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Strommessgerät Wattcher im Praxistest

Der Wattcher ist ein unbestritten formschönes Strommessgerät, das es einem recht einfach macht, den eigenen Stromverbrauch im Haus oder in der Wohnung zu messen und so hilft, den eigenen Stromverbrauch kennenzulernen und auch zu reduzieren. Wie der Wattcher funktioniert und, ob es sich lohnt, sich einen Wattcher anzuschaffen, haben wir 3 Monate im Praxistest selbst geprüft.

Strommessgerät Wattcher im Praxistest (Foto: energie-experten.org)

Strommessgerät Wattcher im Praxistest (Foto: energie-experten.org)

Wie funktioniert der Wattcher?

Wer den Wattcher kauft, der bekommt einen Sender, der am Stromzähler die Umdrehungen der Zählscheibe optisch erfasst, umrechnet und an den Empfänger sendet. Am Empfänger kann dann der aktuelle Stromverbrauch abgelesen werden. Der Sender wird mit einer optischen Erkennung am Stromzähler befestigt und funktioniert über mitgelieferte Batterien. Der Empfänger wird im Wohnraum in eine Steckdose gesteckt und zeigt über ein Display den aktuellen Stromverbrauch an. Der Sensor funktioniert laut Hersteller aber auch mit digitalen Impulszählern. Wir haben den Wattcher allerdings nur mit einem elektromechanischen Zähler getestet.

Wie wird der Wattcher installiert?

Erster Schritt der Installation ist das Anbringen des Senders in der Nähe des Stromzählers. Hierzu werden Schrauben mitgeliefert, um den Sender z.B. direkt an einer Wand zu befestigen. Dann wird die optische Erkennung (Sensor) auf der Scheibe vor der Zählscheibe per Klebestreifen und Klettband angebracht. Bei elektronischen Zählern sollte das Klettband mit dem U-Profil nach oben zeigen und direkt unter der Metallscheibe sitzen. Dann wird der Sensor auf das Klettband gedrückt. Die Bedienungsanleitung ist hier recht eindeutig, sodass die Installation des Wattchers bis zu diesem Schritt auch für Laien nicht länger als 10 Minuten dauern sollte.

Wie wird der Wattcher kalibriert?

Um die Umdrehungen der Zählscheibe (oder auch das Blinken eines digitalen Impulszählers) zu messen und in den Stromverbrauch richtig umzurechnen, muss bei der Installation zunächst am Sender die richtige Zählerart eingestellt werden. Dies macht man mit einem kleinen Schalter im Batteriefach. Dann muss der Sensor kalibriert werden. Hierzu sollte sich die Zählscheibe deutlich drehen. Kommt die Markierung der Zählerscheibe vorbei, dann sollte der Sensor kurz aufleuchten. Leuchtet der Sensor bei drei Umdrehungen richtig auf, so ist der Sensor kalibriert. Da bei uns – wie in anderen Mietshäusern auch üblich – der Stromzähler in einem weiteren Kasten verschlossen war – klappte die Kalibrierung nicht beim ersten Mal. Nach mehrmaligem Justieren des Sensors hat es dann aber auch bei uns geklappt.

Wie wird der Empfänger eingestellt?

Der Empfänger wird bei der Inbetriebnahme ganz einfach in eine zugängliche Steckdose gesteckt. Dann muss die jeweilige Zählerkonstante– in unserem Fall 300 – ausgewählt und per Drücken des roten Knopfes gespeichert werden. Dann sollte das Display des Wattchers bereits den aktuellen Stromverbrauch anzeigen. Dies war bei uns nicht der Fall, da die Entfernung des Empfängers vom Sender einfach zu groß war. Zwischenfazit: Wohnt man z.B. im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses und ist der Sender im Keller installiert, so kommt kein Signal zustande. Daher haben wir unseren Wattcher-Test in einem typischen Einfamilienhaus fortgesetzt, in dem der Empfang auch auf Anhieb klappte.

Wie genau misst der Wattcher den Stromverbrauch?

Um zu testen, wie genau der Wattcher den Stromverbrauch misst, haben wir diesen auch bei abgeschalteter Hauptsicherung getestet. Auch in diesem Zustand zeigte der Wattcher dauerhaft Werte zwischen 10 bis 50 Watt an. Auch nach längerer Zeit wurde immer noch ein Verbrauch von 40 Watt angezeigt. Unserer Meinung nach kann dies nur an kleinen Messungenauigkeiten bei der optischen Erfassung der Zählscheibe des elektromechanischen Zählers liegen. Vermutlich liegt dies an der dahinterliegenden Software, die u.U. bereits einkalkuliert, dass ab und zu ein Durchlauf nicht erfasst wird. Bei einem Impulszähler und einer optischen Erfassung des Lichtimpulses der LED, ist wahrscheinlich keine dementsprechende Ungenauigkeit zu erwarten.

Hat der Wattcher den Praxistest bestanden?

Ja, denn der Wattcher ist unbestritten ein Design-Schmuckstück und liefert einen guten Einblick in den eigenen Stromverbrauch. Auch die Funkverbindung funktionierte in unserem zweiten Test einwandfrei und problemlos. Allerdings haben wir eine Speichermöglichkeit für die aufgezeichneten Daten vermisst. Dies hat sich allerdings geändert, da der Hersteller nun auch eine Online-Schnittstelle anbietet, mit der man jederzeit alle Daten seines Stromverbrauchs auch am PC abrufen kann. Von kleinen Ungenauigkeiten bei der Strommessung abgesehen, hat der Wattcher unsere Erwartungen an ein einfaches und alltagstaugliches Strommessgerät voll und ganz erfüllt.

Für wen lohnt sich der Wattcher?

Alles in Allem macht der Wattcher Lust aufs Stromsparen. Dies liegt sicherlich an der optisch und haptisch ansprechenden Form, bei der es einfach Spaß macht sich ab und zu den Stromverbrauch zu vergegenwärtigen. Daher ist der Wattcher gerade in Familien ein tolles Gadget, um auch Kinder für den effizienten Umgang mit Stromverbrauchern im Haushalt zu sensibilisieren. Der Wattcher ist derzeit für 89 Euro im Energiespar-Shop von Grünspar erhältlich. Nicht unbedingt günstig, aber wer Lust hat sich wirklich mit seinem Stromverbrauch auseinanderzusetzen, für den wird der Wattcher sicher eine lohnende Bereicherung im Haushalt darstellen.

Eine Bilderserie zu unserem Wattcher-Test haben wir für Sie auf unserer » Facebook-Fanpage und unserem » Google+Profil bereitgestellt.

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"Strommessgerät Wattcher im Praxistest" wurde am 08.01.2013 verfasst