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CPL-Türen im Experten-Check: Aufbau, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten

Was ist CPL und was sind CPL-Türen? Welche Eigenschaften bringen mit CPL-Schichtstoff versehene Türen mit und welche Nachteile hat die Beschichtung? Für welchen Einsatzzweck sind CPL-Türen gut geeignet? Was kosten sie?

Traditionell bestehen Türen aus massivem Holz. Doch der Werkstoff Massivholz arbeitet unter Einwirkung wechselnder Temperaturen und / oder Feuchtigkeit. Infolge dessen verziehen sich die Massivholztüren gerne mal und schließen schlimmstenfalls nicht mehr. Abhilfe schaffen Türen aus stabilen und weder von Temperatur- noch Feuchtigkeitsschwankungen beeinflussbaren Holzwerkstoffen, die wegen der gewünschten massivholzähnlichen Optik oberflächlich beschichtet werden, zum Beispiel mit einer CPL-Schicht. Wir erklären in diesem Artikel den möglichen Aufbau von CPL-Türen, stellen dabei ihre Eigenschaften heraus und weisen auf typische Einsatzorte hin. Nicht zuletzt erfahren Sie, auf welche Preise für CPL-Türen Sie im Handel stoßen.

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Herstellungsverfahren von CPL–Schichtstofftüren

Robuste CPL-Türen erfüllen besonders mit spürbarer Holzmaserung den Kundenwunsch nach authentischen Strukturen in der Einrichtung – hier das neue Modell „Verso Eiche natur“ von Mosel Türen. (Foto: MOSEL TÜREN Vertriebsgesellschaft mbH)
Robuste CPL-Türen erfüllen besonders mit spürbarer Holzmaserung den Kundenwunsch nach authentischen Strukturen in der Einrichtung – hier das neue Modell „Verso Eiche natur“ von Mosel Türen. (Foto: MOSEL TÜREN Vertriebsgesellschaft mbH)

CPL steht für „Continuous Pressure Laminate“ und meint ein Laminat, welches gefertigt wird, indem man mehrere Lagen Papier kontinuierlich mit härtendem Melaminkunstharz oder Phenolkunstharz unter Einfluss von Hitze verpresst. Je mehr einzelne in das Harz getränkte Papiere man dazu benutzt, desto härter wird das entstehende CPL.

Das kontinuierlich bezieht sich auf das Fertigungsverfahren der CPL-Beschichtung: Die in Harz getränkten Papiere werden im Durchlauf- oder Endlosverfahren in Rollenbandpressen, die von oben und unten beheizt werden, zu einer Art Endlosplatte verpresst. CPL gibt es jedoch nicht nur in Form von Platten, sondern auch als Rollenware. Je nachdem, welches Pressblech in der Presse verwendet wird, entsteht eine unterschiedliche Oberfläche der CPL-Platte. Ist das Pressblech poliert oder mattiert, entstehen glatte Oberflächen, geporte oder Bleche mit Rillen sorgen für (auch ertastbare) Strukturen.

Als oberste Papierschicht (Finish) kommt dabei ein Papier zum Einsatz, das die spätere Optik des Schichtstoffs CPL beziehungsweise der CPL-Tür bestimmt. CPL nennt man auch dekorative Schichtpressstoffplatten (nach DIN abgekürzt DKS = Dekorativer Kunststoffschichtpressstoff) oder kürzer: dekorativer Schichtstoff.

Robuste und langlebige Oberfläche dank CPL

Die Oberfläche des CLP bildet ein schützender Film (Finishfilm beziehungsweise transparentes Overlay) aus Melaminharz oder Phenolharz. Das ist der Grund, warum CPL-beschichtete Bauteile wie Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke oder Türen extrem belastbar sind: CPL-Türen sind besonders 

  • abriebfest
  • kratzfest
  • stoßfest
  • lösungsmittelfest
  • hitzefest
  • wischfest
  • und pflegeleicht.

Mit Hilfe einer gut Wärme leitenden Schicht, zum Beispiel einer metallischen Folie, wird der CPL-Schichtstoff auch robust gegenüber der Glut einer Zigarette oder dem Funken eines Kamins. Damit sich die CPL-Platte nicht verzieht, verpresst man rückseitig auf der Kernschicht ein sogenanntes Gegenzugpapier, das einem übermäßigen „Schüsseln“ des Schichtstoffs entgegen wirken soll.

Dank dieser Eigenschaften können Kratzwerkzeuge und Malwerkzeuge aus dem alltäglichen Gebrauch CPL-Türen nicht viel anhaben. Leichte Verschmutzungen kann man mit wenig Aufwand und ohne extra Putzmittel von ihnen entfernen. Die Oberfläche von CPL-Türen leidet weder in Farbe noch Beschaffenheit unter Einfluss von künstlichen Licht oder Sonnenlicht. Die CPL-Schicht ist demnach farb- und lichtecht.

CPL-Beschichtung ermöglicht vielfältige Verwendung

Gründe genug, CPL-Türen dort einzusetzen, wo Türen eine besondere Belastung erfahren: in Wohnungen und / oder Häusern von Familien mit Kindern, in hoch frequentierten Räumen wie Praxen, Schulen und Kindertagesstätten oder in Einrichtungen, wo Hygiene groß geschrieben wird, zum Beispiel Seniorenwohnheime oder Kantinen.

Wissenswert: Für den höchstanspruchsvollen Einsatz in Kindergärten oder Krankenhäusern kommen meist HPL-Beschichtungen zum Einsatz: „High Pressure Laminate“, auf Deutsch: Hochdrucklaminat, dessen Oberfläche aufgrund des hohen Drucks beim Verpressen von Papier und Kunstharz porenfrei und geschlossen ist.

