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Solaranlage: Kosten & Wirtschaftlichkeit im Überblick

Was kosten Solaranlagen? Was kosten die Einzelteile? Welche Betriebskosten fallen an? Wie berechnet man die Gesamtkosten einer Solaranlage?

Die Gesamtkosten einer Solaranlage setzen sich aus ihren Anschaffungs- und Betriebskosten zusammen. Der produzierte Strom ist der Ertrag der Anlage, der den Kosten gegenübergestellt werden muss. Das Verhältnis von Kosten und Ertrag bestimmen, wie wirtschaftlich die Investition in eine Solaranlage ist.

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Unterscheidung von Kostenarten von Solaranlagen

Solaranlagen erzeugen aus der Sonnenergie, insbesondere der Lichtenergie, elektrische Energie in Form von Gleichstrom, der mit Hilfe eines Wechselrichters umgewandelt wird, so dass er als Wechselstrom in das Stromnetz des Haushalts zum Eigenverbrauch und/ oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.

Die Kosten einer Solaranlage setzen sich aus den Anschaffungskosten und den Betriebskosten zusammen und bilden in Summe die Gesamtkosten einer Solaranlage. Die Gesamtkosten einer Solaranlage unterscheidet man wiederum in fixe und variable Kosten.

Variable Kosten sind die Kosten, die mit zunehmender Größe der Anlage steigen. Zu den fixen Kosten zählen die Kosten, die nahezu unabhängig von der Größe der Solaranlage immer auftreten. Zu den variablen Kosten einer Solaranlage zählen vor Allem die Solarmodule als auch deren Montagegestelle z. B. zur Befestigung auf einem Spitzdach. Zu den fixen Kosten einer Solaranlage zählen u.a. der Wechselrichter sowie der Stromanschluss.

Tabelle 1: Überblick über fixe und variable Kosten von Solaranlagen
Variable Kosten Fixe Kosten
Solarmodule Wechselrichter
Montagegestelle Anschluss Stromnetz
Montagestunden Anlagenmeldung

Überblick über die Anschaffungskosten einer Solaranlage

Kosten für Solarmodule

Bei Solaranlagen sind die Solarmodule preislich die teuersten Anlagen-Komponenten. Je nach Solarzellen-Typ fallen dann auch die Kosten der Solaranlage deutlich unterschiedlich aus.

Während die Kosten von Solaranlagen aus Dünnschichtmodulen wegen ihrer vergleichsweise einfachen Herstellung recht niedrig sind, muss man für Anlagen, basierend auf polykristallinen und monokristallinen Solarzellen schon deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die höheren Kosten für die beiden letztgenannten Solaranlagentypen sind aber aufgrund eines höheren Stromertrags gerechtfertigt.

Heute bestimmen sich die Modul-Kosten aber nicht mehr nur nach dem Zelltyp, sondern - vor Allem im Kleinanlagenbereich werden kristalline Zellen verbaut - nach der Qualität der kristallinen Module. Die Preisunterschiede der kostenintensiveren Module sind bedingt durch deren

  • Technik (High Efficiency) oder ihrem
  • höherwertigen Aussehen (All Black).
  • Die normalen Module (Mainstream) und
  • die Billig-Angebote (Low Cost)

sind dabei die günstigsten, aber nicht immer die beste Wahl.

Tabelle 2: Solarmodul-Preise 2017 (Quelle: pv magazine)
Modulklasse Modul-Preise (€/Wp) Preis pro Modul (bei 250 Wp) Beschreibung
High Efficiency 0,59 € 147,50 € Kristalline Module ab 280 Wp, mit Cello-, PERC-, HIT-, N-Type- oder Rückseitenkontakt-Zellen oder Kombinationen daraus
All Black 0,52 € 130,00 € Modultypen mit schwarzer Rückseitenfolie, schwarzem Rahmen und einer Nennleistung zwischen 200 Wp und 275 Wp
Mainstream 0,45 € 112,50 € Module mit üblicherweise 60-Zellen, Standard-Alurahmen, weißer Rückseitenfolie und 250 bis 275 Wp
Low Cost 0,32 € 80,00 € Minderleistungsmodule, B-Ware, Insolvenzware, Gebrauchtmodule (kristallin), Produkte mit eingeschränkter oder ohne Garantie

Expertentipp: Die Bezugsgröße Euro pro kWp - kWp steht für Kilowattpeak - ist Standard, wenn es um die Angabe der Modulkosten geht. Aber: Diese Kostenangabe bezieht sich auf die maximale Leistung. Die durchschnittliche Leistung liegt dadrunter bzw. die Kosten dadrüber.

