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Lauterecken nutzt Flusswasser und Hochtemperaturwärmepumpe zum Heizen

Im rheinland-pfälzischen Lauterecken wird mit dem Wasser der Lauter und einer Hochtemperaturwärmepumpe öffentliche Gebäude über ein innerstädtisches Nahwärmenetz beheizt. Aufgrund der hohen Vorlauftemperatur lassen sich mit der Wärmepumpe auch konventionelle Heizkörper betreiben.

Lauterecken nutzt Flusswasser und Hochtemperaturwaermepumpe zum Heizen_hier_Hochtemperaturwaermepumpe thermeco2 in der Nahwaermezentrale_Foto_Helmut Dahlmanns

Lauterecken nutzt Flusswasser und Hochtemperaturwärmepumpe zum Heizen - hier: Hochtemperaturwärmepumpe thermeco2 in der Nahwärmezentrale (Foto: Helmut Dahlmanns)

Das Wasser der Lauter lädt mit seinen 10 Grad nicht gerade zum Baden ein. Trotzdem liefert es so viel Wärme, dass damit in der rheinland-pfälzischen Stadt Lauterecken öffentliche Gebäude beheizt werden können. Ein innerstädtisches Nahwärmenetz und die neuartige Hochtemperaturwärmepumpe thermeco2 machen es möglich.

Die Hochtemperaturwärmepumpe wurde im September in Betrieb genommen. Sie entzieht dem Flusswasser Wärmeenergie und nutzt diese, um Heizwasser für die Wärmeversorgung zu erzeugen. So können etwa 77 Prozent der benötigten Heizwärme umweltfreundlich und Ressourcen schonend zur Verfügung gestellt und rund 53 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden.

An die Nahwärmeversorgung in Lauterecken angeschlossen sind unter anderem das Schloss Veldenz, der Veldenz-Turm, die Kreissparkasse und das Rathaus. Mit einer Heizleistung von 232 kW kann die Wärmepumpe thermeco2 HHR 260 den Energiebedarf dieser Gebäude den größten Teil des Jahres abdecken. Nur bei ganz niedrigen Temperaturen wird eine Gaskesselanlage zugeschaltet.

"Der Gasverbrauch lässt sich so drastisch senken und die Lauter schickt keine Rechnung", freut sich Bürgermeister Heinrich Steinhauer über die wirtschaftlichen Vorteile. "Außerdem leisten wir als Gemeinde unseren Beitrag zur Energiewende und sind nun weniger abhängig von teuren fossilen Rohstoffen", fügt er hinzu.

Das Nahwärmenetz soll dazu beitragen, langfristig eine sichere und nachhaltige Energieversorgung der kommunalen Liegenschaften zu erreichen. Die Investitionen in Höhe von rund 840.000 Euro wurden mit etwa 360.000 Euro vom Bund und dem Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des Konjunkturpaketes II gefördert.

Die Hochtemperaturwärmepumpe arbeitet mit Kohlendioxid als Kältemittel. Sie verbindet Umweltfreundlichkeit mit hoher Effizienz, denn aus der zugeführten elektrischen Energie erzeugt die thermeco2 Maschine mit Hilfe des Flusswassers das 3,7fache an Heizwärme. Etwa 520 Megawattstunden an Wärmeenergie wird sie jährlich bereitstellen.

Aufgrund der hohen Vorlauftemperatur von mindestens 65 °C lassen sich mit der Wärmepumpe auch konventionelle Heizkörper betreiben. So konnte das vorhandene System ohne aufwändige Umbauten weiter genutzt werden. Ein großer Vorteil – vor allem, wenn es darum geht, bestehende und sogar denkmalgeschützte Gebäude auf regenerative Energie umzustellen.

Unter dem Markenamen thermeco2 stellt die Firma thermea. Energiesysteme GmbH Hochtemperaturwärmepumpen für den industriellen Einsatz und die Gebäudetechnik her. In thermeco2 Maschinen kommt das klimafreundliche Kältemittel CO2 zum Einsatz. Für diese Innovation wurde thermea. u. a. mit dem renommierten Kältepreis des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ausgezeichnet.

Lauterecken ist eine Stadt im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist nach dem Flüsschen Lauter benannt, die nahe der Ortsmitte in den aus Altenglan zufließenden Glan mündet.

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"Lauterecken nutzt Flusswasser und Hochtemperaturwärmepumpe zum Heizen" wurde am 09.11.2011 verfasst