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Gelungene Wärmedämmung für historische Rudolf-Schilling-Häuser in Striesen

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Gelungene Wärmedämmung für historische Rudolf-Schilling-Häuser in Striesen (Fotos: Deutsche Amphibolin-Werke)

Die Dresdner Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG kann gut 20 Jahre nach der Wiedervereinigung eine erfreuliche Bilanz ziehen: Ihr Wohnungsbestand, bei dem sich monolithische und Plattenbauweise etwa die Waage halten, ist zu hundert Prozent saniert. Dennoch fiel kein einziges der 518 Häuser der Abrissbirne zum Opfer oder wurde verkauft. Ein gelungenes Beispiel für die Wärmedämmung historischer Gebäude sind die Rudolf-Schilling-Häuser in Striesen.

Die ersten baulichen Maßnahmen im Zuge des Sanierungsprogramms galten 1992 der Modernisierung der Rudolf-Schilling-Häuser in Striesen. Angesichts strenger denkmalschützerischer Regeln, die Eingriffe in die Gebäudehülle geschützter Bauwerke untersagte, spielte die Wärmedämmung in diesem Zusammenhang keine Rolle. Erst mit der Novellierung der Wärmeschutzverordnung in den Jahren 2009 und 2011 rückte der Gesetzgeber diesen Aspekt stärker in den Vordergrund. Heute schreibt er im Neubau nicht nur die Dämmung der Gebäudehülle, sondern auch von Keller- und letzter Geschossdecke vor. Im Altbau werden solche Maßnahmen nur unter bestimmten Bedingungen gefordert. Dennoch hat die Dresdner Wohnungsgenossenschaft Johannstadt eG jetzt die Wärmedämmung der 1911 erbauten Rudolf-Schilling-Häuser optimiert.

Eine Wärmedämmung der Außenfassade schied dabei aus Gründen des Denkmalschutzes aus. Aber mit der Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke bot sich eine Möglichkeit, eine effiziente Wärmedämmung unkompliziert und mit hohem Einsparpotenzial zu installieren. Bauleiter Mario Pölchen aus der Abteilung Technik der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt entschied sich für das CapaClick-Speicherdämmelement-Dalmatiner 022. Es ist begehbar und besteht aus einer 8-mm- HDF-Platte, die mit Hilfe der bewährten Klick-Technologie einen kraftschlüssigen Verbund in der Fläche ermöglicht, und einer Dämmplatte, die im Kantenbereich über einen Stufenfalz verfügt. Dabei wird auf den weiß-schwarz gesprenkelten, vom WDVS her bekannten Dalmatiner-Dämmstoff zurückgegriffen. Es gibt das CapaClick-Dämmelement aber auch mit Polyurethan. Die PUR-Ausführung erfüllt die Vorgabe der EnEV 2009 von 0,24 W/m²K mit nur 108 mm Dämmdicke, die Dalmatiner-Dämmplatte braucht dafür 40 mm mehr, kostet dafür aber weniger.

In der Ausschreibung setzte sich dann die Freitaler Firma Kay Herrmann Ausbau durch, die seit 2008 auf dem Markt ist und bei der Verlegung von Thermodecken bereits über Erfahrungen verfügte, aber mit dem Einbau der Capa-Click-Speicherdämmplatte Neuland betrat. "Meine anfängliche Skepsis wich zunehmend der Begeisterung für das innovative System", resümierte Kay Herrmann. Vor dem Verlegen der 1,245 cm x 0,495 cm großen Platten wurden Unebenheiten des Untergrundes durch eine Schüttung ausgeglichen. Wegen der notwendigen Anpassung an Pfeiler bzw. Pfosten der Dachkonstruktion avancierte die Handkreissäge zum wichtigsten Werkzeug der Handwerker. Auch die Schornsteine wurden in das Dämmsystem eingebunden. Die kraftschlüssige Verbindung der Elemente unter Verzicht auf das übliche Verleimen, so der gelernte Tischler, führte zu einer beträchtlichen Zeitersparnis. Die Passgenauigkeit machte auch das Nacharbeiten von Fugen überflüssig.

Es gehört zur Philosophie der Johannstädter Wohnungsgenossenschaft, unterstrich Mario Pölchen, bei Instandhaltung und Sanierung die Belastung der Mieter so gering wie möglich zu halten und erforderlichen Maßnahmen möglichst in einem Zuge zu erledigen. In den Rudolf-Schilling-Häusern umfasste das Paket neben der Dämmung der Geschossdecken die farbliche Auffrischung der Balkone und der Keller, deren Decken gleichfalls mit Dämmung versehen wurden. Der Erfolg baulicher Aktivitäten der Genossenschaft werde an der Zufriedenheit der Mieter gemessen. Daran fehlte es auch in diesem Falle nicht.

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"Gelungene Wärmedämmung für historische Rudolf-Schilling-Häuser in Striesen" wurde am 31.01.2012 verfasst