Kosten für Wechselrichter

Zu den wichtigsten und auch teuersten Komponenten einer PV-Solaranlage zählt der Solar-Wechselrichter. Die Kosten für Wechselrichter unterscheiden sich je nach der Art als auch der Größe der Solaranlage. Ein Wechselrichter mit einer Nennleistung von 2500 Watt ist schon für unter 500 Euro zu haben, während die Kosten eines Wechselrichters mit 10 Kilowatt bei über 2.000 Euro Anschaffungskosten liegen.

Tabelle 3: Beispiele für die Anschaffungskosten eines Wechselrichters
WechselrichterWechselrichter-LeistungNettopreis
Solar-Wechselrichter mit MPP-Tracker3,0 kW1.100,00 €
Wechselrichter mit Batteriemanager und 1-Phasensensor3,0 kW2.270,00 €
Solar-Wechselrichter mit MPP-Tracker3,7 kW1.270,00 €
Wechselrichter mit Batteriemanager und 1-Phasensensor3,7 kW2.570,00 €
Solar-Wechselrichter mit MPP-Tracker5,0 kW1.500,00 €
Wechselrichter mit Batteriemanager und 1-Phasensensor5,0 kW3.180,00 €

Kosten für Stromspeicher

Viele Eigenheimbesitzer entschließen sich mittlerweile, zusätzlich zur Photovoltaik Anlage einen Stromspeicher zu installieren, um den Eigenverbrauch ihres PV-Stroms zu erhöhen und so die Rentabilität der Solaranlage zu steigern.

Die Kosten für einen Stromspeicher liegen im Kleinanlagenbereich durchschnittlich zwischen 6.000 und 12.000 Euro, je nach Hersteller, Speicherleistung und Akku-Typ. Benötigt man ein größeres Speichermodell für den gewerblichen Einsatz oder ein Mehrfamilienhaus, kostet dies natürlich auch entsprechend mehr. Aktuell stellen im Solaranlagen-Bereich für die private Nutzung die Solarspeicher-Akkus auf Bleibasis und Lithium-Ionen-Solarakkus die besten Alternativen dar.

Tabelle 4: Vergleich der Speicher-Kosten für Lithium- und Blei-Akkus
HerstellerTechnologieKostenSpeicherkapazität
Dt. EnergieversorgungBlei-Akku~ 10.000 Euro16 kWh
IBC SolarBlei-Akku~ 8.000 Euro8 kWh
ASDLithium-Akku~ 12.000 Euro5 kWh
IBC SolarLithium-Akku~ 9.500 Euro7 kWh
Prosol InvestLithium-Akku~ 12.000 Euro5 kWh
VoltwerkLithium-Akku~ 18.000 Euro9 kWh

Experten-Tipp: Mit der KfW-Förderung für Stromspeicher lassen sich die Anschaffungskosten für einen Stromspeicher z. B. für eine 5 kWp-Solaranlage um bis zu 3.000 Euro senken.

Kosten für Montagesysteme

Die Kosten für das Montagesystem einer Solaranlage hängen zum einen von der Art des Montagesystems ab. Hier unterscheidet man zwischen einem Aufdach-Montagesystem, einem Indach-Montagesystem, einem Flachdach-Montagesystem, einem Freiflächen-Montagesystem und einem Fassaden-Montagesystem.

