechanismus wissen müssen:

  • Fenstergriff: Auf der Griffseite des Fensterflügels befindet sich der sogenannte Schließzapfen. Mit dem Betätigen des Fenstergriffs (auch Griffolive genannt) können Sie das Fenster öffnen, schließen und kippen.
  • Ecklager unten: Auf der dem Fenstergriff gegenüberliegenden Seite des Fensterflügels unten sitzt das untere Ecklager.
  • Scherenlager oben: Auf der dem Griff gegenüberliegenden Seite sitzt auch das Scherenlager, allerdings befindet es sich oben.
  • Verschluss- oder Pilzkopfzapfen: Falls Sie ein sogenanntes Sicherheitsfenster haben, können sich die Pilzkopfzapfen auf unterschiedlichen Seiten befinden. Bei herkömmlich ausgestatteten Fenstern sind die Zapfen stets auf der Griffseite des Flügels zu finden.

Expertentipp: Unsere praktische Anleitung zum Fenstereinstellen ist für Besitzer moderner Fenster verfasst, die heutzutage in der Regel mit den zuvor genannten Beschlägen Scheren- und Ecklager ausgestattet sind. Das ist bei älteren und alten Fenstern anders: Bei denen sind die Beschläge häufig noch nicht integriert. Das Einstellen solcher Fenster sollten Sie besser einem Fachmann überlassen. Prüfen Sie also, ob Ihr Fenster die Einstellungselemente hat oder nicht. Sie finden die Abdeckkappen auf der dem Griff gegenüberliegenden Flügelseite.

Wenn Sie sich fragen, ob es beim Fenstereinstellen einen Unterschied macht, aus welchem Material das Fenster beschaffen ist (üblich sind die Werkstoffe Holz, Aluminium, Kunststoff und Kombinationen davon), dann sei Ihnen an dieser Stelle geschrieben, dass die Handgriffe zum Einstellen für die unterschiedlichen Fenster im Grunde dieselben sind.

Und noch ein Hinweis zu alten Holzfenstern: Die müssen meist gar nicht justiert werden. Bei Holzfenstern ist es in den meisten Fällen der zum Abdichten des Glases verwendete Kitt, der Probleme macht. Gegebenenfalls müssen Sie das Holzfenster also nur neu verkitten, um Zugluft und Wärmeverluste zu verhindern.

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Anleitung zum Einstellen der Fenster – grundsätzliche Arbeitsschritte

Um schlecht sitzende Fenster einzustellen, haben Sie grundsätzlich vier Möglichkeiten

  1. die diagonale Flügeleinstellung
  2. die parallele Seiteneinstellung
  3. die parallele Höheneinstellung
  4. das Einstellen des Anpressdrucks 

 

Für ein optimales Ergebnis – ein leichtgängiges und dicht schließendes Fenster – sollten Sie bei neuen Fenstern alle vier vorgenannten Möglichkeiten zum Fenstereinstellen durchgehen. Bestehende Fenster dagegen, die sich im Laufe der Zeit verzogen haben, zeigen mit ihren Problemen, wo Sie Hand anlegen müssen, um nachzustellen.

Die einzelnen Arbeitsschritte zum Einstellen des Fensters können Sie in:

  • grundsätzlich und
  • problemabhängig auszuführende

unterscheiden. Wichtig: Das Fenstereinstellen läuft meist ähnlich ab, es gibt demnach eine Reihe Arbeitsschritte, die Sie jedes Mal ausführen müssen, darunter die folgenden:

Problem erkennen

Identifizieren Sie das Fensterproblem! Prüfen Sie genau, wo das Fenster hakt, klemmt oder wo Zugluft durch Ritzen eindringt!

Problematische Maße aufnehmen

Messen Sie als Nächstes den Abstand zwischen Fensterflügel und Fensterrahmen. Das aufgenommene Maß hilft Ihnen später beim Einstellen. Insbesondere an den von Ihnen als problematisch erkannten Stellen sollten Sei die Abstände messen – und selbstverständlich auf der diesen gegenüberliegenden Seite. Ein Beispiel: Klemmt der Flügel unten am Rahmen, messen Sie die Abstände zwischen Flügel und Rahmen oben wie unten.

Abdeckkappen lösen

Lösen Sie die jetzt die Abdeckkappen am Scheren- und am Ecklager. Sie finden Sie auf der dem Griff gegenüber liegenden Seite des Fensterflügels, nahe den Beschlägen. Mit dem Entfernen der Kappen legen Sie die Stellschrauben frei. Die Stellschrauben sind für das Einstellen der Fenster von zentraler Bedeutung.

