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Umwelthauptstadt Hamburg zieht Bilanz

Als Europas Umwelthauptstadt blickt die Freie und Hansestadt Hamburg auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im Jahr der Umwelthauptstadt hat Hamburg wichtige Voraussetzungen geschaffen, um den Umweltschutz langfristig voranzutreiben.

Mehr als 30.000 Hamburgerinnen und Hamburger entdeckten im "Zug der Ideen" die "Visionen für die Städte der Zukunft". Auch über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus konnte die interaktive Ausstellung begeistern. (Foto: energie-experten.org)

Mehr als 30.000 Hamburgerinnen und Hamburger entdeckten im "Zug der Ideen" die "Visionen für die Städte der Zukunft". Auch über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus konnte die interaktive Ausstellung begeistern. (Foto: energie-experten.org)

Jüngstes Beispiel für eine der positiven Folgen des Hamburger Jahres der Umwelthauptstadt ist die vom Hamburger Senat entschiedene Energiewende. Mit dem teilweisen Rückkauf der Energienetze, dem Ausbau der Speicherkapazitäten, der dezentralen Energieversorgung sowie technischen Innovationen soll Hamburg europaweit Vorreiter in der Umsetzung der Energiewende werden. Dazu gehört auch, dass die Hansestadt die Großstadt mit den größten Kapazitäten zur Speicherung von Energie werden soll.

"Im Schulterschluss mit den Energieversorgern garantiert der Senat eine sichere und Klima schonende Energieversorgung", sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Damit werden die bisherigen Erfolge Hamburgs im Klimaschutz auch in Zukunft weiterverfolgt.

Im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität geht das Konzept bereits auf. Der HVV rechnet für das Jahr 2011 mit einer Steigerung der Fahrgastzahlen um 2,2 Prozent gegenüber 2010. Die U-Bahn in die HafenCity wird bis zu den Elbbrücken verlängert. Hamburg bekommt das modernste Bussystem Europas. Dieselhybrid- und Brennstoffzellenhybridtechnik befinden sich bereits im Alltagstest. Dadurch wird der Energieverbrauch gesenkt und der Schadstoffausstoß vermindert.

Dass Umweltschutz auch Sozialpolitik ist, beweist Hamburg im Bereich nachhaltiges Wohnen. Die Stadt hat mit den Hamburger Bezirken im "Vertrag für Hamburg" vereinbart, jährlich Genehmigungen für den Bau von 6.000 neuen Wohnungen zu erteilen. Im "Bündnis für das Wohnen" bekennen sich die Wohnungsverbände zu den Klimaschutzzielen des Senats. Die Stadt gewährleistet eine zuverlässige und kontinuierliche Förderung von energetischen und umfassenden Modernisierungen von Bestandswohnungen auf hohem Niveau.

Die zuständige Senatorin für Umwelt und Stadtentwicklung Jutta Blankau betont: "Ich freue mich, dass wir mit der Wohnungswirtschaft ehrgeizige energetische Ziele verwirklichen können und dies auch in Zusammenarbeit mit den Mieterverbänden sozialverträglich umgesetzt wird."

Ein besonderer Erfolg für den Hamburger Naturschutz war im Sommer die Ernennung des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer zum Weltnaturerbe durch die UNESCO. Diese Auszeichnung ist zugleich Anerkennung und Ansporn: Zukünftig sollen die Naturschutzgebiete Hamburgs auf zehn Prozent der Stadtfläche erweitert werden.

Die Bilanz zeigt auch, dass die Hamburgerinnen und Hamburger sich für die Umwelt und für ihre Stadt einsetzen wollen. Die Zahl der grünen Biotonnen stieg von 57.000 seit Ende 2010 auf aktuell rund 100.200 Biotonnen. Immer mehr Menschen steigen aufs StadtRAD – aktuell sind es 131.000 registrierte Nutzer. Allein während der Aktion "Umsteigen – ohne Trennungsschmerz" konnte das StadtRAD mehr als 9.400 Neukunden gewinnen. Auch Hamburg Energie verzeichnet Zuwachs: Aktuell erhalten 45.000 Haushalte Öko-Strom vom städtischen Anbieter, Ende 2010 waren es noch 20.000. Einen neuen Dialog hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt mit der türkischen Gemeinde initiiert. Der Senat möchte so möglichst viele Menschen in der Stadt ansprechen und über Möglichkeiten zum Energiesparen informieren.

