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Smart-Services bieten Wettbewerbsvorteile im Strommarkt

Nach wie vor ist der Strompreis der wichtigste Grund, den Stromanbieter zu wechseln. Laut neuerer Umfragen scheinen dies die meisten aber nur recht wiederwillig zu machen. Denn viele Deutsche würden bei ihrem Anbieter bleiben, wenn ihnen dieser über flexible Stromtarife und Smart Meter die Möglichkeit geben würde, Strom aktiv selber einsparen zu können.

Der Strompreis ist immer noch der wichtigste Grund für Verbraucher, den Anbieter zu wechseln. Durch Smart Meter und flexible Tarife könnten Stromanbieter ihre wechselwilligen Kunden jedoch weiter an sich binden. (Foto: energie-experten.org)

Der Strompreis ist immer noch der wichtigste Grund für Verbraucher, den Anbieter zu wechseln. Durch Smart Meter und flexible Tarife könnten Stromanbieter ihre wechselwilligen Kunden jedoch weiter an sich binden. (Foto: energie-experten.org)

Nicht mehr allein der Preis entscheidet, ob man den Stromanbieter wechselt. Vielmehr rückt die Markenattraktivität von Stromanbietern stärker in den Fokus wechselbereiter Stromkunden. Diese Markenattraktivität haben Energiemarktforscher von TNS Infratest mit Hilfe des Instruments Conversion Model im Strommarkt untersucht und sie ins Verhältnis mit ihren aktuellen Marktanteilen bei Privatkunden gesetzt. Als Ergebnis wurde die mittelfristige Entwicklung der Marktanteile geschätzt. So geht TNS Infratest davon aus, dass insbesondere Stadtwerke zukünftig Marktanteile verlieren dürften. Um dies zu verhindern, empfiehlt TNS Infratest auch die Stromtarife stärker auf ihren Kundennutzen und die Kundenbedürfnisse auszurichten.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der "Energie-Trendmonitor 2014" von Stiebel Eltron. Demnach wünschen sich 84 Prozent der Deutschen flexible Stromtarife. Sie wollen Strom dann nutzen, wenn er in großen Mengen verfügbar und daher besonders günstig ist. Der günstige Strom könnte zum Beispiel von einer Wärmepumpe genutzt werden, um Heizungs- und Warmwasserspeicher zu füllen. Laut Energie-Trendmonitor wünschen sich zwei Drittel der Bundesbürger zudem die Bereitstellung moderner Messtechnik, die den Stromverbrauch einzelner Geräte aufschlüsselt und transparent ablesbar macht. Beide Smart-Services bieten nach Ansicht der meisten Bundesdeutschen die Chance, die Energiekosten aus eigener Kraft zu senken.

Dass diese Service-Leistungen gut ankommen, zeigt beispielweise der britische Energieversorger British Gas, der seinen Privatkunden den Strom seit Anfang 2014 am Samstag kostenlos anbietet. Die Verbraucher sollen so animiert werden, in der Woche weniger Strom zu verbrauchen, da dann die Unternehmen mehr Strom benötigen, erklärte British Gas. Recht früh hat auch Yellostrom von der EnBW diesen Wettbewerbsvorteil erkannt. Bereits Ende 2008 führte Yellostrom den Sparzähler ein, mit dem man seinen Verbrauch über den eigenen PC oder Smartphone in Echtzeit nachverfolgen kann. Während ähnliche Services sich langsam verbreiten, bieten nur sehr wenige Stromversorger flexible Tarife an, die wenn, dann in aller Regel mit wenig Anreizen für die Verbraucher verbunden sind, Strom einzusparen.

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"Smart-Services bieten Wettbewerbsvorteile im Strommarkt" wurde am 28.07.2014 verfasst