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KNX-Erweiterungen machen Wärmepumpen smart

Während es im Auto bereits gang und gäbe ist, dass sich das Innenraumlicht bei Dunkelheit anschaltet, sobald wir einsteigen und nach einer Weile langsam herunterdimmt, um Energie zu sparen, besteht bei der Vernetzung von Sensoren und Aktoren in bestehenden Gebäuden ein großer Nachholbedarf. Das haben auch Wärmepumpenhersteller erkannt und bieten nun ihre Geräte auch zur Nachrüstung mit dem Bussystem KNX an. Wir stellen Ihnen hier 5 Produkte vor, mit denen Wärmepumpen über ein KNX-Bussystem gesteuert werden können.

Mit der EWPM-Karte können Dimplex-Wärmepumpen nachgerüstet und so in ein KNX/EIB-Bussystem integriert werden (Foto: Dimplex)

Mit der EWPM-Karte können Dimplex-Wärmepumpen nachgerüstet und so in ein KNX/EIB-Bussystem integriert werden (Foto: Dimplex)

Intelligente Gebäudesysteme werden eingesetzt, um so automatisiert und intelligent wie möglich, sämtliche Haustechnik miteinander zu verbinden und auf die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzer abgestimmt energieeffizient reagieren zu lassen. Im informationstechnischen Sinne wird diese Vernetzung über ein sogenanntes Bussystem geregelt. Einen hohen Marktanteil unter den Systemen für die Gebäudevernetzung hat dabei der KNX Standard, der in größeren Immobilien z. B. die Heizung, Lüftung und Kühlung so koordiniert, dass so gut wie keine Energie verschwendet wird. Auch Wärmepumpen-Hersteller kümmern sich intensiv um die KNX-Kompatibilität ihrer Wärmepumpen. Einige neue Lösungen haben wir im Folgenden vorgestellt.

Smart Energy Extension von Stiebel Eltron

Stiebel Eltron bietet mit der Smart Energy Extension eine Hardwareerweiterung für das Internet-Service-Gateway im Wärmepumpenmanager WPM 3 an, mit der der WPM 3 KNX-kompatibel wird. Während mit dem Internet-Service-Gateway von Stiebel Eltron die Wärmepumpe bisher schon ganz einfach über den Internet-Router in das eigene Heimnetzwerk eingebunden werden konnte, kann nun über einen vom Kundendienst einzurichtenden Remote-Zugang die KNX IP-Fähigkeit als Softwareerweiterung aufgespielt werden. Damit sind dann rund 100 Funktionsparameter und Gerätewerte über KNX-IP verfügbar.

EWPM-Karte von Dimplex

Mit verschiedenen Erweiterungskarten für den Wärmepumpenmanager bietet auch Dimplex den Anschluss der Wärmepumpe an ein lokales Netzwerk, EIB/KNX oder Modbus an. Zum Anschluss an ein KNX/EIB-Bussystem bietet Dimplex z. B. die als Erweiterungsmodul erhältliche EWPM-Karte an. Mit dieser Erweiterung ist es möglich maximal 110 Variablen vom Wärmepumpenmanager an die Gebäudeleittechnik KNX/EIB zu übergeben und zu visualisieren. Die EWPM-Karte ist einsetzbar mit WPM 2006/2007 und WPM EconPlus! und Software ETS3 und ETS4.

Vitogate 200 von Viessmann

Bei Viessmann wird die Wärmepumpe über die Kommunikationsschnittstelle Vitogate 200 aus dem TeleControl Programm an den Installationsbus KNX/EIB angeschlossen. Anschließbar ist die Vitogate 200 an Vitotronic-Regelungen für Kleinkessel, Wandgeräte, Mittelkessel und Wärmepumpen. Die Vitogate 200 ermöglicht die Konfiguration von bis zu 32 Datenpunkten mit dem KNX / EIB Konfigurationstool ETS 2 oder ETS 3 und den u. a. Zugriff mit Standard KNX/EIB Geräten auf Parameter der Heizungsanlage zur Änderung der Betriebsart, Vorgabe von Sollwerten und Abfrage von Betriebszuständen.

Panasonic Intesis-Interface

Panasonic bietet mit dem Intesis-Interface eine Möglichkeit zur Einbindung von Aquarea-Wärmepumpen in KNX-, EnOcean- und Modbus-Systeme mit bidirektionaler Überwachung und Steuerung sämtlicher Funktionsparameter. Mit dem neuen Aquarea-KNX-Interface von Intesis können sämtliche Funktionsparameter des Aquarea-Geräts durch KNX-Systeme ausgelesen und gesteuert werden. Das Intesis-Interface bietet 4 binäre Eingänge, die als Standard-KNX-Binäreingänge (Ein/Aus, Senden usw.) genutzt werden können oder auch zur direkten Steuerung des Aquarea-Geräts.

Navigator 1.0 von IDM-Energiesysteme

Die IDM-Energiesysteme GmbH aus Österreich bietet mit dem Navigator 1.0 eine Möglichkeit zur vollautomatischen Regelung der IDM-Wärmepumpen. Über die Navigator 1.0 Wärmepumpenregelung können bis zu sieben Heiz- und Kühlkreise vollautomatisch geregelt werden und über das als Sonderzubehör erhältliche EIB/KNX-Modul ist die Wärmepumpe dann auch EIB/KNX fähig und kann mit anderen EIB/KNX-Geräten kommunizieren.

Vorteile einer KNX-Anbindung

KNX ist einer der am meisten akzeptierte Standard für die Gebäudeautomation weltweit. Unterschiedlichste Funktionen in einem Haus werden hier zusammengeführt und können zentral komfortabel über eine Plattform visualisiert und gesteuert werden. Über die Einbindung von Wärmepumpen in ein solches Bussystem können Wärmepumpen über einen Mikroprozessor mit Sensoren im Gebäude kommunizieren und Informationen austauschen. Neben der reinen Steuerung können Wärmepumpen so in ein smartes Hausautomationssystem eingebunden werden. Darüber hinaus hilft die Wärmepumpe auch, über den Stromverbrauch erneuerbare Energien dann abzunehmen, wenn diese viel Strom produzieren. Da die Wärmepumpe je nach Stromangebot gezielt zu- oder abgeschaltet werden kann, kann man so den Verbrauch an die in Zukunft immer stärker schwankende Stromerzeugung anpassen.

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"KNX-Erweiterungen machen Wärmepumpen smart" wurde am 20.12.2013 verfasst