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Glasleisten-Ratgeber für Kunststoff-, Aluminium- und Holzfenster

Was ist eine Glasleiste? Welche unterschiedlichen Leisten gibt es? Wie werden Plissees an der Glasleiste montiert?

Für die Luftdichte eines Fensters sorgen unter anderem sogenannte Glas- bzw. Fensterleisten. Wir erklären Ihnen hier die Aufgabe von Glasleisten zum Abdichten der Fuge zwischen Glasmodul und Fensterflügelrahmen und zeigen, welche Leisten an Kunststoff-, Alu- und Holzfenstern zum Einsatz kommen.

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Was versteht man unter einer Fensterglasleiste?

Klassische, flach abfallende Kunststoff-Glasleiste mit schwarzer Dichtung. (Foto: energie-experten.org)
Klassische, flach abfallende Kunststoff-Glasleiste mit schwarzer Dichtung. (Foto: energie-experten.org)

Fensterleisten sind Leisten, die dem Fenster als Abdichtung dienen. Da sie die Fuge zwischen Fensterglas und Fensterflügel abdichten, nennt man sie auch Glasleisten oder Glashalteleiste bzw. Glasstab. Weitere handelsübliche Bezeichnungen für eine Fensterleiste sind entsprechend ihrer Funktion: Abdichtleiste, Fensterprofil oder Abdichtprofil.

Glasleisten werden aus dem gleichen Material wie die Fensterprofile gefertigt und besitzen eine (teilweise anextrudierte) Dichtungslippe. Im Rahmen wird die Glasleiste in der Regel über eine speziell ausgebildete Clipverbindung befestigt, die dann mit der Gummilippe gegen die Verglasung drückt. Deshalb nennt man diese Verglasungsart auch Druckverglasung oder Trockenverglasung.

Manchmal werden Fensterleisten auch als Deckleisten gehandelt. Wegen ihrer häufig recht flachen Form nennt man die Fensterleiste auch Flachleiste. Man findet Fensterleisten im gut sortierten Fachhandel in der Fensterabteilung und dort häufig beim „Fensterzubehör“. Auch die Abdeckleisten, die zum Abdecken der abgedichteten Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauer benutzt werden, kauft man unter der Bezeichnung Fensterleisten beziehungsweise vorgenannten Alternativnamen.

Aufgabe von Glasleisten in der Fensterkonstruktion

Um zu verstehen, wie Glas- bzw. Fensterleisten ihrer abdichtenden Aufgabe gerecht werden, muss man sich den typischen Aufbau eines Fensters genauer anschauen: Ein modernes Fenster besteht im Wesentlichen aus den beiden Komponenten Fensterrahmen und dem Fensterflügel.

Der Fensterrahmen ist fest in der Mauerwerksöffnung montiert. Er dient dem beweglichen Fensterflügel als Halt. Der Fensterflügel ist im Fensterrahmen mit Hilfe von Scharnieren und Fensterbeschlägen (Verschlusszapfen) befestigt. Die Befestigungsart gewährleistet die Beweglichkeit des Fensterflügels.

Der Flügel des Fensters wiederum besteht aus dem Flügelrahmen und dem Fensterglas. Letzteres ist heutzutage ein austauschbares Konstrukt (auch Glasmodul oder kurz Modul genannt) aus zwei oder drei Gläsern, die fest miteinander verbunden sind.

Die einzelnen Glasscheiben sind in einem sogenannten Glasrandverbund eingefasst. Dies ist der seitliche Abschluss einer Isolierverglasung, bestehend aus zwei oder drei Einzelscheiben, die durch einen getrockneten und hermetisch abgeschlossenen Scheibenzwischnraum voneinander getrennt sind. Die Scheiben werden durch eine Dichtmasse mit einem Abstandshalterprofil (Edelstahl oder Kunststoff) verbunden und so auf den gewünschten Abstand gebracht.

Das Modul lässt sich einfach in den Fensterflügelrahmen einsetzen. Ist es eingesetzt, muss es abgedichtet werden, um die Luftdichtheit des Fensters als Teil der - aus energetischen Gründen luftdichten – Gebäudehülle zu garantieren. Die Abdichtung des Glasmoduls im Fensterflügel muss sowohl innen als auch außen erfolgen.

Expertenwissen: Klassischerweise wurde für das Abdichten der Fuge zwischen Glas und Flügel Fensterkitt, auch Glaserkitt genannt, verwendet. Man findet heute insbesondere in Altbauten und im denkmalgeschützten Gebäudebestand einfach verglaste Fenster mit Holzrahmen, die mit Kitt abgedichtet worden sind. Da Fensterkitt allerdings austrocknet und mit den Jahren spröde wird und bröselt, muss er regelmäßig erneuert werden, um eine gewisse Fensterdichte zu realisieren.

