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Solar-Rollladen: Technik und Mehr-Kosten im Vergleich

Wie funktioniert ein Solarrollladen? Wann lohnt sich ein solarbetriebener Rolladen anstelle einer Verkabelung? Was kosten Solar-Rollladen-Motoren?

  • Ein Solar-Rollladen erzeugt seinen eigenen Betriebsstrom umweltfreundlich aus erneuerbarem Solarstrom.
  • Die Antriebsenergie wird durch wenige Solarzellen erzeugt, in einem zugehörigen Akku gespeichert und bei Bedarf zum Rollladen-Motor geleitet.
  • Der Solarantrieb des Rollladenmotors spart Stromkosten und vor Allem die Kosten für das Verlegen der Stromleitungen zum Fenster.
  • Die Mehrkosten bzw. Aufpreis bei der Anschaffung eines solarbetriebenen Außenrolladens belaufen sich auf 200 bis 250 Euro pro "normalem" Kipp-Schwing-Dachfenster.
  • Je nach Fenstermodell kann es jedoch sein, dass Zubehör zum Elektro-Anschluss gesondert hinzugekauft werden muss, sodass sich die Preise inkl. dieser Mehrkosten für Zubehör und Montage angleichen.

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So funktioniert ein typischer Solar-Rollladen

Ein per Elektromotor betriebener Rollladen ist heute Stand der Technik. Er dient als flexibles Verschattungssystem, das Ihnen/Ihrem Haus im geschlossenen Zustand zugleich ein gewisses Maß an Sicherheit verschafft. Zudem kann er im Sommer beim Kühlen der Räume helfen, während er in kalten Winternächten dazu beiträgt, teure Heizwärme im Haus zu halten.

Ansteuern lassen sich moderne Elektro-Rollläden ganz bequem mit Hilfe einer Funkfernsteuerung oder mit Hilfe eines KNX-Bus. Programmiert bzw. geregelt werden sie dann per App über z. B. Smartphone oder Tablet.

Um den elektrischen Motor mit elektrischer Energie (Elektrizität, Strom) zu versorgen, muss dieser an die Hauselektrik angeschlossen sein. Das heißt, dass zu jedem Elektro-Rollladen auch ein Stromkabel gelegt werden muss – meistens geht dies durch Wände.

Das bedeutet, insbesondere bei nachträglichem Einbau, einen vergleichsweise großen Arbeitsaufwand, der auch noch Schmutz bereitet. Ganz zu schweigen von den Kosten dafür. Wer

  • die Arbeit und Geld sparen will oder eine bautechnische Situation hat,
  • bei der ein Verlegen von Stromkabel nicht machbar ist,

muss dennoch nicht auf die Dienste eines modernen Elektro-Rollladens verzichten:

Stattdessen können Sie einen Solarrollladen kaufen. Solarrollläden können Sie von vornherein planen und einbauen oder nachrüsten. Es gibt Versionen für senkrecht in Fassadenöffnungen wie Fenster und Türen zu montierende Rollläden sowie für in Dachschrägen eingelassene Dachflächenfenster. Gerade bei nachträglichem Einbau eines Dachfensters wird ein solarbetriebener Rollladenmotor gewählt.

Der erzeugt sich seinen Betriebsstrom mit Niedervoltspannung selbst – er muss also nicht ans Hausstromnetz angeschlossen werden. Die Stromerzeugung gelingt dem Solarrollladen mit Hilfe von Solarzellen, die die auftreffende Sonnenenergie in nutzbare elektrische Energie umwandeln.

Solar-Rollladen eignen sich ideal für die Renovierung von z. B. Dachräumen, da kein zusätzlicher Stromanschluss und damit weitere Elektro-Arbeiten und Kosten nötig sind. (Foto: energie-experten.org)
Solar-Rollladen eignen sich ideal für die Renovierung von z. B. Dachräumen, da kein zusätzlicher Stromanschluss und damit weitere Elektro-Arbeiten und Kosten nötig sind. (Foto: energie-experten.org)

Dabei machen sie sich das Prinzip des Photoeffekts zunutze. Ein solar betriebener Elektrorollladen, sprich: ein Solarrollladen, arbeitet somit mit erneuerbarer Energie – das ist umweltfreundlich, denn es werden dabei deutlich weniger CO2-Emissionen verursacht, als bei der Erzeugung herkömmlichen Stroms. Zudem sparen Sie die Stromkosten für den Betriebsstrom.

Die Vorteile vom Solarrolladen im Vergleich zum herkömmlichen Elektrorollladen auf einen Blick:

  • kein Anschluss ans Hausstromnetz nötig
  • keine extra Verkabelung nötig
  • kein Schmutz beim Verlegen der Kabel bei nachträglicher Aufrüstung des Bestandsgebäudes
  • kein Betriebsstrom aus der Steckdose nötig
  • keine Stromkosten für Betriebsstrom
  • weniger CO2-Emissionen

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Elektro- und Motor-Technik einfach erklärt

Die Solar"module" werden als sogenanntes Panel geliefert. In der Regel reicht ein einziges solches Solarpanel für den Betrieb eines Solarrollladens. Entweder ist das Panel bereits

  • am Rollladenkasten vormontiert oder es lässt sich
  • frei an der Wand befestigen.

Ein Solarrollladen braucht neben den Solarmodulen mit Solarzellen, die die Solarenergie sammeln und in nutzbaren Strom umwandeln, einen Solarstromspeicher (auch Solarbatterie oder Solarakku genannt). Der Akku steckt im Rollladenkasten und ist mit dem Solarpanel verbunden. Im Speicher wird der erzeugte Solarstrom zwischengespeichert (gepuffert).

