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Aufwind für Offshore-Projekt Meerwind Süd/Ost

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Aufwind für Offshore-Projekt Meerwind Süd/Ost (Foto: Sokaeiko - pixelio)

Bis zum Jahr 2030 sollen vor den Küsten Deutschlands Windenergieanlagen mit einer Leistung von 20.000 bis 25.000 MW stehen und umweltfreundlich erzeugten Strom liefern. Das Projekt Meerwind Süd/Ost ist gegenwärtig eines der größten in Planung befindlichen deutschen Offshore-Projekte. Mit einer installierten Leistung von 288 Megawatt soll der Windpark in der Nordsee nach seiner Inbetriebnahme 2013 sauberen Strom für rund 400000 Haushalte liefern.

Das Projekt Meerwind Süd/Ost entsteht etwa 23 Kilometer nördlich der Insel Helgoland in der deutschen Nordsee. Der Windpark wird aus insgesamt 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 MW bestehen. Über eine Transformatorenplattform wird die Leistung von bis zu 288 MW in das Netz eingespeist. Die Insel Helgoland wird dabei als Servicestützpunkt beim Bau und Betrieb des Windparks dienen. Die Windenergieanlagen werden auf einer Fläche von 42 Quadratkilometern und in einer Wassertiefe von 22 bis 26 Metern errichtet. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2012 beginnen. Die vollständige Inbetriebnahme des Windparks ist für Ende 2013 geplant.

Von Helgoland aus sollen zukünftig drei Offshore-Windparks betrieben und gewartet werden. Neben dem Projekt Meerwind Süd/Ost des US-Finanzinvestors Blackstone werden von Helgoland aus das Offshore-Projekt Nordsee Ost mit 295 MW von RWE Innogy und das Projekt Amrumbank West mit rund 300 MW von E.ON betreut werden. Noch in diesem Sommer sollen die planungstechnischen Voraussetzungen für die Errichtung der Betriebsbasis im Helgoländer Südhafen geschaffen werden. Die neugegründete Hafenbetriebsgesellschaft Helgoland (HGH) koordiniert die notwendigen Maßnahmen. Dazu gehören die Erschließung des Baugeländes, die Ertüchtigung der Kaikante sowie die Schaffung von insgesamt zehn Bootsanlegeplätzen durch die Errichtung eines zusätzlichen Landungsstegs. Nach Umsetzung der Pläne würden auf Helgoland bis zu 150 Menschen für den Betrieb der Offshore-Windparks arbeiten und leben. Hinzu kämen noch weitere temporäre Arbeitsplätze bei Zulieferern, Bau- und Schifffahrtsfirmen.

Siemens wird für Meerwind Süd/Ost 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 120 Metern liefern, installieren, in Betrieb nehmen und für zunächst fünf Jahre warten. Die WindMW GmbH aus Bremerhaven ist verantwortlich für die Planung und Bau der Windkraftanlagen und wird diese auch betreiben. Gesellschafter der WindMW sind Fonds, die von der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone und der Windland Energieerzeugungs GmbH geführt werden. Die KfW beteiligt sich an der Finanzierung im Rahmen des Sonderprogramms "Offshore Windenergie" und mit der rechtlich selbständig, im Wettbewerb operierenden KfW IPEX-Bank. Meerwind wird voraussichtlich einer der ersten kommerziell betriebenen Windparks in Deutschland sein.

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"Aufwind für Offshore-Projekt Meerwind Süd/Ost" wurde am 11.09.2011 verfasst