Die wichtigsten Einstellungen eines Dreh-Kipp-Fensters können über die Stellschraube am Scherenlager und über das Justieren des Ecklagers vorgenommen werden. (Foto: energie-experten.org)
Die wichtigsten Einstellungen eines Dreh-Kipp-Fensters können über die Stellschraube am Scherenlager und über das Justieren des Ecklagers vorgenommen werden. (Foto: energie-experten.org)

Anleitung zum Einstellen der Fenster – problembedingte Arbeitsschritte

Im Folgenden erklären wir Ihnen die je nach Fensterproblem unterschiedlichen Arbeitsschritte, die zum Einstellen des Fensters nötig sind:

Fensterproblem 1: Der Fensterflügel hängt schief

Ein schief im Rahmen hängender Fensterflügel wird über das Scherenlager eingestellt. Es gilt:

  • Drehen Sie die entsprechende Einstellschraube im Uhrzeigersinn, heben Sie den Flügel an.
  • Analog senkt er sich ab, wenn Sie die Schraube gegen den Uhrzeigersinn drehen.

Justieren Sie hier bis Fensterflügel und Fensterrahmenahmen parallel zueinander stehen.

Expertentipp: Vergewissern Sie sich, ob das Einstellen der Ausrichtung des Fensters anderswo neue Probleme verursacht hat, zum Beispiel Ritzen zwischen Rahmen und Flügel. Sollte dies der Fall sein, müssen Sie sich durch die folgenden Schritte durcharbeiten. Andernfalls ist Ihr Fenster bereits optimal eingestellt.

Fensterproblem 2: Der Fensterflügel klemmt seitlich

Auch das Klemmen des Fensters an einer der beiden Seiten, braucht seitliches Einstellen, allerdings das beider Lager:

Drehen Sie dazu Ecklager- und Scherenlager-Schraube immer im Wechsel. Es gilt:

  • Drehen Sie im Ecklager entgegen und im Scherenlager im Uhrzeigersinn, bewegt sich der Fensterflügel in Richtung des Scharniers.
  • Eine Bewegung in Griffrichtung entsteht bei umgekehrten Drehrichtungen.

Testen Sie anschließend, ob das Fenster leicht öffnet und schließt. Schlimmstenfalls haben Sie „überkorrigiert“: Dann klemmt der Flügel nämlich auf der anderen Seite im Rahmen. In diesem Fall müssten Sie die eben beschriebenen Schritte wiederholen, solange, bis alles einwandfrei sitzt.

Fensterproblem 3: Der Fensterflügel hängt zu hoch oder zu tief

Streift der Fensterflügel beim Öffnen und Schließen den Fensterrahmen oben oder unten, muss häufig an der Höhe „gedreht“ werden. Finden Sie zuerst heraus, welcher Abstand auf beiden Seiten nötig wäre, um den Flügel mittig im Rahmen auszurichten.

Drehen Sie die Schraube im Ecklager gegen den Uhrzeigersinn, senken Sie damit den Fensterflügel ab, andernfalls heben sie ihn an. Haben Sie damit die passende Höhe erreicht, müssen Sie noch die Schraube im Scherenlager anziehen, bis der Flügel gerade ausgerichtet ist.

Expertentipp: Beim Einstellen der richtigen Höhe können Ihnen Unterlegscheiben helfen.

Fensterproblem 4 ist ein Sonderfall: Der Anpressdruck muss optimal eingestellt werden

Sitzt der Fensterflügel mittig im Rahmen und dringt trotzdem Zugluft durch Ritzen? Oder geht das Öffnen des Fensters leicht von der Hand, während Sie zum Schließen viel Kraft benötigen?

Schauen Sie in solchen Fällen nach den Schließzapfen am Fenster. Die sitzen bei gängigen Fenstermodellen auf der Seite, wo der Griff ist, bei Sicherheitsfenstern auch mal auf der Scharnierseite. Ziehen Sie die Schließzapfen heraus und drehen Sie sie im (Druckerhöhung) oder gegen (Druckverringerung) den Uhrzeigersinn!

Prüfen Sieanschließend, ob der Druck passt, zu hoch oder zu niedrig eingestellt ist. Es gilt: Fenster sollten ohne großen Kraftaufwand dicht zu schließen sein.

Expertentipp: Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Fenstereinstellen können Sie regelmäßig zum Nachjustieren nutzen. Das erspart Ihnen bei kleinen Einstellungsaufgaben den Handwerker im Haus. Selbstverständlich können Sie die vorgezeigten Arbeitsschritte analog auch zum Einstellen Ihrer Fenstertüren wie Terrassen- oder Balkontüren nutzen.

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"Experten-Anleitung zum Einstellen von Fenstern" wurde am 16.01.2017 das letzte Mal aktualisiert.