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Erstes bidirektionales Vehicle to Grid DC-Ladegerät von Wallbox

Wallbox hat auf der e-move360 in München den ersten Prototypen seines neuesten Home DC-Ladegerätes für E-Fahrzeuge vorgestellt. Das Vehicle to Grid DC-Ladegerät ist mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und kann Strom aus hauseigenen Energiequellen, z.B. Photovoltaik, einspeisen und an E-Batterie oder Haus weitergeben.

Mit dem bidirektionalen Vehicle to Grid-Ladegerät von Wallbox kann das Elektroauto mit z.B. eigenem Photovoltaik-Strom beladen werden und dieser später, je nach Bedarf, wieder aus der Fahrzeugbatterie ins Hausnetz bzw. Stromspeicher zurück eingespeist werden. (Foto: Wallbox Chargers, S.L.)

Mit dem bidirektionalen Vehicle to Grid-Ladegerät von Wallbox kann das Elektroauto mit z.B. eigenem Photovoltaik-Strom beladen werden und dieser später, je nach Bedarf, wieder aus der Fahrzeugbatterie ins Hausnetz bzw. Stromspeicher zurück eingespeist werden. (Foto: Wallbox Chargers, S.L.)

Unter Vehicle to grid (V2G, zu Deutsch: Vom Fahrzeug zum Netz) bzw. Fahrzeugeinspeisung versteht man ein Konzept zur Abgabe von elektrischem Strom aus den Traktionsakkus von Elektro- und Hybridautos zurück in das öffentliche Stromnetz. Vehicle to home (V2H, zu Deutsch: Vom Fahrzeug ins Haus) ist im Konzept mit Vehicle to Grid vergleichbar. Hier wird zuvor gespeicherter Strom aber nicht in das Stromnetz eingespeist, sondern in das Hausstromnetz bzw. den dort befindlichen z. B. Photovoltaik-Akku.

Beide Konzepte setzen voraus, dass die Ladestation die Energie bidirektional steuern kann. Im Unterschied zu reinen E-Autos können bidirektional ladefähige Fahrzeuge nicht nur elektrische Energie aus dem Netz oder von der eigenen PV-Anlage aufnehmen, sondern als Teil eines intelligenten Energiesystems in Zeiten großer Netzlast auch in umgekehrter Richtung vom Auto-Akku über spezielle Ladestationen in das Netz oder das Haus einspeisen. Vehicle to grid (V2G) und Vehicle to home (V2H) ermöglichen somit eine intelligente Sektorenkopplung oder auch die Versorgung eines Hauses bei Stromausfall.

Wallbox hat jetzt auf der e-move360 in München den ersten Prototypen seines neuesten Home DC-Ladegerätes für E-Fahrzeuge vorgestellt. Dies ist die erste von Wallbox hergestellte Gleichstrom-Ladestation und die erste, die jemals für die häusliche Umgebung entworfen wurde. Die bidirektionale und zum Patent angemeldet Leistungselektronik der DC-Wallbox wandelt Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC), und umgekehrt, um. Sie ermöglicht die Interaktion von Stromerzeugung, Speicherung und Laden des Fahrzeugs zu Hause. Die Einheit kann Wechselstrom und Gleichstrom umwandeln, ist intelligent - also lernfähig - adaptiert sich und kann sich autonom verwalten. Die Wallbox kann mit Strom aus hauseigenen Energiequellen, z.B. Photovoltaik das Elektroauto laden, um diesen später, je nach Bedarf, aus der Fahrzeugbatterie wieder ins Haus zur Nutzung abzugeben.

"Der Benefit von DC-Ladestationen im hauseigenen Bereich ist offensichtlich: Die Erzeugung und Speicherung von Energie in Eigenheimen werden zukünftig wichtige Energiespar-Parameter, da die Reichweite und die Batteriegröße von Elektrofahrzeugen zunehmen. Größere Batterien bedeuten, dass auch mehr Strom benötig wird. Im häuslichen Batteriesystem gespeicherte Energie, die entweder zu Hause erzeugt wurde oder in Zeiten mit geringem Energiebedarf kostengünstig erworben wurde, bedeutet eine konkrete Optimierung der Wirtschaftlichkeit des Systems. Es besteht keine Notwendigkeit Benzin oder Diesel oder teure Spitzenzeit-Elektrizität zu verwenden. Somit ist die in unserer neuen Wallbox entwickelte Technologie zukunftsweisend", erklärte Eric Asunción, CEO von Wallbox, bei der Präsentation der DC-Ladebox.

Der spanische Hersteller von Ladevorrichtungen Wallbox wurde von 2015 von Enric Asunción Eduard Castañeda gegründet. Beide waren vorher für Tesla tätig. Wallbox hat derzeit 80 Mitarbeiter von denen sich etwa die Hälfte um Software- und Hardwareentwicklung kümmern. Viele Mitarbeiter sind aus der IT-Branche in den Automobilsektor gewechselt und kommen von Unternehmen wie Apple und ebenfalls von Tesla. Wallbox ist in 30 Märkten aktiv und hat nach eigenen Angaben insgesamt fast 20.000 Installationen platziert.

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Das bidirektionale Be- und Entladen eines Elektroautos mit Solarstrom setzt aber nicht nur voraus, dass die o.g. DC-Ladestation dies technisch gewährleisten kann, sondern auch, dass das Elektroauto selbst das Laden in beide Richtungen unterstützen muss. Die V2G-Fähigkeit wird heute (Stand 2018) nur von dem japanischen CHAdeMO-Standard ermöglicht. Dieser ist bei den meisten Elektroautos von Nissan (z. B. Nissan Leaf und Nissan e-NV200), Mitsubishi und Kia verbaut.

"Erstes bidirektionales Vehicle to Grid DC-Ladegerät von Wallbox" wurde am 01.11.2018 verfasst