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Stromkosten sparen: Wann der Austausch der alten Waschmaschine lohnt

Neben Kühlschrank, Gefriertruhe und Herd sorgt sie für einen hohen Stromverbrauch im Haushalt – die Waschmaschine. Laut dem Öko-Institut e. V. läuft die Waschmaschine in einem durchschnittlichen Privathaushalt 164 Mal im Jahr – und macht dabei rund 5 Prozent des Gesamtstromverbrauchs aus. Ist das eigene Gerät jedoch älteren Baujahrs, kann der Verbrauch auch deutlich höher ausfallen. Um die eigenen Stromkosten einzudämmen, lohnt sich der Vergleich der Waschmaschine mit jüngeren Modellen.

Waschmaschinen laufen in einem durchschnittlichen Privathaushalt 164 Mal im Jahr und verbrauchen rund 5 Prozent des gesamten Haushaltsstroms (Foto: energie-experten.org)

Waschmaschinen laufen in einem durchschnittlichen Privathaushalt 164 Mal im Jahr und verbrauchen rund 5 Prozent des gesamten Haushaltsstroms (Foto: energie-experten.org)

Ob sich der Kauf einer neuen Maschine letztlich auszahlt, hängt vorrangig von der Effizienzklasse ab. Da es in Deutschland bereits seit 1998 eine Energieverbrauchskennzeichnung für Waschmaschinen gibt, haben die meisten Waschmaschinen laut Umweltbundesamt die Effizienzklasse A++ oder höher. Ist dies der Fall, muss keine neue Waschmaschine her, denn schon durch einige einfache Maßnahmen kann der Stromverbrauch des eigenen Geräts effektiv gesenkt werden.

Das Altgerät zum Energiesparer machen

Laut einer Studie des Öko-Instituts e. V. ist die Temperatureinstellung eine der wichtigsten Energiesparmaßnahmen. Wer statt 60 Grad 40 Grad Celsius wählt, kann bei einer Waschmaschine aus dem Baujahr 1995 rund 43 Prozent und bei einer Waschmaschine aus dem Baujahr 2004 sogar 47 Prozent Strom einsparen. Noch mehr lohnt sich das Waschen mit dem 30 Grad-Programm. Dabei spart man gegenüber dem 40-Grad-Programm je nach Baujahr der Waschmaschine weitere 30 bis 40 Prozent Strom ein. Reduziert man die Temperatureinstellung für den Waschgang um eine Stufe (also beispielsweise 40 statt 60 oder 30 statt 40 Grad), so spart man 53 bis 54 Kilowattstunden Strom oder bis zu 38 Prozent des Stromverbrauchs für diesen Waschgang ein.

Neben der Temperatur sorgt auch der richtige Umgang mit Wäsche und Waschmaschine für eine Ersparnis beim Strom- und auch Wasserverbrauch. So ist es immer sinnvoll, die Waschmaschine voll zu beladen. Die Wäsche sollte genau sortiert werden – also weiße, bunte und feine Wäsche separat bei einer möglichst niedrigen Temperatur gewaschen werden.

Neue Waschmaschine – das muss sie können

Zwar haben Waschmaschinen bereits seit 1998 eine Energieverbrauchskennzeichnung, Ende 2011 trat jedoch die neue EU-Verordnung Nr. 1061/2010 in Kraft und machte die Energieverbrauchskennzeichnung für Waschmaschinen zur Pflicht. Seitdem haben die Gerätehersteller in puncto Effizienzklassen deutlich angezogen, sodass die Energiebilanz neuer Waschmaschinen keine Wünsche offen lässt. Die neue Kennzeichnung umfasst neben dem jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden und dem Wasserverbrauch in Litern bei 220 Waschgängen auch das Fassungsvermögen in Kilogramm, die Schleuderwirkungsklasse (von A bis G) und die Geräuschentwicklung beim Waschen und Schleudern in Dezibel. Auch die Beladungsmenge im Baumwollprogramm beim 40-Grad- sowie 60-Grad-Programm ist auf der Kennzeichnung zu finden.

Energieverbrauchskennzeichnung: Ist A+++ wirklich besser als A++?

Dass die Effizienzklasse A von Vorteil ist – das hat sich spätestens seit Einführung der Energieeffizienzklassen für Haushaltsgeräte herumgesprochen. Doch A ist nicht gleich A. Derzeit ist die schlechteste Energieeffizienzklasse am Markt die Klasse A. Geräte, die für den Handel zugelassen werden, müssen diese Mindestanforderung erfüllen. Dahingegen stellt A+++ die effizientesten Geräte dar. Wer zusätzliche Kosten sparen möchte, vergleicht neben der Effizienzklasse insbesondere auch den jährlichen Wasserverbrauch der Geräte, so die Empfehlung der Verbraucherzentrale und des Öko-Instituts.

Von Fassungsvermögen bis Aqua-Stop – diese Extras zählen

Beim Fassungsvermögen reichen 5 bis 6 Kilogramm Wäsche aus, um zumeist mit voller Beladung zu waschen, ein größerer Haushalt kann auch ein Gerät mit einem Fassungsvermögen von 7 Kilogramm erwägen. Eine automatische Beladungserkennung wirkt sich hingegen nur geringfügig auf den Strom- und Wasserverbrauch aus. Wichtig bei der Wahl einer neuen Waschmaschine sind die Programm- und Temperatureinstellungen, hier sollte eine separate Einstellung möglich sein. Der Aqua-Stop ist ebenfalls ein wichtiges Extra, das mittlerweile fast alle Waschmaschinen vorweisen können. Dieser ist ein vom Hersteller garantiertes Sicherheitssystem, das das Auslaufen von Wasser für die gesamte Lebensdauer des Geräts verhindert. Haushalte, die auch einen Trockner verwenden, sollten zudem eine Waschmaschine mit einer hohen Umdrehungszahl von mindestens 1.200 wählen. Durch die so reduzierte Restfeuchte wird der Stromverbrauch des Trockners gesenkt.

Da Hersteller und Händler verpflichtet sind, die Energieeffizienzklasse anzugeben, können verschiedene Waschmaschinen schon mit einigen Klicks im Internet verglichen werden. Hier können moderne Waschmaschinen nicht nur nach Preis und Leistung sortiert werden – auch Angaben wie Schleudereffizienzklasse und Restfeuchte finden Verbraucher in der detaillierten Ansicht.

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"Stromkosten sparen: Wann der Austausch der alten Waschmaschine lohnt" wurde am 02.12.2013 verfasst