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LichtBlick startet Energie-Internet mit Regelenergie aus Mini-Kraftwerken

LichtBlick liefert als erster Anbieter Regelenergie aus einem Pool von Mini-Blockheizkraftwerken zur Stabilisierung der Stromnetze. Dazu hat LichtBlick in Kooperation mit den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) ein neues Verfahren entwickelt. Lichtblick greift in der heutigen Pressemitteilung nicht zu kurz, wenn vollmundig ein "Quantensprung für die Energiewende" bejubelt wird.

Die von LichtBlick entwickelte IT-Plattform SchwarmDirigent steuert 400 BHKWs vom Typ ZuhauseKraftwerk zur Bereitstellung von "Sekundärregelleistung" (SRL). (Grafik: LichtBlick SE)

Die von LichtBlick entwickelte IT-Plattform SchwarmDirigent steuert 400 BHKWs vom Typ ZuhauseKraftwerk zur Bereitstellung von "Sekundärregelleistung" (SRL). (Grafik: LichtBlick SE)

Die Bereitstellung von Regelenergie war bisher teils aus rein technischen teils aber auch aus den althergebrachten Regularien des Strommarktes hauptsächlich nur Großkraftwerken vorbehalten. Was Jeremy Rifkin in seinem aktuellen Buch "Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft" mit dem "Internet der Dinge" und insbesondere mit dem "Energie-Internet" schon länger postulierte, hat Lichtblick nun durch die intelligente Internetverknüpfung von Mini-BHKW aus dem Schwarmstromprojekt umgesetzt. Im ersten Schritt stellt LichtBlick 400 Blockheizkraftwerke vom Typ ZuhauseKraftwerk für "Sekundärregelleistung" (SRL) bereit. Gesteuert werden die Anlagen vom Typ ZuhauseKraftwerk über die von LichtBlick entwickelte IT-Plattform SchwarmDirigent.

Regelenergie erschließt weitere Erlösquellen für Erneuerbare

Diese Innovation sei ein Quantensprung für die Energiewende, sagt Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft bei LichtBlick. Und dies nicht zu Unrecht, denn das Lichtblick-Konzept ermöglicht es den Erneuerbaren als vollwertigen Teil der Stromversorgung am Strommarkt teilzunehmen und davon auch zu profitieren. So ergeben sich weitere, erfolgs- und marktorientierte Erlösquellen zur Direktvermarktung von Ökostrom und könnte so die Abhängigkeit vom EEG und politischem Einfluss deutlich senken. Dies könnte bei weitreichender Verbreitung den Ausbau der Erneuerbaren in den nächsten Jahren deutlich vorantreiben.

LichtBlick-Konzept vermeidet Einzelprüfung jedes Mini-BHKW

Um Regelenergie anbieten zu können, müssen Kraftwerke eine hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität aufweisen. Erst dann werden sie für diesen Markt zugelassen. Während bisher jede einzelne Anlage untersucht werden musste, haben LichtBlick und die Übertragungsnetzbetreiber nun ein standardisiertes Verfahren entwickelt, mit dem sich Baureihen kleiner Anlagen für den Regelenergie-Markt qualifizieren können. Damit konnten die Partner eine Hürde auf dem Weg zu dezentraler Regelenergie aus dem Weg räumen, denn eine Einzelprüfung jedes Mini-Kraftwerks wäre zu teuer.

Weitere BHKW, Wärmepumpen und Stromspeicher sollen folgen

LichtBlick garantiert bei seiner Anlagenoptimierung, dass die Mini-BHKWs unabhängig von der Regelenergie-Lieferung jederzeit die Wärmeversorgung der privaten und öffentlichen Gebäude sicherstellen, in denen sie betrieben werden. Im nächsten Schritt bindet LichtBlick Blockheizkraftwerke anderer Betreiber in den Regelenergiemarkt ein. Künftig sollen auch Wärmepumpen und Batterien positive und negative Regelenergie bereitstellen. So erprobt LichtBlick bereits gemeinsam mit Marktpartnern die Integration von E-Auto-Batterien und Solarstrompeichern in den SRL-Markt.

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"LichtBlick startet Energie-Internet mit Regelenergie aus Mini-Kraftwerken" wurde am 15.04.2015 verfasst