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BMK gibt Empfehlungen zum Brandschutz von Polystyrol-WDVS

Die Bauministerkonferenz (BMK) hat nun ein Merkblatt für Hauseigentümer mit Empfehlungen zur "Sicherstellung der Schutzwirkung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aus Polystyrol" veröffentlicht. Darin empfiehlt die BMK u.a. für brennbare Materialien wie z.B. Brennholz einen Mindestabstand von drei Metern zur Fassade und für am Gebäude abgestellte Abfallbehälter aus Kunststoff eine geschlossene Einhausung aus Stahl oder Beton.

Hauseigentümer sollten laut BMK kein Brennholz an Fassaden aus Polystyrol-WDVS lagern und Müllbehälter aus Kunststoff einhausen. (Foto: energie-experten.org)

Hauseigentümer sollten laut BMK kein Brennholz an Fassaden aus Polystyrol-WDVS lagern und Müllbehälter aus Kunststoff einhausen. (Foto: energie-experten.org)

Laut des Merkblattes "Sicherstellung der Schutzwirkung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aus Polystyrol" der Bauministerkonferenz werden folgende Brandschutzmaßnahmen empfohlen, die die Eigentümer oder andere Verfügungsberechtigte eigenverantwortlich umsetzen können.

Kontrolle der Fassade auf Beschädigungen

Die ordnungsgemäße Instandhaltung des Wärmedämmverbundsystems ist Voraussetzung für die Schutzwirkung einer Fassade im Fall einer Brandeinwirkung von innen oder außen. Hierzu gehört insbesondere die regelmäßige Kontrolle der gesamten Fassade auf Beschädigungen. Putzschäden bedürfen immer einer zeitnahen und fachgerechten Beseitigung um die Schutzwirkung des Systems gegen Feuchtigkeit oder Brandeinwirkung zu gewährleisten.

Mindestabstand zu brennbaren Materialien

Bei der Lagerung von brennbaren Materialien (z. B. Brennholz) wird ein Mindestabstand von drei Metern zur Fassade empfohlen. Bei der Aufstellung von Müllcontainern oder Mülltonnen aus Kunststoff direkt am Gebäude sollte eine geschlossene Einhausung aus nichtbrennbarem Material (z.B. aus Stahl oder Beton) vorgesehen werden.

Fachgerechtes Aufbringen von WDVS

Wärmedämmverbundsysteme entfalten ihre Schutzfunktion erst, wenn der Einbau entsprechend den technischen Regelungen fertiggestellt ist. Für die Bauphase und Baustellensituation ergibt sich in Bezug auf den Brandschutz eine besondere Verantwortung, die von den am Bau Beteiligten wahrzunehmen ist. Dies sind neben dem Bauherrn insbesondere der Unternehmer und ggf. der Bauleiter.

Vorbeugender Brandschutz an Rettungswegen

Besonderes Augenmerk muss dem vorbeugenden Brandschutz und der Sicherheit der Rettungswege (Treppen und Anleiterstellen) gelten, wenn an genutzten Gebäuden nachträglich WDVS aufgebracht werden. Für Gebäude der Gebäudeklassen 4 und 5 sowie für Sonderbauten sollte daher, eigens für die Bauausführung der WDVS, ein in Brandschutzfragen erfahrener Fachbauleiter bestellt werden, so das Merkblatt der BMK.

Zugelassene Polystyrol-WDVS sind sicher

Die Bauministerkonferenz weist in ihrem Merkblatt "Sicherstellung der Schutzwirkung von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) aus Polystyrol" gleich zu Anfang deutlich darauf hin, dass entsprechend der Zulassung hergestellte WDVS mit Polystyroldämmplatten sicher sind. Es besteht daher kein Grund zur Panikmache, die in letzter Zeit immer wieder von großen Leitmedien geschürt wurde.

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"BMK gibt Empfehlungen zum Brandschutz von Polystyrol-WDVS" wurde am 29.07.2015 verfasst