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Solarthermie: Optimale Dimensionierung und Betrieb mit Gas- oder Ölbrennwerttechnik

Solarthermie: Optimale Dimensionierung und Betrieb mit Gas- oder Ölbrennwerttechnik (Foto: Heike Hering - pixelio)

Gas- oder Ölbrennwerttechnik in Kombination mit einer thermischen Solaranlage: Das ist bei vielen Neubauten oder Nachrüstungen die klassische Lösung für Heizung und Warmwasser. Damit man für die Warmwasserbereitung die Kraft der Sonne optimal nutzt, gibt es bei der Dimensionierung und beim Betrieb der Anlagen einige Grundsätze zu beachten. Ein Überblick dazu von TÜV SÜD.

Klassische Kombinationen: Das "Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich" (EEWärmeG) gibt vor, dass die Wärme in Neubauten zumindest teilweise aus regenerativen Energien stammen muss. Wer vor diesem Hintergrund nach einer kostengünstigen und pragmatischen Lösung sucht, stößt auf die Kombination von Gas- oder Ölbrennwerttechnik mit einer thermischen Solaranlage.

Die Solaranlage macht es möglich, das Warmwasser in den Sommermonaten ohne weiteren Heizungseinsatz vorzuhalten - die kostenlose Kraft der Sonne ersetzt Heizöl oder Erdgas. Außerdem finanziell interessant: Teilweise gibt es kommunale Förderprogramme für solarthermische Anlagen, ein BAFA-Förderprogramm und zinsgünstige Kredite von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für energieeffizientes Bauen und Sanieren, wenn durch die Solaranlage die dort definierten Förderrandbedingungen erreicht werden können.

Verschiedene Varianten: Eine Frage der Finanzen ist auch die genaue Ausgestaltung und Dimensionierung der solarthermischen Anlage. Wer das Warmwasser direkt aus dem Pufferspeicher der Solaranlage nutzt, kann diesen nicht allzu groß auslegen - denn das Wasser darf wegen möglicher Legionellenbildung nicht zu lange im Speicher bleiben. Bei kleinem Pufferspeicher gilt es, die Ein- und Ausschaltparameter und die Ein- und Ausschaltzeiten besonders exakt einzustellen, so die Fachleute von TÜV SÜD. Der Grund: Beträgt die Wassertemperatur mehr als 60 Grad Celsius, setzt rasch Kalkbildung ein; beträgt die Wassertemperatur aber weniger als 50 Grad Celsius, wird das Wachstum von Legionellen beschleunigt. Reicht die Kraft der Sonne nicht aus, um das Wasser zu erwärmen, springt über eine weitere Heizspirale im Pufferspeicher die Öl- oder Gasheizung ein. Diese Reserve sollte sich aber nicht gleich morgens um 6 Uhr zuschalten, so der Rat von TÜV SÜD. Sonst bleibt später keine "Arbeit" für die Sonne und der Grundgedanke der solarthermischen Anlage wird ad absurdum geführt.

Wer etwas mehr in die Lösung für Heizung und Warmwasser investieren kann und will, kann einen größeren Pufferspeicher und eine separate Frischwasserstation anschaffen. Das Wasser für Spülbecken oder Badewanne kommt dann nicht direkt aus dem Pufferspeicher, sondern aus der Frischwasserstation. Diese bezieht die Wärme über außen laufende Rohre aus dem Pufferspeicher. Dadurch wird die Legionellen- und Kalkgefahr umgangen. Weil die Speicherkapazität größer ist, können zudem die Strahlen der Sonne besser genutzt werden - und Öl- oder Gas-Brennkessel müssen nicht oder nur selten "aushelfen".

Zusätzliche Dämmung: Um die Energieeffizienz weiter zu verbessern, empfehlen die TÜV SÜD-Experten, den Pufferspeicher der Solarthermie-Anlage noch zusätzlich zu dämmen. Zudem ist auf eine gute Dämmung der Leitungen und Rohre zu achten. Außerdem wichtig: An allen Zu- und Abläufen sollte es ein Thermometer geben, um die Arbeit der Anlage möglichst exakt im Blick zu haben.

Quelle: TÜV SÜD AG

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"Solarthermie: Optimale Dimensionierung und Betrieb mit Gas- oder Ölbrennwerttechnik" wurde am 21.07.2010 verfasst