Finden Sie jetzt Ihren Energie-Experten! 2847 registrierte Profis direkt erreichen und kostenlos vergleichen!
Jetzt lesen: So funktioniert energie-experten.org

Grundsteuer soll Wärmewende ankurbeln

Grundsteuer soll Wärmewende ankurbeln (Foto: energie-experten.org)

Grundsteuer soll Wärmewende ankurbeln (Foto: energie-experten.org)

Der energieeffizienten Sanierung des Gebäudebereichs kommt eine Schlüsselrolle innerhalb der Energiewende zu. Denn rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland und etwa ein Drittel aller CO2-Emissionen entfallen auf diesen Bereich. Allerdings gibt es viele Hemmnisse, die die "Wärmewende" bisher nur schleppend vorankommen lassen. Um die Energiewende im Gebäudebereich anzukurbeln, schlägt der VdZ in einem Gebäudesanierungsfahrplan vor, energieeffiziente Gebäude durch eine geringere Grundsteuer zu fördern. Hierzu ist allerdings eine über alle Gebäude vergleichbare Bewertung notwendig.

Finanzielle Steueranreize sollen Modernisierungsrate steigern

Mangelnde Investitionssicherheit, unklare Förderbedingungen, kontroverse Politik und rechtliche Rahmenbedingungen blockieren die Wärmewende im deutschen Gebäudebestand. Dabei gibt es ausgereifte Lösung im Bereich der Gebäudedämmung und Haustechnik für Eigenheimbesitzer als auch für Vermieter. Um Voraussetzungen zu schaffen, diese Möglichkeiten auch in die Praxis umzusetzen, hat der VdZ Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. einen Gebäudesanierungsfahrplan entwickelt, der pragmatische Schritte aufzeigt, die weitere Implementierung der energetischen Gebäudesanierung anzustoßen. Der VdZ schlägt dazu vor, zunächst eine einheitliche Bewertungsgrundlage der energetischen Gebäudequalität herzustellen, die dann dazu dienen soll, je nach Gebäudequalität unterschiedlich hohe Grundsteuersätze festzulegen. Durch diesen finanziellen Anreiz zur Effizienzsteigerung könnte laut VdZ in absehbarer Zeit eine Modernisierungsrate in Höhe von zwei Prozent in Deutschland erreicht werden.

Verbindliche Bewertungsgrundlage für alle Wohngebäude schaffen

Die Etablierung einer einheitlichen energetischen Bewertungsgrundlage für alle Wohngebäude setzt die Festlegung von Verfahren sowie technische und formale Randbedingungen zur Ermittlung der Bewertungsgrundlage voraus. Dies müsse laut VdZ auch die Definition eines geeigneten Bewertungsmaßstabs für die einzelnen Gebäude beinhalten. Der verwendete Maßstab muss eine klare Einschätzung der Bewertungsgröße und soll eine trennscharfe Unterscheidung von Gebäuden mit unterschiedlichem Energiestandard erlauben. Überdies muss die Bewertung transparent und anschaulich darstellbar sein. Die Erstellung der energetischen Bewertung, z.B. durch Berechnung eines Energiekennwertes, ist für alle Wohngebäude verpflichtend vorzuschreiben. Im Ergebnis muss jedes Wohngebäude über eine nachvollziehbare und anschauliche energetische Bewertung verfügen wie z.B. in Form eines Energielabels. Aufbauend auf dieser Bewertung können Fördermittel vergeben bzw. Anforderungen gestellt werden.

Grundsteuer soll Energieeffizienz von Gebäuden berücksichtigen

Ist eine einheitliche und verbindliche Bewertungsgrundlage für alle Wohngebäude etabliert, kann diese als Grundlage einer Grundsteuerreform dienen, die auch die Energieeffizienz von Gebäuden in der Berechnung der Grundsteuer berücksichtigt. Die Energieeffizienz von Gebäuden soll dabei in die Berechnungsgrundlage des Einheitswertes, der für jedes Gebäude individuell von den Finanzbehörden bestimmt wird, aufgenommen und ins Verhältnis zu den Baualtersklassen gesetzt werden. Diese Vorschläge des VdZ beruhen dabei auf einem Rechtsgutachten von Prof. Dr. Martin Beckmann von der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, der dem Grundsteuerrecht eine Lenkungswirkung zur Erreichung der Klimaziele beimisst. Fördermittel und eine steuerliche Abschreibung energetischer Altbausanierungen könnten dann flankierend und systemoptimierend weiter- bzw. eingeführt werden. So werden Anreize zur Steigerung der energetischen Qualität von Gebäuden gleichbedeutend mit der Verbesserung der jeweiligen energetischen Bewertung geschaffen.

Der vollständige Gebäudesanierungsfahrplan des Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. steht » hier zum Download zur Verfügung.

5 kostenlose Angebote für Ihre individuelle Wärmedämmung anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

Sie haben eine Frage zu diesem Artikel? Wir sollten auch Ihre News bei uns veröffentlichen? Schreiben Sie uns unkompliziert eine E-Mail an unsere Redaktion unter: info[ee]energie-experten.org

"Grundsteuer soll Wärmewende ankurbeln" wurde am 27.05.2013 verfasst