Zum anderen bestimmen sich die Kosten der Montagegestelle durch deren Material. Die Bandbreite reicht dabei von einfachen, feuerverzinkten Halfenschienen über Alu bis hin zu Edelstahl. Diese können sich dann wieder in ihrer Stärke, Profilierung und Verarbeitung unterscheiden, sodass Kosten für Montagesysteme von Photovoltaikanlagen pauschal schwer abzuleiten sind.

Zudem bestimmen sich die Kosten des Montagesystems durch die Größe der Solaranlage. Daher werden auch diese Kosten häufig auch in Euro pro kWp angegeben. Durchschnittlich betragen die Kosten für das Montagesystem zwischen 100 und 250 Euro pro kWp. Für Einzel-Montagen von Modulen kann der Befestigungssatz je nach Größe, Art und Technik zwischen 25 und 50 Euro pro Modul kosten.

Kosten für Leitungsmaterial

Solarkabel verbinden die einzelnen Solarzellen miteinander und mit dem Wechselrichter, sorgen für einen reibungslosen und langfristigen Betrieb der Solaranlage und erfüllen die gängigen Sicherheitsbestimmungen. Die Kosten für hochwertiges Leitungsmaterial einer Solaranlage liegen für einen Meter Solarkabel zwischen 1 und 5 Euro. Die Kosten für die Anschlusskabel für Wechselrichter oder Laderegler kommen dabei noch hinzu und liegen bei 20 bis 50 Euro. Zusätzlich sind die Kosten für die Stecker (z. B. MC4-Stecker) hinzuzurechnen.

Montagekosten einer Solaranlage

Die Montagekosten sind in erster Linie von der Größe der Solaranlage abhängig. Da Fixkosten wie z. B. Anfahrtskosten jedoch nur einmal anfallen, fallen die Montagekosten bei größeren Solaranlagen pro kWp deutlich geringer aus als bei kleineren Solaranlagen.

Daneben unterscheiden sich die Montagekosten einer Solaranlage je nach Montageart. Bei der Aufdachmontage betragen die Montagekosten beispielsweise etwa 200 bis 300 Euro pro kWp. Flachdachmontagen sind teurer und kosten etwa 300 bis 400 Euro je kWp. Die Kosten für die Installation von Indach-Solaranlagen sind hingegen nur unwesentlich teurer als die klassische Aufdachmontage.

Die Kosten für den Anschluss der Module an die Wechsel- und Gleichstromseite der Solaranlage zur Prozesssteuerung und Überwachung belaufen sich auf rund 40 bis 60 Euro pro kWp. Außerdem werden für die Verkabelung und die Arbeiten zur Sicherung des Arbeitsumfelds noch einmal rund 100 Euro pro kWp veranschlagt. Zu den Arbeiten zählen beispielsweise auch die Installation einer Blitzableitung oder Durchbrüche in Haus oder Dach. Insgesamt können die Montagkosten einer Solaranlage mit rund 15 bis 20% der Gesamtkosten angesetzt werden.

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Überblick über die Betriebskosten einer Solaranlage

Die Betriebskosten sind die häufig in Intervallen anfallenden Kosten für die Wartung und Reinigung der Solaranlage als auch deren Versicherung und die - bei größeren Solaranlagen - Kosten für die Steuererklärung.

Wartungskosten einer Solaranlage

Eine regelmäßige Wartung einer Solaranlage kostet je nach Größe der Anlage ab rund 250 Euro für unter 10 kWp-Anlagen. Hierbei wird die Anlage auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Mit verschiedenen Methoden können so Defekte einzelner Solarmodule schnell aufgedeckt und behoben werden.

Viele Anbieter von Solaranlagen bieten spezielle Verträge für die Wartung an. Die Kosten für eine dauerhafte, professionelle Wartung sind zwar etwas höher als die einzelne Beauftragung von Wartungsarbeiten. Da oftmals aber auch eine Fernwartung und Fernkontrolle der Solaranlage angeboten werden, können Störungen und Leistungseinbußen umgehend erkannt und behoben werden. Dies optimiert wiederum den Stromertrag und die Einkünfte und überwiegt häufig die Mehrkosten einer kontinuierlichen Wartung.

