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Wann lohnen sich Kleinwindkraftanlagen?

Wann lohnen sich Kleinwindkraftanlagen? - hier: Privates Kleinwindrad (Foto: Aerocraft)

Wann lohnen sich Kleinwindkraftanlagen? - hier: Privates Kleinwindrad (Foto: Aerocraft)

In kaum einem Land gibt es so viele privat betriebene Solaranlagen wie in Deutschland. Private Kleinwindräder sind dagegen noch eine Seltenheit. Obwohl die Kombination einer Solaranlage mit einem Windrad auf dem eigenen Grundstück durchaus Sinn macht. Die hohe Energieproduktion des Windrads im Winter ergänzt die Produktivität der Solaranlage im Sommer. So können Haushalte ihre Autarkie vom Stromversorger weiter erhöhen.

Verbreitung von Kleinwindrädern

Die noch geringe Verbreitung von Kleinwindanlagen in Deutschland hat ihre Gründe. Zum einen ist der Einspeisetarif mit 8,93 Cent pro Kilowattstunde Ökostrom für in 2012 installierte Kleinwindkraftanlagen sehr niedrig. Es lohnt sich nur der Eigenverbrauch, nicht aber die Einspeisung. Zum anderen sind im Gegensatz zu Solaranlagen die baurechtlichen Anforderungen an einen kleinen Windgenerator viel höher. Ein wichtiges Genehmigungskriterium ist in besiedelten Gebieten vor allem der Schutz der Nachbarn vor Lärm. Liegt hier eine Beeinträchtigung vor, so wird das Kleinwandrad in vielen Fällen nicht genehmigt.

Baugenehmigung für Kleinwindkraftanlagen

Um die Genehmigungspraxis für Kleinwindräder zu vereinfachen, setzt sich in vielen Bundesländern die Regelung durch, kleine Windräder bis 10 m Höhe ohne Genehmigung zuzulassen. Während die Mitarbeiter in den Bauämtern so entlastet werden, trägt dann der Betreiber bzw. Installateur der Kleinwindanlage die Verantwortung für den Lärmschutz. Ein Kleinwindrad mit einer Nabenhöhe von 10 Metern lohnt sich jedoch nur, wenn in dieser Höhe genug Windenergie zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, so muss ein höherer Mast in Betracht gezogen werden. Dann wird jedoch in jedem Fall eine Baugenehmigung notwendig.

Standortbeurteilung für Kleinwindrädern

Deutschland gehört nicht zu den besonders windstarken Ländern in Europa. Trotzdem gibt es große regionale Unterschiede. So weisen flache Küstengebiete im Durchschnitt höhere Windgeschwindigkeiten als das Binnenland auf. Zudem sind die lokalen Windverhältnisse von besonderer Bedeutung. Während zentrale Lagen in Wohngebieten als auch waldreiche Gebiete weniger gut nutzbar sind, eignen sich Randlagen von Siedlungsgebieten hingegen wesentlich besser. Da der Wind in Deutschland häufig aus west-südwestlicher Richtung bläst, sind freie und exponierte Lagen in dieser Richtung besonders gut geeignet.

Wärmepumpen und Kleinwindkrafträder

Da Wind gerade im Herbst und Winter überdurchschnittlich stark weht, lässt sich in dieser Zeit eine besonders hohe Eigenstromversorgung realisieren. Hierzu bieten sich z. B. Wärmepumpen an, die den Windstrom durch einen mit der Wärmepumpe kombinierten Pufferspeicher zeitversetzt zu Heizzwecken nutzbar machen. Wer eine besonders hohe Unabhängigkeit vom Stromversorger erreichen möchte, der sollte im Sommer auf eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher setzen, der den am Tag erzeugten Strom für die Abend-, Nacht- und Morgenstunden zur Verfügung stellt.

Vertikale und horizontale Kleinwindanlagen

In den meisten Fällen bietet es sich an, das Windrad auf einem Mast oder Turm zu installieren. Die Gegebenheiten eines Grundstücks lassen dies jedoch nicht immer zu. Daher kann auch die Dachmontage eines Kleinwindrades in Betracht gezogen werden. Da der Gebäudekörper selbst jedoch auch Windturbulenzen verursacht, sollte der Windgenerator so weit wie möglich entfernt vom Dachfirst platziert werden. In diesen Fällen kommen neben herkömmlichen Windrädern mit horizontaler Achse auch sogenannte vertikale Windkraftanlagen zum Einsatz. Während vertikale Kleinwindanlagen einfacher zu warten sind und keinen Schattenschlag verursachen, weisen diese jedoch einen geringeren Wirkungsgrad auf.

Wer sich näher mit privaten Windkraftanlagen beschäftigen möchte, der findet auf dem Kleinwindkraft-Portal weitere Informationen: http://www.klein-windkraftanlagen.com

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"Wann lohnen sich Kleinwindkraftanlagen?" wurde am 18.11.2012 verfasst