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Photovoltaikanlagen-Preise für Module, Wechselrichter und Speicher im Überblick

  • Neben den Effizienzverbesserungen und längeren Lebensdauern von Photovoltaik-Anlagen haben insbesondere Skaleneffekte innerhalb der Produktion von Solarmodulen und Wechselrichtern in den letzten Jahren zu signifikanten Preisdegressionen geführt. Ende 2017 lagen diese bei etwa 1.150 €/kWp für Photovoltaik-Aufdachanlagen mit Leistungen von mehr als 10 kWp.
  • Der durchschnittliche Kaufpreis von Heimspeichern liegt seit 2013 nahezu konstant bei rund 10.000 €, da sinkende Speicherpreise zu größeren Batteriekapazitäten führten. Die Preise für Lithium-Ionen-Speicher sind seit Mitte 2013 um über 50 % gefallen. Die durchschnittlichen Endverbraucherpreise lagen Ende 2017 bei rund 1.300 €/kWh (inklusive Leistungselektronik und Mehrwertsteuer). Größere Batteriespeichersysteme waren sogar bereits für weniger als 800 €/kWh erhältlich.

Preis- und Angebotsvergleich von Photovoltaik-Anbietern

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Endkunden- und Großhandelspreise von Solarmodulen

Den größten Kostenfaktor einer Photovoltaikanlage stellen die Solarmodule dar. Dabei unterscheidet man zwischen kristallinen und Dünnschicht-Modulen. Im Privatbereich kommen jedoch eher nur mono- und polykristalline Module zum Einsatz. Jeder Typ muss in einem eigenen und aufwendigen Herstellungsverfahren produziert werden, daher variieren die Preise je nach Modultechnik. Durchschnittlich liegen die Endkundenpreise für PV-Module in sehr kleinen Mengen zwischen 1.400 und 2.000 Euro pro Kilo-Watt-Peak.

Beispiele für Großhandelspreise für Solarmodule unterschiedlicher Hersteller
Hersteller und SolarmodultypPreise in Euro pro Wattpeak
Zytech 240W poly0,48 €/Wp
Unimen Solar 250 W poly0,51 €/Wp
ShanSolar Sapphire 255 W mono0,57 €/Wp
Eging 250 / 255 W poly0,58 €/Wp
Hanwha Solar poly & black poly0,61 €/Wp
Q-Cells 260-265 W poly0,63 €/Wp
Yingli Panda 275 W mono0,65 €/Wp

Im Durchschnitt belaufen sich die aktuellen Modulpreise für monokristalline Module auf 67 Cent je Watt Leistung, für multikristalline Module auf 60 Cent je Watt Leistung und für Module aus chinesischer Produktion auf 61 Cent je Watt Leistung.

Großhandelspreise differieren sowohl nach Technik als auch entsprechend der Bestellmenge. Daher kann es durchaus Sinn machen, auf Sonderwünsche zu verzichten und mit dem Solarteur abzusprechen, ob dieser aktuell größere Bestellmengen plant. Deutliche Preisrabatte gibt es meistens bei der Bestellung einer ganzen Palette oder eines ganzen Containers. Die Endkundenpreise für PV-Module liegen meistens um den Faktor 2 bis 2,5 über den Großhandelspreisen. Beim Kauf einer PV-Anlage gibt es daher gerade bei den Modulen duchaus noch einen Verhandlungsspielraum beim Preis.

Hier finden Sie viele weitere » Preisangaben für Solarmodule.

Wechselrichterpreise nach Typ und Leistung

Der Wechselrichter ist ebenfalls ein zwingend notwendiges Element der PV-Anlage. Dieser wandelt den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Die Anschaffungspreise eines Wechselrichters sind stark davon abhängig, ob man einen Modul-, Insel-, String-, einen Batteriewechselrichter oder Wechselrichter mit unterschiedlichen Phasen wählt.

Preisbeispiele für unterschiedliche Wechselrichtertypen und Leistungsgrößen
WechselrichtertypHerstellerProduktbezeichnungLeistungPreis (netto)Preis pro kW
ModulwechselrichterAEConervsionINV500-90 PLC0,5 kW242 Euro484 Euro
InselwechselrichterASPASP Top Class 35/483,9 kW1911 Euro490 Euro
StringwechselrichterDanfossFLX Pro 17k17 kW2200 Euro129 Euro
einphasiger WechselrichterFroniusIG Plus 25 V-12,5 kW790 Euro316 Euro
zweiphasiger WechselrichterFroniusIG Plus 100 V-210 kW1417 Euro141 Euro
dreiphasiger WechselrichterFroniusIG Plus 150 V-315 kW1698 Euro113 Euro
BatteriewechselrichterKostalPiko BA4 bis 11 kW2882 Euro720 Euro

Ein typisches Wechselrichtermodell für Privatanlagen kostet so um die 2.000 Euro. Dazu benötigt man dann noch entsprechende Anschlusselemente für den Netzanschluss und den Anschluss an den Stromzähler, die ungefähr 10 Prozent der Anschaffungskosten des Wechselrichters ausmachen.

Welchen Wechselrichtertyp man genau benötigt, ist abhängig von der Anlagengröße, dem Einsatz und der Anwendung. Nicht jeder Wechselrichtertyp eignet sich auch für jede Art der PV-Anlagenschaltung. Hier hilft der Experte vom Fachbetrieb weiter.

