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Wachtendonker Stromnetz wird zu Smart Grid

Wachtendonker Stromnetz wird zu Smart Grid - hier: Intelligente Ortsnetzstation für Smart-Grid-Projekt Wachtendonk mit regelbarem Ortsnetztransformator(Foto: Siemens AG)

Wachtendonker Stromnetz wird zu Smart Grid - hier: Intelligente Ortsnetzstation für Smart-Grid-Projekt Wachtendonk mit regelbarem Ortsnetztransformator(Foto: Siemens AG)

Das Wachtendonker Stromnetz wird jetzt zu einem Smart Grid umgebaut. Siemens und die Stadtwerke Krefeld AG (SWK) wollen in der 8000-Einwohner-Gemeinde am Niederrhein das Verhalten und die Technik eines intelligenten Stromnetzes in der Praxis testen. Besonderheit der eingesetzten Smart Meter ist eine Power-Snap-Shot-Funktion, mit der der aktuelle Netzzustand erfasst werden kann.

Im Zuge der Energiewende wandelt sich unser Stromnetz von einer verbrauchsgesteuerten "Einbahntrasse" zu einem Netz mit bidirektionalem Fluss, in dem an vielen Orten Energie entnommen und eingespeist wird. Die Einspeisung veränderlicher Mengen an Wind- und Sonnenstrom verursacht jedoch Spannungsschwankungen, und in stark belasteten Teilnetzen steigt das Risiko eines Netzausfalls. Das Stromnetz der Zukunft muss solche immer besser Schwankungen ausgleichen, indem es die Spannung aktiv überwacht und automatisch regelt.

Im Rahmen einer Netzmodernisierung installierten die SWK im Jahr 2010 im Wachtendonker Netz bereits Lehrrohre für Datenleitungen und bereiteten 52 der 105 Ortsnetzstationen für Smart Grid-Komponenten vor. Nun werden 100 Wachtendonker Haushalte und zahlreiche Verteilerkästen mit intelligenten Smart Metern von Siemens ausgerüstet. Diese Smart Meter verfügen über eine so genannte Power-Snap-Shot-Funktion und liefern neben den Stromverbrauchsdaten auch eine Art Schnappschuss des aktuellen Netzzustands. Darüber hinaus werden Messwerte an intelligente Ortsnetzstationen übermittelt.

Diese bestehen aus kompakten Mittelspannungsschaltanlagen, regelbaren Ortsnetztransformatoren sowie Fernwirk-, Schutz- und Leittechnik. Moderne Sensor- und Kommunikationstechnik macht die Stationen intelligent. Der integrierte regelbare Ortsnetztransformator übernimmt hier, an der Schnittstelle zwischen Nieder- und Mittelspannungsnetz, die Stabilisierung des Netzes. Zeigen die Smart-Meter-Daten - etwa an wolkenlosen Tagen - einen Spannungsanstieg bei einem geringen Verbrauch im Netz und damit hoher Einspeisung durch die Photovoltaik, gleicht der Trafo die Netzspannung an.

Wachtendonk liegt an der niederländischen Grenze bei Venlo im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist aufgrund seines hohen Anteils regenerativer Energien eine Art Modellstandort für die Energiewende. Etwa 80 Prozent seines Stroms stammt aus Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energiequellen. Wer wissen möchte, wieviel Strom in Wachtendonk aus Erneuerbaren Energiequellen stammt, findet weitere Informationen in unserem Energieatlas.

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"Wachtendonker Stromnetz wird zu Smart Grid" wurde am 05.02.2013 verfasst