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Bauherr darf zur Mängelbeseitigung Vorschuss fordern

Bauherr darf zur Mängelbeseitigung Vorschuss fordern (Foto: Markus Hein - pixelio)

Entdeckt ein Bauherr innerhalb der Gewährleistungsfrist einen Mangel, muss er den zuständigen Unternehmer oder Handwerksbetrieb schriftlich zur Mängelbeseitigung auffordern und ihm dafür eine angemessene Frist setzen. Lässt der Unternehmer diese Frist verstreichen, muss der Bauherr keine zweite Aufforderung mehr schicken, sondern darf die Mängel durch ein anderes Unternehmen beseitigen lassen und vom ersten Unternehmer die Kosten hierfür verlangen.

Der Bauherr kann dafür sogar vom säumigen Unternehmer einen Vorschuss in Höhe der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten einfordern - allerdings nur für die reinen Kosten, nicht für den auf die Kosten entfallenden Mehrwertsteueranteil. Die Mehrwertsteuer darf er erst einfordern, sobald der Mangel beseitigt wurde und die Mehrwertsteuer auch tatsächlich angefallen ist. Ist der Bauherr zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, kann er die Erstattung der Mehrwertsteuer natürlich nicht verlangen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV)

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"Bauherr darf zur Mängelbeseitigung Vorschuss fordern" wurde am 27.07.2011 verfasst