Deutlich sichtbar wird das Engagement der Hamburger Bürger im Stadtbild: Im Rahmen der Aktion "Mein Baum – Meine Stadt" pflanzt die Stadt 2011 Straßenbäume. Die Hamburgerinnen und Hamburger waren aufgefordert, mit ihren Spenden mitzuhelfen, möglichst viele der verbleibenden 500 Lücken zu schließen. Insgesamt haben die Hamburgerinnen und Hamburger 295.433,81 Euro gespendet und ermöglichen damit die Pflanzung von zusätzlich fast 600 Bäumen. Sämtliche Spendengelder sind dabei ausnahmslos für die Bäume und die Pflanzarbeiten verwendet worden. Die Stadt hat ihre 2011 Bäume vor allem in den Stadtteilen gepflanzt, in denen das Spendenaufkommen geringer war.

Auch das Informations- und Diskussionsangebot war umfangreich im Umwelthauptstadtjahr: Mit knapp 2.000 Veranstaltungs- und Umwelttour-Terminen, darunter sieben Umwelthauptstadt-Dialoge und ein Jugendumweltgipfel mit 400 Teilnehmern, wurde Umwelt- und Klimaschutz für die Menschen in Hamburg erlebbar. Den zentralen Infopavillon der Umwelthauptstadt am Hauptbahnhof besuchten mehr als 36.000 Menschen, auch Gäste aus dem In- und Ausland.

Mehr als 30.000 Hamburgerinnen und Hamburger entdeckten im "Zug der Ideen" die "Visionen für die Städte der Zukunft". Auch über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus konnte die interaktive Ausstellung begeistern. An Stationen in 18 europäischen Metropolen besuchten mehr als 70.000 EU-Bürgerden Zug der Ideen.

Damit hat Hamburg als Botschafter für städtischen Umwelt- und Klimaschutz Maßstäbe gesetzt. "Hamburg ist und bleibt auch in Zukunft ein Wegbereiter und Vorbild für andere Umwelthauptstädte Europas", lobte Janez Potočnik, EU-Kommissar für Umwelt bei der "Staffelübergabe" an die Umwelthauptstadt 2012. Im Rahmen der internationalen Pressearbeit wurden insgesamt rund 800 Medienbeiträge in Online, Print, TV und Radio zu den Themen Zug der Ideen und Hamburg European Green Capital generiert, die Reichweite betrug 270 Millionen Kontakte.

Die Hamburger Wirtschaft trägt die Ideen der Umwelthauptstadt Europas 2011 ebenfalls mit. Die "UmweltPartnerschaft" hat im Titeljahr 150 neue Mitglieder gewonnen. Heute organisieren 810 Unternehmen freiwillig ihre Prozesse umweltfreundlich und ressourcensparend. Der Cluster-Verein Erneuerbare Energien vernetzt mittlerweile 153 Unternehmen und stärkt Hamburg erfolgreich als führenden Standort der Branche.

"Siemens hat seine Zentrale für Erneuerbare Energien 2011 nicht ohne Grund von Dänemark nach Hamburg verlegt. Wir finden hier ein sehr günstiges Umfeld für die Entwicklung unseres "grünen" Geschäfts vor. Dieser Schritt zeigt, dass Hamburg zu Recht europäische Umwelthauptstadt ist", sagt Michael Westhagemann von CEO der Region Deutschland Nord der Siemens AG.

Ute Plambeck, Konzern-bevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein: "Umwelthauptstadt und Deutsche Bahn, zwei Partner, ein Ziel: Wir wollen es den Menschen leicht machen, sich im Alltag umweltbewusst zu verhalten. Zum Beispiel mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten wie dem beliebten StadtRAD, dem Flinkster-Carsharing oder der S-Bahn, die ausschließlich mit Ökostrom fährt."

Die beiden Unternehmen sind die Premium-Sponsoren der Umwelthauptstadt und haben wichtige Maßnahmen unterstützt wie zum Beispiel die Reise des "Zug der Ideen".

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"Umwelthauptstadt Hamburg zieht Bilanz" wurde am 22.12.2011 verfasst