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Überblick der Photovoltaik-Förderung in Deutschland

Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik? Wo finde ich Zuschüsse und Förderkredite?

Mit weiter absinkender Einspeisevergütung sind viele an der Photovoltaik Interessierte Hausbesitzer auf der Suche nach einer anderen Förderung. Wir stellen Ihnen hier unterschiedliche Fördermöglichkeiten vor, wie Sie die Anschaffung als auch den Betrieb einer PV-Anlagen fördern lassen können.

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Förderung von Photovoltaik-Anlagen ohne EEG-Einspeisevergütung

Neben der EEG-Einspeisevergütung gibt es weitere Photovoltaik-Förderungen. (Grafik: energie-experten.org)
Neben der EEG-Einspeisevergütung gibt es weitere Photovoltaik-Förderungen. (Grafik: energie-experten.org)

Moderne PV-Anlagen als Anlageform erfreuen sich großer Beliebtheit, da die Erträge aus dem Verkauf des PV-Stroms durch die Einspeisevergütung kontinuierlich und stabil prognostizierbar sind. Mit abnehmender und auf Sicht auslaufender EEG-Förderung sind PV-Interessierte häufiger auf der Suche nach anderen Solar-Förderprogrammen. Hierbei kann man folgende Förderungsmöglichkeiten unterscheiden:

  • Bundesförderung wie z. B. durch die KfW
  • Förderung durch das jeweilige Bundesland
  • Regionale Förderung durch die Stadt oder Kommune
  • Förderung durch den ansässigen Energieversorger

Neben diesen Institutionen gibt es jedoch andere, teilweise eher unbekannter Förderungsoptionen für Photovoltaik. So kann es sein, dass für Privatleute eine Photovoltaik-Anlage aus steuerlichen Gründen günstiger betrieben werden kann, oder, dass sich die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage indirekt über andere Programme fördern lässt.

Günstige Finanzierung: KfW-Förderung für Photovoltaik-Anlagen

Die bundeseigene KfW-Bank fördert Photovoltaik über zinsgünstige Kredite im Förderprogramm 274. Förderkredite und Zuschüsse für PV-Stromspeicher können zudem über das Förderprogramm 275 geltend gemacht werden. (Grafik: energie-experten.org)
Die bundeseigene KfW-Bank fördert Photovoltaik über zinsgünstige Kredite im Förderprogramm 274. Förderkredite und Zuschüsse für PV-Stromspeicher können zudem über das Förderprogramm 275 geltend gemacht werden. (Grafik: energie-experten.org)

KfW-Förderprogramm 274 und Förderprogramm 275

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet ein spezielles Förderprogramm für Solaranlagenbetreiber an. Das sogenannte "Programm Erneuerbare Energien - Standard 274" ermöglicht die zinsgünstige Finanzierung moderner PV-Anlagen. Voraussetzung für eine KfW-Förderung ist aber, dass der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist wird.

Als Besonderheit muss beachtet werden, dass durch den KfW-Kredit nicht nur die Anschaffungskosten finanziert, sondern auch die Installationskosten gedeckt werden können. Die Laufzeiten variieren zwischen fünf, zehn und 20 Jahren und die Konditionen des Kredits sind abhängig von der persönlichen Bonität des Antragstellers. Der Förderkredit selbst wird über die eigene Hausbank abgewickelt.

Zudem lassen sich über eine KfW Förderung auch Stromspeicher für die PV-Anlage über das KfW-Programm 275 fördern. Diese Photovoltaik-Förderung gilt seit dem 01. Mai 2013 und wird ebenfalls bei Banken und Sparkassen beantragt. Vergeben wird die Stromspeicher-Förderung durch die KfW-Bank als zinsgünstiges Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 660 Euro pro Kilowattpeak (kWp) Photovoltaik-Leistung. Über die Förderung des Stromspeichers lässt sich die Photovoltaik-Anlage indirekt mitfördern.

EEG-Förderung im Effizienzhaus: KfW-Förderung aufsplitten!

Häufig wird angenommen, dass der Solarstrom einer Photovoltaikanlage auf einem Dach eines kreditgeförderten Effizienzhauses keine Einspeisevergütung erhält. Dies gilt aber nur für den Fall, wenn die PV-Anlage über den Kredit „Energieeffizient bauen“ mitfinanziert wird. Wird die Photovoltaikanlage hingegen anders finanziert oder z. B. aus anderen KfW-Programmen gefördert, so kann der Solarstrom einer PV-Anlage auf einem Dach eines Effizienzhaus-Neubaus auch per EEG vergütet werden.

