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Deutscher Wärmepumpenmarkt wächst gegen EU-Trend

Die europaweite Nachfrage nach Wärmepumpe ist 2012 aufgrund wirtschaftlicher Abkühlung, finanziellen Unsicherheiten und schlechten Zahlen im Neubaubereich insgesamt um 7,9 Prozent gesunken. Laut jetzt veröffentlichtem EurObserv'ER nahmen die Verkaufszahlen von Luft- und Erdwärmepumpen von 1,79 Millionen Wärmepumpen im Jahr 2011 auf 1,65 Millionen Einheiten im Jahr 2012 ab. Deutschland weist im EU-Vergleich mit 13,4 Prozent hingegen ein deutliches Absatzplus auf.

Vergleich der Marktanteile von Luft- und Erdwärmepumpen in 2011 und 2012 (Grafik: EurObserv'ER 2013)

Vergleich der Marktanteile von Luft- und Erdwärmepumpen in 2011 und 2012 (Grafik: EurObserv'ER 2013)

Der deutliche Einbruch auf dem europäischen Wärmepumpenmarkt erfasste damit nicht die gesamte Europäische Union: Laut EurObserv’ER erlebten 12 Ländern eine positive Marktentwicklung, während 11 Wärmepumpenmärkte schrumpften. Die Rückgänge fielen in Spanien, Portugal, Italien und Bulgarien, aber auch in Schweden, Finnland, Frankreich und Ungarn besonders stark aus. Das Gegenteil gilt für Dänemark, Estland, Belgien, Deutschland und Österreich, in denen der Verkauf von Wärmepumpen teilweise im zweistelligen Prozentbereich angestiegen ist.

Luftwärmepumpen dominieren deutschen Wärmepumpenmarkt

Insbesondere die deutsche Nachfrage nach Wärmepumpen ist nach Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) 2012 um 13,4 Prozent auf 54.100 Wärmepumpen angestiegen. Dieser Anstieg ist dabei auf die starke Nachfrage nach Luft/Wasser-Wärmepumpen zurückzuführen, deren Verkaufszahlen um 21,1 Prozent auf 33.300 verkaufte Einheiten anstiegen und damit einen Marktanteil von 61,6 Prozent erreichten. Der Absatz von Sole/Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen stieg hingegen nur sehr leicht um 2,8 Prozent auf 18.200 verkaufte Wärmepumpen an. Laut EurObserv'ER kommt der Bundesverband Wärmepumpe e.V. hingegen zu anderen Ergebnissen. Demnach verzeichnen Luft/Wasser-Wärmepumpen ebenfalls einen signifikanten Absatzanstieg von 14,4 Prozent auf 37.300, während gleichzeitig der Erdwärmepumpen-Absatz um 9 Prozent auf 22.200 Einheiten zurückgegangen sei.

Förderung und Umweltbewusstsein lassen Wärmepumpenabsatz boomen

Das deutliche Absatzwachstum wird von EurObserv'ER zum einen mit der Wärmepumpenförderung begründet. So können Wärmepumpen seit 2008 im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) gefördert werden, das die effizientesten Systeme (Technologie-Bonus) mit Zuschüssen belohnt, so dass diese Maßnahme nicht für alle auf dem Markt erhältlichen Systeme greift. Ein weiterer wichtiger Hebel sei das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das einen Mindestprozentsatz für die Wärmeversorgung von Neubauten aus erneuerbare Energien vorschreibt und Wärmepumpen zu den zugelassenen Technologien zählt. Daneben weist EurObserv'ER aber auch auf das Umweltbewusstsein der deutschen Haushalte hin, die Wärmepumpen zunehmend als glaubwürdige Alternative zu Heizungssystemen anerkennen.

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"Deutscher Wärmepumpenmarkt wächst gegen EU-Trend" wurde am 19.11.2013 verfasst