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FDP fordert Rückkehr der Nachtspeicherheizung

FDP fordert Rückkehr der Nachtspeicherheizung (Foto: energie-experten.org)

FDP fordert Rückkehr der Nachtspeicherheizung (Foto: energie-experten.org)

Nachdem die FDP mit der Forderung nach einem Quotenmodell für Furore sorgte, fordert nun der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil, Nachtspeicherheizungen als Instrument innerhalb der Energiewende einzusetzen. Laut Breil seien Nachtspeicherheizungen gut geeignet, um die fluktuierende Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Diese Forderung steht jedoch den Energieeffizienzzielen der EU und dem Ziel einer sozial verträglichen Energiewende konträr entgegen, da Nachtspeicherheizungen sowohl sehr teuer im Betrieb als auch im Vergleich zu anderen Heizsystemen auf Strombasis am ineffizientesten arbeiten.

Erst am 10. September wurde ein internes "Brüderle Papier" der FDP-Bundestagsfraktion bekannt, in dem ein Quotenmodell anstatt des EEG skizziert wird. Die berechtigte Kritik an diesem Vorschlag ließ nicht lange auf sich warten. So resümiert der Blog energynet.de im dem Artikel "Erfolgreiches EEG gerät immer mehr unter Druck und wird zu wenig verteidigt", der FDP-Vorschlag zum Quotenmodell tausche ein funktionierendes, marktgetriebenes Förderungsmodell mit planwirtschaftlichen Strukturen und verkenne dabei, dass die Praxiserfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass ein solches Quotenmodell zum Stillstand des Ausbaus erneuerbaren Energien führte. Der jetzige Vorschlag, gerade Nachtspeicherheizungen als eine Triebfeder der Energiewende verstärkt nutzen zu wollen, erscheint daher wie ein neuer Versuch, wiederum die etablierten erneuerbaren Heiztechniken auszubremsen.

Theoretisch könnten Nachtspeicherheizungen insbesondere den in der Nacht zu viel produzierten Windstrom aufnehmen und ihn tagsüber nach und nach in Form von Wärme abgeben. Nachtspeicherheizungen weisen im Vergleich zu anderen Heizungsformen allerdings einen relativ schlechten Gesamtwirkungsgrad auf. Im Vergleich mit allen anderen Heizungsformen sind Nachtspeicherheizungen mit Abstand am ineffizentesten. Daher hat die Große Koalition im Jahr 2009 in der letzten Änderung der EnEV eine Außerbetriebnahme von Nachtspeicherheizungen bei Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten beschlossen. Vor 1990 eingebaute Nachtspeicherheizungen dürfen nach der geltenden Regelung ab 2020 nicht mehr betrieben werden.

Während eine Wiedereinführung von Nachtspeicherheizungen aus Gründen der Energieeffizienz durchaus als Rückschritt in der Energiewende gewertet werden dürfte, gibt es jedoch Heizungstechniken wie die Wärmepumpe, die Effizienz als auch die nötigen Eigenschaften zur vorübergehenden Speicherung von Ökostrom bieten und so einen wirklichen Beitrag zum Lastmanagement in intelligenten Stromnetzen leisten könnten: Bei hohem Stromaufkommen oder regionaler Netzüberlastung werden gezielt Wärmepumpen vorzeitig eingeschaltet. Diese beladen die Wärmespeicher für Heizung und Warmwasser. Mit gefülltem Speicher können die Anlagen dann bei geringerem Stromaufkommen oder hohem Verbrauch ausgeschaltet werden und können so Engpässe überbrücken.

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"FDP fordert Rückkehr der Nachtspeicherheizung" wurde am 18.09.2012 verfasst