Dem großen Einsatzgebiet von CPL-Türen kommt zudem ihre flexibel gestaltbare Optik zugute: Türen mit CPL-Beschichtung gibt es in verschiedenen Designs, unzählige Farben und Muster sind machbar, vom Klassiker Weiß über Holzoptiken bis hin zu phantasievollen Dekoren. Insbesondere die holzähnlichen Beschichtungen sind vom Laien kaum von einer massiven Tür im Originalholz zu unterscheiden. Gern gekauft werden hierzulande übrigens CPL-Türen in Holz-Reproduktionsoptiken wie Ahorn, Buche und Esche.

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CPL-Türen – typischer Aufbau unter der CPL-Schicht

Massivholztür vs. Holzwerkstofftür

Wie eingangs geschildert, besteht bei einer schönen und wertvollen Massivholztür die Gefahr, dass diese sich verzieht, wenn sie es mit unterschiedlichen Temperaturen und / oder Feuchtigkeitsanteilen in der Luft zu tun bekommt. Eine verzogene Tür schließt nicht mehr und erfüllt somit kaum mehr ihren Zweck. Die Frage ist, welche Tür sollte man stattdessen kaufen?

CPL-Türen kann die Antwort lauten. Denn diese sind im Kern Holzwerkstofftüren, deren umlaufender Rahmen aus Vollholz ist, während die sogenannte Einlage, also die Türdecks, aus Holzwerkstoffen bestehen, die teilweise mit CPL oberflächlich beschichtet werden. Als Holzwerkstoffe kommt zerkleinertes Holz zum Einsatz. Die Holzpartikel werden mit Kunstharz verpresst, wobei je nach Herstellungsverfahren und benutztem Material CPL-Türen mit unterschiedlichen Kerneigenschaften entstehen, die sich wiederum unterschiedlich einsetzen lassen. Man unterscheidet als Holzwerkstoffe unter anderem: 

  • Spanplatten, die häufig als Einlage zum Einsatz kommen,
  • hochdichte Faserplatten (kurz: HDF), die häufig als Deckplatten einer Tür genutzt werden
  • und mitteldichte Faserplatten (kurz: MDF). 

Decklage – die technischen Möglichkeiten neben CPL

Ist die Tür aus diesen Holzwerkstoffen gefertigt, kann man die Oberfläche, sprich: die Decklage der Tür, unterschiedlich gestalten: Entweder nutzt man als Decklage lackiertes Echtholzfurnier, eine Dekorfolie oder eben Kunststoffoberflächen wie CPL beziehungsweise HPL. Oder man lackiert die Tür mit speziellen Lackfarben.

Von den genannten Decklagen ist das Echtholzfurnier, also eine extrem dünne Holzschicht, gefertigt aus einem natürlich gewachsenen Stamm und mit Farbe, Lack, Lasur, Wachs oder Öl behandelt, die wertvollste Veredlung. Mitunter kommt auch ein Mix aus zwei verschiedenen Decklagen zur Anwendung, so dass die Innenseite einer Tür mit Holzfurnier beschichtet ist und die Außenseite, die mit Wind und Wetter in Kontakt kommt, eine COL- oder HPL-Beschichtung hat.

CPL-Türarten und -Varianten im Überblick

Entsprechend der verschiedenen Türarten gibt es auch unterschiedliche Varianten von CPL-Türen. Handelsüblich sind 

Unterschieden wird im Handel zudem nach der Richtung, in der die Optik der CPL-Beschichtung auf der CPL-Tür verläuft. So gibt es CPL-Türen, deren Optik längs (Längsoptik) von oben nach unten aufgebracht ist und Modelle, wo die CPL-Beschichtung quer von links nach rechts (Queroptik) verläuft.

Die neuen CPL-Designs von Mosel Türen bestechen durch cremige, softe Mischtöne, die gerade in vorwiegend weißen Wohnwelten zarte aber spürbare Akzente setzen. (Foto: Mosel Türen Vertriebsgesellschaft mbH)
Die neuen CPL-Designs von Mosel Türen bestechen durch cremige, softe Mischtöne, die gerade in vorwiegend weißen Wohnwelten zarte aber spürbare Akzente setzen. (Foto: Mosel Türen Vertriebsgesellschaft mbH)

Ab 100 Euro sind preisgünstige CPL-Modelle zu haben

Eine einfache, glatte CPL-Innentür in Holzoptik gibt es in Standardmaßnahmen für unter 100 Euro im Handel zu kaufen. Die Preise für CPL-Türen in aufwendigerer Optik, beispielswiese mit Sicht-/Lichtfenster, also CPL-Holz-Glastüren, liegen dann je nach Ausmaß der Öffnung im Türblatt weitaus höher: ab 250 Euro aufwärts. Eine robustere CPL-Wohnungseingangstür kostet ohne Sichtfenster auch ab 250 Euro. Einfache und geschlossene CPL-Türen mit tastbarer CPL-Struktur kosten ab etwa 100 bis 120 Euro aufwärts.

Tabelle: Beispiel-Preise für CPL beschichtete Türblätter aus Röhrenspan inkl. Zarge, Rundkante und Bekleidung
CPL-Oberfläche Höhe Zargentiefe Preis
Weißlack 1985 mm 160 mm 190,- Euro
Weißlack 1985 mm 180 mm 200,- Euro
Weißlack 2110 mm 160 mm 210,- Euro
Weißlack 2110 mm 180 mm 220,- Euro
Buche 1985 mm 160 mm 215,- Euro
Buche 1985 mm 180 mm 230,- Euro
Buche 2110 mm 160 mm 235,- Euro
Buche 2110 mm 180 mm 240,- Euro

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"CPL-Türen im Experten-Check" wurde am 10.07.2019 das letzte Mal aktualisiert.