Dank des Solarakkus steht die elektrische Antriebsenergie Ihnen allzeit zur Verfügung – gleichwohl sie naturgemäß nur dann erzeugt wird, wenn Sonnenlicht auf die Solarzellen trifft. Damit die Solarrollläden auch im Dunkeln bewegt werden können, was bei Rollläden häufig der Fall sein dürfte, da man sie meist erst dann runterfährt, wenn es abends aus Ermangelung von Sonnenlicht dunkel wird, ist das Puffern des Solarstroms zwingend notwendig. In der Regel sind die Akkus aber auch per Ladegerät nachladbar.

Hier sehen Sie Bilder einer textilen Vorbaumarkise mit Solarzellen-Antrieb.
Der Fixscreen Solar ist eine Vorbaumarkise ohne elektrische Verkabelung. Der außenliegende Textilsonnenschutz ist mit einer Solarzelle ausgestattet und wird per Fernsteuerung bedient. Neben der Antriebseinheit ist auch der Akku leicht zugänglich und bei Bedarf auswechselbar. (Foto: Renson)

Moderne Solarrollläden sind in der Lage, ihren Betriebsstrom auch

  • bei vergleichsweise geringer Bestrahlung von der Sonne, zum Beispiel an trüben Tagen oder bei Unwetter, bzw.
  • bei leichter Verschattung zu erzeugen und zuverlässig zu arbeiten.

Der per Handsender gesteuerte Elektro-Motor im Solarrollladen bekommt seinen solaren Betriebsstrom aus dem Akku. Die Motorleistung variiert, üblich sind Drehmomente von 3,6 und 10 Newtonmetern (Nm).

Moderne Solarrollläden müssen nicht nur komplett ein- und ausgerollt werden, sie lassen sich auch auf, ggf. zuvor gespeicherte fixe Positionen einstellen. Das ist praktisch, wenn Sie im Sommer die Hitze ausschließen wollen, aber einen Spalt breit zur Lüftung und/oder für Lichteinfall offen lassen wollen.

Expertenwissen: Moderne Solar-Rolläden mit festen Wellenverbindungen erkennen, wenn der sich ab- oder aufrollende Rollladen auf ein Hindernis stößt. Sie schalten den Motorbetrieb dann automatisch aus.

Mittlerweile bietet der Fachhandel auch Aufrüstpakete an, womit sich Ihr herkömmlicher Elektro-Rollladen in einen solar betriebenen umwandeln lässt.

Einzel-Preise von Solar-Rollladen im Vergleich

Die Preise für Solar-Rolladen variieren in Abhängigkeit von mehreren Faktoren, darunter die Größe der Rollladenfläche, die Stärke (Leistung) des Solarmotors, die Qualität der Solarmodule und der Größe des Akkus.

Um entscheiden zu können, ob es sich lohnt einen Solar-Außenrollladen anzuschaffen, müssen Sie den Aufpreis gegenüber der Variante ohne Solarbetrieb ermitteln und diese Mehrkosten den Kosten einer Verkabelung gegenüberstellen.

Im Folgenden haben wir diesbezüglich die Einzelpreise eines solarbetriebenen Außenrolladens von Dachfenster-Hersteller Velux ermittelt. Vergleichsgrundlage war ein Velux Klapp-Schwing-Fenster aus Kunststoff mit Aluminium-Außenabdeckung, 2-fach Verglasung (25 mm) in MK 06 (78 x 118 cm).

Tabelle 1: Beispiel-Preise für Dachfenster mit und ohne Solarolladen
Dachfenster mit Solarrollladen 1.494,64 €
Dachfenster ohne Solarolladen - 857,99 €
Mehrpreis für Solarrolladen = 636,65 €
Elektro-Rollladen ohne Solar - 374,00 €
Mehrkosten für Solarbetrieb = 262,65 €

Die Mehrkosten für Dachfenster mit solarbetriebenen Außenrolladen belaufen sich auf rund 250 Euro pro Dachfenster. Lässt man die eingesparten Stromkosten auf die Lebensdauer des Fensters außer Acht, so lohnt sich die Solarausstattung eines Außenrolladens eines Dachfensters nur, wenn die Elektro-Verkabelung des Rollladenmotors mehr kostet als 250 Euro.

Bei z. B. einem Dachausbau kann es sein, dass bei z. B. nur einem Dachfenster die Kosten für den elektrischen Anschluss über diesem Preis liegen. Tendenziell wird der Preis für die Stromleitungen aber bei mehreren Fenstern sinken. Gerade, wenn sowieso eine Leitung in der Nähe des Fensters verlegt werden, wird der elektrische Anschluss des Außenrolladens mit Sicherheit günstiger ausfallen, sodass es sich eher lohnt, das Dachfenster ohne Solarrolladen auszustatten.

Merke: Werden mehrere Fenster eingesetzt bzw. befinden sich bereits Stromleitungen in der Nähe des Fensters, so kann es - bei reiner Betrachtung der Anschaffungskosten - günstiger sein, auf eine Ausstattung des Rollladens mit Solarantrieb zu verzichten. Zudem können die Fenster dann auch per KNX angesteuert werden, was den Funktionsumfang z. B. innerhalb eines Smart Homes erweitern kann.

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Spezielle Rollladen-Typen im Überblick

"Solar-Rollladen: Technik & Kosten im Vergleich" wurde am 29.11.2018 das letzte Mal aktualisiert.