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Stromspeicher: Gesamtpreise und Preise pro kWh

Aufgrund der sinkenden Einspeisevergütung der letzten Jahre wird das Thema Eigenverbrauch von Solarstrom im Bereich der PV-Technik immer wichtiger. Und seitdem die KfW entsprechende Förderprogramme für Solar-Speicher anbietet, kann ein solches System sogar recht preiswert angeschafft werden. Der Solar-Speicher meistens auf Basis von Blei- oder Lithium-Akkus ermöglicht dann eine sinnvolle Speicherung statt diese direkt in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Preise für Stromspeichersysteme nach Speicherkapazität gestaffelt
StromspeicherKapazitätPreis
Speicherkraft BleiGel3,2 kWh8.586 Euro
Sonnenbatterie classic Basic mit Li4,5 kWh12.376 Euro
Sony Olivine LiFE-PO4 Stromspeicher Li-Ion Set4,8 kWh8.309 Euro
SMA HOPPECKE Batteriespeicher Komplettset 7.47,4 kWh7.115 Euro
SIA Energy Business Lithium7,7 kWh17.763 Euro

Die Preise für Lithium-Speicher liegen bisher noch deutlich über den Preisen von Blei-Speicher. Betrachtet man jedoch die Preise pro gespeicherter Kilowattstunde, so gleichen sich die Preise aufgrund der längeren Nutzungsdauer von Lithium-Speichern wieder an. Beim Preisvergleich sollte man zudem darauf achten, ob Zubehör mit angeboten wird. Hier bieten viele Hersteller bereits komplette Sets an.

Die Kosten für einen Solarspeicher für Anlagen bis 10 kW liegen bisher noch zwischen 10.000 und 12.000 Euro. Mit der Speicher-Förderung kann der Gesamtpreis jedoch um bis zu 3.000 Euro gesenkt werden. Da Stromspeicher immer häufiger nachgefragt werden ist zukünftig jedoch von weiter sinkenden Preisen auszugehen.

Zudem gibt es unterschiedliche Betriebsmodelle von Speichern: Möchte man sich so autark wie möglich mit Strom versorgen, so muss ein relativ großer Speicher mit dementsprechenden Preisen gewählt werden, der aufgrund der hohen Reservekapazität jedoch selten voll ausgenutzt wird. Im Gegensatz dazu gibt es kleinere Speichermodelle, die etwa nur rund 50 Prozent des Strombedarfs decken können, dafür jedoch voll ausgenutzt werden und sich so günstigere Preise pro gespeicherter kWh ergeben.

Welcher Speicher sich für die entsprechende Anwendung lohnt sollte daher immer mit dem anbietenden Fachbetrieb selbst abgesprochen werden.

Zukünftige Preisentwicklung auf dem PV-Markt

Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen 8 Jahren um mehr als 60% gesunken. (Grafik: BSW-Solar)
Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen 8 Jahren um mehr als 60% gesunken. (Grafik: BSW-Solar)

Laut Branchen-Experten sind die Preise für Photovoltaikanlagen in den letzten acht Jahren um bis zu 60% gesunken. Verantwortlich für den massiven Preisnachlass ist der starke Wettbewerb, der sich in den letzten Jahren auf dem PV-Markt entwickelt hat.

Günstige PV-Module aus Fernost bieten heute einen den deutschen Standards entsprechenden Leistungsumfang, entsprechen unseren Sicherheitsbestimmungen und können sich durchaus mit Qualitätsprodukten Made in Germany messen.

Außerdem sorgt die Bundesnetzagentur mit der schrittweisen Kürzung der Einspeisvergütung für einen zusätzlichen Preisdruck, sodass auch zukünftig mit weiter sinkenden Preisen für Photovoltaikanlagen zu rechnen ist.

Expertentipp: Angebote einholen und Preise vergleichen

Weiß man jetzt so ungefähr weiß, welche Kosten auf einen zukommen, sollte man entsprechende Angebote einholen und gezielt die Preise vergleichen. Man kann sagen, man sollte immer mindestens drei unterschiedliche Angebote einholen und diese dann eingehend vergleichen. Dafür muss man sich unbedingt etwas Zeit nehmen. Nur so findet man dann das passende Angebot für die eigenen Ansprüche und Planungsfehler können nur so verhindert werden. Im Angebot müssen alle genannten Elemente enthalten sein und die Anlage schlüsselfertig übergeben werden. Dann kann man auch einen sinnvollen Preisvergleich anstellen.

Die Brutto-Preise kleinerer Anlagen sinken weniger stark als die größerer Anlagen, da der Einfluss der Materialkosten auf den Preis pro kWp weniger ins Gewicht fällt. (Grafik: Verbraucherzentrale NRW)
Die Brutto-Preise kleinerer Anlagen sinken weniger stark als die größerer Anlagen, da der Einfluss der Materialkosten auf den Preis pro kWp weniger ins Gewicht fällt. (Grafik: Verbraucherzentrale NRW)

Die Dringlichkeit eines Angebotsvergleiches mahnt auch die im März 2019 veröffentlichte HTW-Studie zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen an: Demnach seien höhere Anlagenpreise teilweise auch auf einen zu geringen Wettbewerb unter den Installateuren zurückzuführen. Deshalb sollten Interessenten vorab prüfen, ob andere Betriebe ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis bieten. Schließlich riskiere, wer zu viel bezahle, letztlich die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage.

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"Photovoltaikanlagen-Preise im Überblick" wurde am 10.07.2019 das letzte Mal aktualisiert.