Um in diesen Fällen auch eine Photovoltaik-Förderung zu erhalten, sollten Bauherren ihre Investitionen aufsplitten: Sinnvoll ist z. B. die Kombination des KfW-Förderprogramms 153 („Energieeffizient Bauen“) mit den beiden anderen KfW-Produkten 270 („Erneuerbare Energien - Standard“) und 275 (Speicher). Denn der maximale Tilgungszuschuss aus dem Bau-Programm 153 steigt von 10.000 auf 15.000 Euro pro Wohneinheit, wenn dank Solaranlage und Speicher der KfW-40-Plus-Standard erreicht wird.

Wer die Photovoltaik-Komponenten separat über die anderen Programme fördern lässt bzw. finanziert, darf ihren Effekt für das Erreichen des Standards anrechnen, ohne dass die Klausel aus dem Bau-Programm greift. Sprich: Die Voraussetzungen für den größtmöglichen Förderzuschuss sind erfüllt, ohne dass die Einspeisevergütung verloren geht.

Wer eine Solaranlage allerdings über das Bau-Programm 153 finanziert hat und trotzdem Vergütung kassiert, handelt rechtswidrig. In diesem Fall muss mit dem Netzbetreiber ausdrücklich der Verzicht auf die Vergütung vereinbart werden.

Landes- und regionale Förderprogramme für Photovoltaikanlagen

Obwohl die Förderung von Photovoltaik auf landes- und kommunaler Ebene stark begrenzt wurde, lohnt es sich gerade bei speziellen PV-Anwendungen bei Landestellen, kommunalen Behörden aber auch neutralen Institutionen wie der Verbraucherzentrale nach Phot
Obwohl die Förderung von Photovoltaik auf landes- und kommunaler Ebene stark begrenzt wurde, lohnt es sich gerade bei speziellen PV-Anwendungen bei Landestellen, kommunalen Behörden aber auch neutralen Institutionen wie der Verbraucherzentrale nach Photovoltaik-Förderung zu fragen. (Grafik: energie-experten.org)

Da der Ausbaubestand an Photovoltaik ein vergleichweise hohes Niveau angenommen hat, haben immer mehr Bundesländer als auch Kommunen die Förderung von Photovoltaik eingestellt. Somit gibt es nur noch sehr wenige Förderungen auf landes- und kommunaler Ebene. Die bestehenden Förderungen beziehen sich daher zumeist auf Anlagen, die einen besonderen Zweck erfüllen.

Förderangebot des Saarland: Projekt "Klima Plus Saar"

Das Saarland fördert z.B. netzgekoppelte PV-Anlagen ab einer Leistung von 2 kW, die als Pilot-, Entwicklungs- oder Demonstrationsanlage für spezielle architektonische Gestaltungen dienen sollen. Diese Photovoltaik-Förderung beträgt 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben und darf 100.000 Euro nicht übersteigen.

Städtische Förderungen von PV-Anlagen

Auch viele Städte fördern Erneuerbare Energien und insbesondere auch Photovoltaik. Ein Beispiel stellt u.a. Hannover dar. Da ältere, unsanierte Dächer häufig ein Hinderungsgrund für die Installation einer Solaranlage sind, fördert die Stadt Hannover seit April 2019 im Förderprogramm „Dach plusSolar" eine Dachdämmung in Kombination mit der erstmaligen Installation einer Solarstrom- und Solarwärmeanlagen mit 20 Euro pro Quadratmeter Dämmfläche. Maximal gibt es 40.000 Euro Förderung je Gebäude.

Verbraucherzentrale bietet geförderte Energieberatung

Neben einer direkten Photovoltaik-Förderung gibt es jedoch die Möglichkeit, eine geförderte Energieberatung der Verbraucherzentralen in jedem Bundesland in Anspruch zu nehmen. So kann man sich im Vorwege einer Investitionsentscheidung innerhalb eines Fachgespräches bei der Verbraucherzentrale über alle Vor- und Nachteile einer Photovoltaikanlage informieren.

Obwohl die Förderung von Photovoltaik von seiten der Bundesländer und Kommunen stark zurückgefahren wurde, lohnt es sich, sich bei der zuständigen Stadt- und Gemeindeverwaltung oder speziellen Landeseinrichtungen zur Förderungen von innovativen Energieanwendungen über den aktuellen Stand der Förderung von Photovoltaik zu informieren. Viele Förderprogramme ändern sich nämlich relativ häufig je nach den zur Verfügung stehenden Fördermitteln.