Beim Abdichten der Fuge zwischen Glasmodul und Fensterflügel kommen die Fensterglasleisten ins Spiel: Während das Fensterglas auf der Außenseite, also der Sonne, Wind und Wetter zugewandten Seite des Fensters, häufig mit Hilfe einer sogenannten Dichtfuge zum Flügel abgedichtet wird, setzt man auf der Innenseite des Fensters Glasleisten ein.

Welche Glasleisten dabei zum Einsatz kommen, das hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Beschaffenheit des Fensters (Aufbau und Material) und das Alter des Fensters. Moderne Fenster werden innen kaum mehr ohne Fensterleisten abgedichtet, doch bei älteren Fenstern sind Fensterleisten längst keine Selbstverständlichkeit. Fenster, die ohne Glasleiste auskommen, sind offensichtlich nur mit Dichtsilikon abgedichtet worden.

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Unterteilung von Fensterglasleisten nach der Fensterart

Kunststoffleisten für Kunststofffenster

Für Kunststofffenster, also Fenster mit einem Fensterrahmen beziehungsweise Fensterflügelrahmen aus Kunststoff, verwendet man meist auch entsprechende Fensterleisten aus Kunststoff. Sie bestehen aus einem Hart-PVC-Flachmaterial und haben je nach Hersteller / Anbieter unterschiedliche Maße. Üblich ist eine Stärke von zweieinhalb Millimetern, die Breiten der Leisten variieren in Zehn-Millimeter-Schritten zwischen dreißig und 80 Millimetern.

Auch wenn Weiß eine weit verbreitete Farbe für Glasleisten aus Kunststoff ist, bekommen Sie diese heute in verschiedenen Optiken. Die Leisten werden beispielsweise mit Folien in Holz- oder Metalloptik überzogen, so dass sie perfekt passend zu den Fenstern gewählt werden können.

Kunststoffglasleisten können auf unterschiedliche Weise befestigt werden. Die allermeisten Kunststoffglasleisten werden eingeklemmt oder "eingeklipst".

Holzleisten für hölzerne Fenster

Für Holzfenster, also Fenster mit einem Fensterrahmen beziehungsweise Fensterflügelrahmen aus Holz, verwendet man hölzerne Glasleisten. Sie werden in der Regel aus sehr hochwertigem, astfreien Holz gefertigt (Güteklasse 1), zum Beispiel aus Kiefernholz, Meranti, Fichte, Eiche oder Lärche.

Auch bei Holzfensterleisten hier ist Weiß als Farbe ein Klassiker (und deshalb übrigens auch passend für Kunststofffenster), aber viele andere Farben sind machbar. Die Oberfläche behandelt man wie die eines hölzernen Fensterrahmens.

Fensterglasleisten für Alu-Fenster

Festverglasungen von Aluminium- bzw. Alu-Holzfenstern werden heute üblicherweise mit geschraubten Glasleisten ausgeführt. Zwischen diesen Glasleisten und dem Fensterrahmen muss eine Dichtebene vorgesehen werden, sonst kann Kondensat im Glasfalz zu Schäden führen. Daher verzichten viele Hersteller von Aluminium-Holz-Konstruktionen auf Glasleisten, um bauphysikalisch kritische Fugen und optisch störende Verschraubungen zu vermeiden.

Montage von Plissees an Glasleisten

In der Regel werden Plissees direkt in der Glasfensterleiste verschraubt. Dies ist bei allen Fensterarten und Fensterformen und auch bei runden oder sehr schmalen Glasleisten möglich. Zum Einsatz kommen sogenannte Spannschuhhalter bzw. Deckenclips, die mit einer kleinen Schraube in der Glasleiste angeschraubt werden. Anschließend werden die Spannschuhe bzw. die Plissee-Schienen in die Halterung eingehängt.

Ist die Plissee-Montage in der Glasleiste nicht möglich, so kann man das Plissee auch auf dem Fensterrahmen verschrauben. Hierzu können bei Kunststoff- und Metallfenstern mit aufgesetzter Glasleiste spezielle Glasleistenwinkel verwendet werden. Diese werden dann genau im Winkel der Glasleiste verschraubt, so dass der Fensterrahmen nicht beeinträchtigt wird.

Daneben gibt es auch mehrere Möglichkeiten, Plissee Rollos ohne bohren direkt am Fensterflügel zu montieren. So können bei bestimmten Voraussetzungen Clips genutzt werden, um das Plissee direkt am Fensterflügel einzuklippen. Alternativ bieten sich Klemmträger und Klemmhalter an.

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"Glasleisten für Kunststoff-, Alu- & Holzfenster" wurde am 18.01.2017 das letzte Mal aktualisiert.