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Energieverbrauch in Deutschland

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Energieverbrauch im Haushalt

In den Privathaushalten Deutschlands ist nicht das Auto, sondern die Heizung der größte Energieverbraucher. Die Wärmeversorgung benötigt durchschnittlich 50 Prozent des privaten Energieverbrauchs. Zusammen mit der Warmwasserbereitung, die häufig mit der Heizung gekoppelt ist, sind es sogar rund 60 Prozent des Energieverbrauchs. Für das Autofahren werden hingegen nur 35 Prozent Energie eines Privathaushalts verbraucht.

Ohne Berücksichtigung des Autos als Energieverbraucher im Haushalt entfällt rund 70 Prozent des Haushaltsenergieverbrauchs auf das Heizen und die Bereitstellung von Warmwasser. Die restlichen 30 Prozent fallen auf Beleuchtung, den Betrieb von elekritschen Geräten sowie die Tätigkeiten Kochen, Bügeln, Waschen. Gas ist derzeit der wichtigste Energieträger im Bezug auf den Energieverbrauch im Haushalt. Im Jahr 2013 betrug sein Anteil an der gesamten Haushaltsenergie 41,7 Prozent. Dagegen spielt Mineralöl eine eher geringe Rolle. Sein Anteil lag 2013 bei 18 Prozent. Im Vergleich zu 2005 hat sich der Anteil also um fast 30 Prozent reduziert. Der Einsatz von Erneuerbaren Energien (Brennholz, Solarthermie, Wärmepumpen) im Bereich der Wärmegewinnung in privaten Haushalten lag 2013 indes erst bei 11,7 Prozent.

Um Energie zu sparen, ist es wichtig die größten Energieverbraucher zu kennen. Neben der Heizung und dem Auto es gibt auch eine Vielzahl kleinerer Energieverbraucher im Haushalt, bei denen sich das Energiesparen oder ein Austausch lohnen kann, um seinen Energieverbrauch im Privathaushalt zu reduzieren.

Durchschnittlicher Jahresstromverbrauch eines 2-Personen-Haushalts für verschiedene Anwendungen, deren Ersatz durch neue, effiziente Geräte und weiterer Energieeinsparung
Durchschnittlicher Jahresstromverbrauch eines 2-Personen-Haushalts für verschiedene Anwendungen, deren Ersatz durch neue, effiziente Geräte und weiterer Energieeinsparung

Den größten Energieverbrauch der Haushaltsgeräte weisen unter anderem Kühl und Gefriergeräte, Herde, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Fernseher, PC und Glühlampen auf. Haushaltsgeräte, die bereits einige Jahre alt sind, können dabei echte Stromfresser sein. Verwendete Materialien, Bauweisen und die Technologie sorgen bei modernen Haushaltsgeräten für einen wesentlich geringeren Energieverbrauch. Der Ersatz alter Haushaltsgeräte kann sich deshalb häufig schon nach wenigen Jahren lohnen.

Energieverbrauch in der Industrie

Laut Statischem Bundesamt spielt an vielen großen Industriestandorten Erdgas, das auch deutschlandweit der wichtigste Energieträger war, eine große Rolle. So hatte der energieintensivste Kreis Ludwigshafen am Rhein einen Erdgasanteil von über 50 %, den höchsten Anteil an Erdgas hatte Wittenberg in Sachsen-Anhalt mit über 90 %.

An anderen Orten fallen die erneuerbaren Energien stärker ins Gewicht: Den höchsten Verbrauch von erneuerbaren Energien hatte die Industrie im Kreis Stendal mit gut 12 Petajoule. Hier waren die erneuerbaren Energien auch der wichtigste Energieträger. Im Alb-Donau-Kreis verbrauchte die Industriegut 5 Petajoule erneuerbare Energien, in Meißen knapp 2 Petajoule. Kohle als Energieträger kam vor allem im Rhein-Erft-Kreis, in Soest und im Burgenlandkreis zum Einsatz.

Energieverbrauch der Industrie auf Kreisebene (Grafik: Statistisches Bundesamt (Destatis))
Energieverbrauch der Industrie auf Kreisebene (Grafik: Statistisches Bundesamt (Destatis))

Im Jahr 2018 betrug der Energieverbrauch der Industrie in Deutschland insgesamt 3 981 Petajoule und damit 2,3 % weniger als im Vorjahr. Wichtigster Energieträger für die deutschen Industriebetriebe war im Jahr 2018 bundesweit Erdgas mit einem Anteil von knapp 30 %, gefolgt von Strom (22 %), Mineralölen und Mineralölprodukten (16 %) sowie Kohle (15 %). Regional gibt es dabei große Unterschiede in der Zusammensetzung des Energieverbrauchs.

Größter Energieverbraucher war bundesweit die Chemische Industrie mit einem Anteil von 29 %, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 22 % sowie der Kokerei und Mineralölverarbeitung mit 11 %. Allerdings wurde in der Chemischen Industrie mehr als ein Drittel der Energieträger (37 %) als Ausgangsstoffe für chemische Produkte und damit nicht energetisch eingesetzt.

Die Karte in vollem Funktionsumfang steht unter folgendem Link zur Verfügung: Energieverbrauch in der Industrie 2018 nach Energieträgern

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"Energieverbrauch in Deutschland: Haushalt & Industrie" wurde am 30.04.2020 das letzte Mal aktualisiert.