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Förderungsmöglichkeiten von PV-Anlagen von Stadtwerken

Direkte PV-Förderungen werden von Stadtwerken nur noch selten angeboten. Im Kommen sind indirekte Förderungen von Photovoltaik wie durch ein Dachpachtmodell, bei dem das Stadtwerke die Kosten und die Montage übernimmt und dem Hausbesitzer eine Pachtgeb
Direkte PV-Förderungen werden von Stadtwerken nur noch selten angeboten. Im Kommen sind indirekte Förderungen von Photovoltaik wie durch ein Dachpachtmodell, bei dem das Stadtwerke die Kosten und die Montage übernimmt und dem Hausbesitzer eine Pachtgebühr bezahlt. (Grafik: energie-experten.org)

Mittlerweile fördern auch immer weniger örtliche Energieversorger wie Stadtwerke die Errichtung einer PV-Anlage. Die Photovoltaik-Förderung selbst unterscheidet sich zudem von Energieversorger zu Energieversorger. So zahlen einige Stadtwerke einen Aufschlag auf die staatlich garantierte Einspeisevergütung, wieder andere gewähren einen einmaligen Bauzuschuss.

Allgemeine Voraussetzung für eine solche Photovoltaik-Förderung vom Stadtwerk ist in aller Regel, dass man Kunde bei dem jeweiligen Energieversorger ist. Einige Versorger knüpfen die Förderung zudem an zusätzliche Bedingungen. So setzen manche Energieversorger das Werben einer bestimmten Anzahl von Neukunden voraus.

Einige Energieversorger bietet überdies weitere Services an. So kann man mittlerweile über einige Stadtwerke auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach pachten. Das Stadtwerk übernimmt dann die Finanzierung der PV-Anlage und die Installation und verkauft den erzeugten PV-Strom. Diese indirekte Förderung von Photovoltaik ist für diejenigen interessant, die die Investitionskosten und den zeitlichen Aufwand scheuen.

Photovoltaik-Förderung durch Steuervorteile ausschöpfen

Auch einer steuerliche Förderung der Photovoltaik kommt in Betracht. Ob sich das lohnt, sollte im Einzelfall immer mit einem Steuerberater besprochen werden. (Grafik: energie-experten.org)
Auch einer steuerliche Förderung der Photovoltaik kommt in Betracht. Ob sich das lohnt, sollte im Einzelfall immer mit einem Steuerberater besprochen werden. (Grafik: energie-experten.org)

Photovoltaik lässt sich zudem unter bestimmten Bedinungen auch steuerlich fördern. Diese Möglichkeit basiert darauf, dass man als Betreiber einer PV-Anlage im steuerlichen Sinne als Unternehmer gilt. Neben zusätzlichem Verwaltungsaufwand bringt dies allerdings den Vorteil mit sich, die Kosten einer Photovoltaikanlage als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen zu können:

  • Anschaffungskosten
  • Werbungskosten
  • Reparaturkosten
  • Dachumbauten
  • Laufende Kosten durch Versicherungen

Auf der anderen Seite muss der Anlagenbetreiber aber auch den verkauften Strom als Einnahme verbuchen. Je nach Höhe der Einnahmen im Jahr hat man dann zwei Optionen:

1. Kleinunternehmerregelung: Übersteigen die jährlichen Einnahmen nicht einen Betrag von 17.500 Euro, so sind Kleinunternehmer von der Zahlung der Umsatzsteuer befreit.

2. Bei höheren Einnahmen gilt diese Regelung nicht mehr. In diesem Fall macht man die Umsatzsteuer geltend und bekommt dann eine entsprechende Vorsteuer zurückerstattet.

In jedem Fall ist eine Beratung durch einen Steuerfachmann vor dem geltend machen von Forderungen an das Finanzamt sinnvoll.

Die wichtigsten Photovoltaik-Förderungen im Überblick

Übersicht der möglichen Förderungen der Photovoltaik in Deutschland
Art der FörderungFörderinstitutVorteile
EinspeisevergütungStaat, BundesnetzagenturStaatlich garantierte Rendite
KfW-FörderkreditKreditinstitut für WiederaufbauFörderung von Anschaffungs- und Installationskosten, Höhe von Bonität des Kunden abhängig
Regionale FörderprogrammeGemeinden, Städte, KommunenZusätzliche Förderung
Zuschuss durch EnergieversorgerEnergieversorgerAufschlag auf EEG-Einspeisevergütung oder auch Zuschuss bei Bau, Installation, ect.
SteuervorteileFinanzamt (Staat)Gründung eines Unternehmens als PV-Anlagenbetreiber mit Anschluss an das öffentliche Netz. Viele Kosten können steuerlich geltend gemacht werden

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"Photovoltaik-Förderung im Überblick" wurde am 13.04.2019 das letzte Mal aktualisiert.