Reinigungskosten einer Solaranlage

Auf den Modulen der Solaranlage bilden sich mit der Zeit Verschmutzungen, die nicht nur mit dem Gartenschlauch entfernt werden können und die Leistung der Solaranlage reduzieren. Daher sollten auch die Reinigungskosten zu den laufenden Betriebskosten einer Solaranlage hinzugerechnet werden.

Eine regelmäßige professionelle Reinigung der Solaranlage durch ein qualifiziertes Fachunternehmen kann mit Reinigungskosten von rund 10 Euro pro Quadratmeter angesetzt werden. Hinzu kommen jedoch noch Anfahrtskosten und eventuell Kosten für einen Hubsteiger. Mit zunehmender Größe der Solaranlage sinken jedoch die Reinigungskosten pro Quadratmeter.

Kosten für Solaranlagen-Versicherungen

Solaranlagen sollten gegen Schäden durch z.B. Sturm, Hagel, Gewitter, Überspannung oder Marderverbiss versichert werden. Dadurch verursachte Schäden auch an Dritten werden über eine Betreiberhaftpflichtversicherung oder innerhalb einer bereits bestehenden Versicherung wie in einer Wohngebäudeversicherung versichert. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Versicherungssumme der Gebäudeversicherung um die Kosten der Solaranlage erhöht wird, da sonst eine Unterversicherung droht. In der Regel ist daher aber auch mit etwas höheren Kosten der Gebäudeversicherung zu rechnen.

Entscheidet man sich bei einer Solaranlage eines Einfamilienhauses für eine neue Versicherung, die die meisten typischen Risiken abdeckt, so muss hier mit Versicherungskosten von rund 100 bis 150 Euro pro Jahr und einem gewissen Selbstbehalt gerechnet werden. PV-Versicherungen für kleinere bis mittelgroße Anlagen haben meistens auch eine Ertragsausfallversicherung und eventuell auch eine Montageversicherung integriert, die auch über die Erstmontage hinaus gelten sollte.

Aufstellung der Gesamtkosten einer PV-Solaranlage

Die Kosten einer Solaranlage zur Stromproduktion können sich deutlich voneinander unterscheiden. Vor allem die gewünschte Qualität der Komponenten und evtl. Zusatzkomponenten verteuern eine Solaranlage, erhöhen aber auch gleichzeitig ihre Rendite und auch ihre Langlebigkeit.

Nachfolgend haben wir die Solaranlage-Kosten für eine Kleinanlage für ein Einfamilienhaus ohne Stromspeicher je nach der gewünschten Qualität berechnet.

Tabelle 5: Kosten einer Aufdach-Solaranlage mit 8,5 kWp ohne Stromspeicher je nach Preispräferenz
Günstige Solaranlage Ausgewogene Solaranlage Premium-Solaranlage
Blaue, polykristalline Module in der günstigsten Variante Blaue, polykristalline Module eines renommierten Herstellers mit Garantiesicherheit Schwarze, monokristalline Module eines renommierten Herstellers mit Garantiesicherheit
Wechselrichter in der günstigsten Variante Wechselrichter mit Display und Live-Ertragswerten Wechselrichter mit Display, Live-Ertragswerten und Herstellergarantie auf hohe Lebensdauer
keine Zusatzkomponenten keine Zusatzkomponenten Anlageüberwachung
Kostenschätzung 11.100€ Kostenschätzung 11.700€ Kostenschätzung 13.000€

Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen online berechnen

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Photovoltaikanlage zu kaufen, sollte nicht nur die Anschaffungskosten der Anlage bedenken, sondern auch deren Wirtschaftlichkeit zur Entscheidungsfindung heranziehen. Diese ist vom Verhältnis des Ertrags zu den Gesamtkosten der Solaranlage abhängig und wird als Rendite ausgedrückt.

Ob sich die Kosten einer Solaranlage für Sie lohnen, können Sie online direkt in unserem Kostenrechner berechnen.

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"Solaranlage: Kosten & Wirtschaftlichkeit im Überblick" wurde am 20.09.2017 das letzte Mal aktualisiert.