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Speicherzuschuss bietet Zukunftsperspektive für Solarstromförderung

Speicherzuschuss bietet Zukunftsperspektive für Solarstromförderung - hier: Solarstromspeicher SolStore 3.5Li von IBC Solar (Foto: IBC Solar AG)

Speicherzuschuss bietet Zukunftsperspektive für Solarstromförderung - hier: Solarstromspeicher SolStore 3.5Li von IBC Solar (Foto: IBC Solar AG)

Weil die EEG-Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom immer weiter abnimmt, wird es immer lukrativer, den so erzeugten Strom selbst zu verbrauchen und damit die eigenen Stromkosten zu reduzieren. Da jedoch der eigene Verbrauch des Solarstroms aufgrund der tages- und jahreszeitlich unterschiedlichen Erzeugung ohne thermische Speicher oder intelligente Haustechnik nur sehr bedingt möglich ist, werden Stromspeicher notwendig, die den Strom zwischenspeichern können. Um den Eigenstromverbrauch weiter zu fördern, hat die Bundesregierung nun entschieden, die Einführung von Stromspeichern mit Zuschüssen zu fördern.

Wie genau die Förderung von Solarstromspeichern aussehen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Medien berichten allerdings vornehmlich davon, dass die neue Förderung als Marktanreizprogramm gelten wird und ähnlich der Förderung regenerativer Heizungssysteme ein Zuschuss ausgezahlt wird. Hier wird von einem Zuschuss von rund 2000 Euro pro Solarstromspeicher ausgegangen. Dies entspricht rund 20 Prozent der Kosten eines heute am Markt erhältlichen Solarstromspeichers für ein Einfamilienhaus. Der Umfang, die genaue Höhe der Förderung und die Anforderungen an den Antragsteller und den Solarstromspeicher selbst sind bislang noch unklar. Details zum neuen Förderprogramm wird die Bundesregierung wohl in den kommenden Tagen bekannt geben.

Interessant an der neuen Förderung ist, dass diese unter Umständen helfen könnte, die EEG-Umlage auf den Strompreis zu reduzieren und trotzdem die weitere Verbreitung von Photovoltaik zu fördern: Solarstrom-Anlagen, die mit staatlich geförderten Solarstromspeichern kombiniert werden, reduzieren ihre Einspeiseleistung für die gesamte Vergütungsdauer der Anlage und daher auch die Einspeisevergütung, die hierfür bezahlt werden müsste. Da die neue Förderung für Solarstromspeicher nicht durch eine Umlage finanziert wird, würden die so eingesparten Mittel die EEG-Umlage auf den Strompreis reduzieren. Zudem reduziert der erhöhte Eigenverbrauch des Solarstroms auch den Stromnetzausbaubedarf. Auch diese eingesparten Kosten müssten fairerweise der neuen Förderung von Solarstromspeichern zugeschrieben werden und von der dementsprechenden Strompreisumlage abgezogen werden.

Da die Einspeisevergütung in den vergangenen Jahren immer weiter abnahm, wird es für Anlagenbetreiber, die bereits seit vielen Jahren PV-Strom erzeugen und somit noch eine verhältnismäßig hohe Einspeisevergütung erhalten, vermutlich nicht wirtschaftlich sein, einen Solarstromspeicher auch mit einem Zuschuss anzuschaffen. Ab wann und bei welcher Höhe der Einspeisevergütung sich die Anschaffung eines Solarstromspeichers lohnt wird von der genauen Ausgestaltung der Förderbedingungen abhängen. Bei weiter steigenden Stromkosten und abnehmenden Kosten für Solarstromspeicher ist jedoch davon auszugehen, dass es für einen Großteil der in Deutschland installierten Photovoltaik-Anlagen interessant werden wird, über einen Solarstromspeicher den eigenen Stromverbrauch zu reduzieren.

Genauere Daten wie Batteriespeicher in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage die Stromnetze entlasten, die Verfügbarkeit von Solarstrom ausweiten und zugleich die von den Verbrauchern zu tragenden Energiewende-Kosten senken können, liefert die aktuelle Speicherstudie 2013, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft erstellt hat. Eine gute Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie findet sich u. a. bei Andreas Kühl auf energynet.de.

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"Speicherzuschuss bietet Zukunftsperspektive für Solarstromförderung" wurde am 17.01.2013 verfasst