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Fünfeckiges Architektur-Highlight dominiert mit Energieeffizienz, Photovoltaik und Luft-Wärmepumpe

Ein außergewöhnliches Projekt wurde im September 2009 in Regensburg eingeweiht: Das „Haus der Zukunft“ ist ein Einfamilienhaus-Projekt, das als Plusenergiehaus bereits 2009 den Energiestandard von 2020 erfüllt. Hierfür zeichnen u.a. eine solarthermisch unterstützte Luftwärmepumpe und Photovoltaikanlage verantwortlich.

In Regensburg soll ein ungewöhnliches, fünfeckiges Haus, das einem schwarzen Kristall ähnelt, schon jetzt den Standard für höchst energieeffizientes Wohnen im Jahr 2020 setzen. Das vor kurzem in einem idyllisch gelegenen Neubaugebiet mit Blick aufs nahe Donautal fertig gestellte "Haus der Zukunft" spart nicht nur am Energieverbrauch, sondern funktioniert überdies wie ein Kleinkraftwerk, das aus Sonnenergie und Luft den Strom- und Wärmeverbrauch seiner Bewohner selbst produziert und sogar noch Geld mit der Netzeinspeisung von Elektrizität verdienen soll.

Architekten, Studenten und Handwerksfachbetriebe aus Ostbayern haben im Auftrag der österreichischen Sonnenkraft-Gruppe dieses zukunftsweisende "Plus-Energiehaus" realisiert: Der Entwurf stammt aus dem Büro des Regensburger Architekten Stephan Fabi. Mit der energetischen und architektonischen Grundlagenuntersuchung war der Fachbereich Architektur der Hochschule Regensburg befasst. "Unser Haus der Zukunft", sagt der Architekt Fabi, "gehört international zur Spitzenklasse in der Gebäude-Energieeffizienz."

Fabi entwarf einen Baukörper mit fünf Seitenwänden, um eine optimale Lage zum Lauf der Sonne zu ermöglichen. Die nach Süden und Westen ausgerichteten Hausfronten sind im Erdgeschoss von der Decke bis zum Boden mit großflächigen, hoch dämmenden Fenstern verglast. Das im Winter eingefangene Sonnenlicht erwärmt die Innenwände des Hauses und spart somit schon mal einen Teil der sonst nötigen Heizenergie. Im Sommer werden die Glasfronten mit automatisch absenkbaren Lamellen abgeschattet.

An der steil stehenden Dachkonstruktion sind ebenfalls an den Süd- und Westseiten 55 Quadratmeter umfassende Photovoltaik-Module installiert, deren Ausbeute nach den Berechnungen des Architekten den Strombedarf des Hauses bei weitem übertreffen wird. Durch die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz werden die künftigen Bewohner also auch noch Geld mit ihrem Haus verdienen können. Zudem sind in dem ungewöhnlichen Haus überall Energiesparlampen, darunter äußerst verbrauchsarme LED-Leuchten, installiert. Auch bei den Pumpen wurden die sparsamsten Modelle verwendet.

Nicht nur in der Stromversorgung ist das "Haus der Zukunft" völlig autark – auch in der Wärmeerzeugung ist das Gebäude unabhängig: Eine Luft-Wärmepumpe sorgt zusammen mit einer 25 Quadratmeter großen Fläche von Solar-Wärmekollektoren für optimale Raumtemperaturen, die über ein Fußboden-Heizsystem gesteuert werden. Im Sommer kann die Luft-Wärmepumpe zur Kühlung der Räume eingesetzt werden. Und überdies sorgt ein ausgeklügeltes Lüftungssystem ganzjährig für Wohlfühl-Atmosphäre. Und dieses ist so bemessen, dass auch im Winter zeitweilig geöffnete Fenster und Türen kein Problem darstellen.

Durch die Mehrkosten, die für die Energieautarkie des 175 Quadratmeter Wohnfläche bietenden Gebäudes aufzubringen waren, verteuerte sich das "Haus der Zukunft" um zehn Prozent – im Vergleich zu einem Neubau nach dem derzeitigen hohen KFW-Energieeffizienzstandard 55.

Quelle: Stadtmarketing Regensburg GmbH

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"Fünfeckiges Architektur-Highlight dominiert mit Energieeffizienz, Photovoltaik und Luft-Wärmepumpe" wurde am 24.05.2010 verfasst