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Stromverbrauch & -Verbraucher in deutschen Haushalten

Mit einem Viertel des Stromverbrauchs in Deutschland, rund 129,6 Milliarden Kilowattstunden, sind die privaten Haushalte die zweitgrößte Verbrauchsgruppe in Deutschland Wenngleich die Strompreise für den Einzelnen kaum zu beeinflussen sind, lassen sich recht einfach die Energiekosten durch den Einsatz energiesparender Geräte sowie deren planvoller Verwendung verringern. Doch wie viel Strom verbrauchen die einzelnen Haushalte und wofür? Hierzu geben wir Ihnen hier einen Überblick über die Aufteilung des Stromverbrauchs der einzelnen Gerätegruppen, um gezielt den Stromverbrauch reduzieren zu können.

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Stromverbrauch privater Haushalte

Die privaten Haushalte sind der zweitgrößte Stromverbraucher in Deutschland nach der Industrie. Laut BDEW entfallen auf sie rund 25 Prozent des gesamten Netto-Stromverbrauchs (2014), dies entspricht rund 129,6 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Der Gesamt-Stromverbrauch der Haushalte stieg bis 2006 stetig an und nimmt seither tendenziell leicht ab. Da gleichzeitig die Anzahl der Haushalte nach wie vor geringfügig steigt, resultiert daraus eine leichte Abnahme des durchschnittlichen Jahres-Stromverbrauchs pro Haushalt.

Die wachsende Zahl von 1-2-Personen-Haushalten erhöht tendenziell den gesamten Strombedarf der deutschen Haushalte. Alleinlebende Personen verbrauchen durchschnittlich 2050 Kilowattstunden Strom im Jahr. Dagegen liegt der Stromverbrauch pro Kopf in einem 2-Personen-Haushalt bereits um 16 Prozent niedriger, bei einem 4-Personenhaushalt ist der Pro-Kopf-Verbrauch um 42 Prozent niedriger. Die Schwankungsbreite ist allerdings sehr hoch je nach Geräteausstattung und deren Nutzung. Einen deutlichen Einfluss hat beispielsweise die elektrische Warmwasserbereitung wie z. B. Durchlauferhitzer.

Stromverbraucher im Haushalt

In den letzten Jahren haben vor Allem der Stromverbrauch von TV- und Audio-Geräten zugenommen. Darauf entfällt mittlerweile ein Viertel des Stromverbrauchs. Dies lässt sich insbesondere zurückführen auf eine starke Zunahme der Anzahl der Geräte der Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik in den Haushalten. Zugenommen hat sowohl die Gerätevielfalt, der Ausstattungsgrad als auch der Ausstattungsbestand. Die Geräte, insbesondere Fernseher, Spielekonsolen und Desktop-Computer, werden zudem größer und leistungsfähiger.

Stromverbrauch privater Haushalte nach Anwendungsbereichen im Jahr 2015 (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen / Grafik: energie-experten.org)
Stromverbrauch privater Haushalte nach Anwendungsbereichen im Jahr 2015 (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen / Grafik: energie-experten.org)

Dagegen hat der Stromverbrauch für Kühlen und Gefrieren in den letzten 15 Jahren deutlich abgenommen, da sich zunehmend sparsamere Geräte durchgesetzt haben. Ein wichtiger Treiber für diese Entwicklung war die Einführung des Energielabels Mitte der 90er Jahre.

Der Stromverbrauch für die Beleuchtung hat leicht abgenommen. Dies lässt sich insbesondere auf das stufenweise Auslaufen von ineffizienten Leuchtmitteln aufgrund der europäischen Ökodesign-Richtlinie zurückführen. So dürfen z. B. seit September 2009 keine matten Leuchtmittel (Glüh- und Halogenlampen) mehr in den Handel gebracht werden, klare Glühlampen liefen stufenweise aus. Die Alternativen, Kompaktleuchtstofflampen sowie zunehmend LED, sind deutlich sparsamer und zudem langlebiger.

Der Stromverbrauchs-Anteil für Waschen, Trocknen und Spülen hat leicht zugenommen, da die Marktsättigung von Wäschetrocknern und Geschirrspülern deutlich angestiegen ist und die Effizienzgewinne der Einzelgeräte vorerst überkompensiert hat. Diese Entwicklung dürfte sich umkehren, da mittlerweile der Ersatzbedarf deutlich überwiegt und z. B. bei Wäschetrocknern bereits die Hälfte der verkauften Geräte hocheffiziente Wärmepumpengeräte sind.

"Stromverbrauch & -Verbraucher in Haushalten" wurde am 03.11.2017 das letzte Mal aktualisiert.