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Intelligente Stromzähler noch nicht einsatzbereit

Intelligente Stromzähler sollen dabei helfen den Atomausstieg zu bewältigen. Aber deren Markteinführung dauert noch an, da sie zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht einsatzbereit sind.

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Intelligente Stromzähler noch nicht einsatzbereit (Foto: Andreas Morlok - pixelio)

Die Bundesrepublik Deutschland hat den Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2020 beschlossen. Die Stromversorgung soll künftig mit erneuerbaren Energien mit Solarenergie und Windkraft erfolgen. Von zentraler Bedeutung sind dabei die intelligenten Stromzähler, welche den Verbraucher zu einer Optimierung des eigenen Stromverbrauchs veranlassen soll.

Die Fachbezeichnung für die neuartigen Stromzähler lautet Smart Meter. Auf dem Display wird der aktuelle Stromverbrauch angezeigt und hilft dabei bewusst Energie zu sparen. Als zweiter wichtiger Punkt achtet der Verbraucher auf Tageszeit oder Stromlast basierende Tarife. Die Nutzung der Waschmaschine kann beispielsweise in den preisgünstigen Abend- und Nachtstunden erfolgen. In der Theorie erscheint dies nachvollziehbar aber die Umsetzung in der Praxis gestaltet sich schwierig.

Das Energiewirtschaftsgesetz wurde vom Gesetzgeber angepasst. Basierend auf dieser Anpassung müssen seit dem Jahr 2010 bei Neubauten und Renovierungen die Stromzähler eingebaut werden. Der Einbau hat allerdings nur dann zu erfolgen, wenn sich der jährliche Stromverbrauch auf über 6000 Kilowattstunden belaufen sollte. Ein Großteil der Stromkunden setzt derzeit allerdings noch auf die klassischen Zähler.

Der Hauptgrund für diesen Zustand sind die geringe Ersparnis zeitbasierter Stromtarife gegenüber den normalen Tarifen. Die lastvariablen Tarife wurden noch nicht auf den Markt eingeführt und ist der zweite Grund für die Zurückhaltung der Verbraucher. Die Geräte kosten 80 bis 150 Euro aber für die Energieversorger ist der finanzielle Anreiz offenbar zu niedrig, dessen Einbau verstärkt beim Stromkunden zu bewerben.

Nach Ansicht des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) würden die Smart Meter überbewertet und es bestehe kein Grund für eine vorschnelle Einführung der intelligenten Stromzähler. Die Experten meinen auf der anderen Seite, dass das Problem der Lastspitzen durch eine zeitweise Abschaltung der Windkraftanlagen und Solaranlagen behoben werden kann.

Die Einspeisung und Nachfrage-Steuerung könnte so besser geregelt werden als mit den neuen Zählern. Zur Zeit ist zudem unklar wie intelligent die Stromzähler sein sollen. Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) müssen noch den genauen Standard festlegen. Die aktuellen Geräte könnten Dirk Engel vom Unternehmen Dr. Neuhaus zufolge diesen Standard nicht erfüllen. Die EU-Staaten sind mit der dritten EU-Energierichtlinie dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 bei den Smart Metern eine Marktpenetration von 80 Prozent zu erreichen.

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"Intelligente Stromzähler noch nicht einsatzbereit" wurde am 27.10.2011 verfasst