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Welche Zusatzheizung lohnt sich: Konvektor, Radiator oder Infrarotheizung?

Wenn es im Winter frostig wird, setzen einige zu Hause auf elektrische Zusatzheizungen wie Konvektoren, Radiatoren oder Infrarotheizungen, um die Raumtemperatur zu erhöhen. Die elektrischen Direktheizungen punkten mit einem geringen Kaufpreis und hoher Flexibilität beim Einsatz. Um den Stromverbrauch von Konvektor, Radiator und Infrarotheizung so gering wie möglich zu halten, sollten diese Elektroheizungen allerdings immer nur entsprechend ihrer spezifischen Heiztechnik eingesetzt werden. Sonst kann der Stromverbrauch zu einer bösen Überraschung führen.

Beim Kauf eines Konvektors, Radiators oder einer Infrarotheizung sollten die Heizeigenschaften zum jeweiligen Anwendungsfall passen (Foto: energie-experten.org)

Beim Kauf eines Konvektors, Radiators oder einer Infrarotheizung sollten die Heizeigenschaften zum jeweiligen Anwendungsfall passen (Foto: energie-experten.org)

Warmluftabkühlung bei Konvektoren beachten

Konvektoren sind nur dann sinnvoll, wenn Räume schnell und kurzfristig beheizt werden sollen. Da sich die Raumluft durch einen Konvektor zwar schnell erwärmen lässt, diese aber auch ebenso schnell wieder abkühlt, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Heizleistung über ein Thermostat mit Raumtemperaturregler eingestellt und die Luftgeschwindigkeit stufenweise reguliert werden kann. So kann der Konvektor bedarfsindividuell hinzu heizen, ohne zuviel Wärme zu produzieren. Insbesondere Geräte mit großflächigen Luftaustrittsöffnungen können dann schnell auf Temperaturschwankungen reagieren.

Für große Räume ab etwa 25 Quadratmetern sollte das Gerät eine Leistung zwischen 2000 Watt und 2500 Watt aufweisen, denn mit steigender Wattzahl erhöhen sich die Stromkosten, nicht aber die Auswirkungen auf das Heizen. Bei Räumen mit gutem Energieeffizienzstandard reichen 1000 bis 1500 Watt aus. Für die Nutzung im Bad müssen die Geräte spritzwassergeschützt sein. Das lässt sich an der Kennzeichnung IPx4 oder höher erkennen. Produkte, die ein GS-Zeichen tragen, wurden zudem von einem unabhängigen Prüfdienstleister auf ihre Sicherheit hin getestet.

Radiatoren brauchen längere Aufwärmzeit

Bei Radiatoren gibt hingegen ein Speichermedium wie Wasser oder Öl die Wärme an die Umgebung ab. Das Öl wird dabei von einem elektrischen Heizaggregat erhitzt. Der Stromverbrauch des Radiators ist abhängig von der eingestellten Temperatur. Die Leistungsaufnahme von Radiatoren reicht meistens von etwa 600 Watt bis zu 2000 Watt und ist stufenweise geregelt. Umso mehr Leistungsstufen einstellbar sind, desto flexibler sind Radiatoren an den Heizbedarf anpassbar und auch der Stromverbrauch kann so minimiert werden.

Nachteilig gegenüber dem Konvektor ist die längere Aufwärmzeit des Radiators. Jedoch gibt der Radiator nach dem Aufheizen noch längere Zeit Wärme ab, während der Konvektor bzw. die Luft schnell wieder abkühlt. Im Normalfall würden man den Radiator daher auch nur solange auf höchster Stufe betreiben, bis der Raum komplett erwärmt ist und dann wieder auf eine niedrigere Temperatur bzw. Leistungsstufe herunter regeln. Grundsätzlich sollten auch Radiatoren nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden, beispielsweise, wenn die reguläre Heizung ausfällt oder die Räume bei extremer Kälte nicht mehr warm werden.

Infrarotheizungen vermeiden trockene Heizungsluft

Während Konvektoren und Radiatoren zu den Konvektionsheizungen zählen und aufgrund der ständigen Lufterwärmung und -abkühlung relativ hohe Energieverluste aufweisen, besitzen Infrarotheizungen die Eigenschaft durch ihre Infrarotstrahlen nur die Gegenstände zu erwärmen, auf die sie treffen und die diese Strahlung absorbieren. Aufgrund dieses Heizprinzips benötigt die Infrarotheizung auch weniger Strom als Radiatoren oder Konvektoren. Daneben überzeugen Infrarotheizungen durch ihr vielfältiges Design. Vom Spiegel, Wandbild bis hin zum Möbelstück bieten Hersteller Infrarotheizungen in allen Farben und Formen an. Und durch die gezielte Wärmeabgabe wird auch nicht die Luftfeuchtigkeit im Raum verändert, was gerade für unter der typisch trockenen Heizungsluft leidenden Personen besonders angenehm ist. Wer eine Infrarotheizung kaufen möchte, der sollte sich allerdings nicht von den vollmundigen Werbeversprechen über die medizinische Wirkung von Infrarotstrahlen hinwegtäuschen lassen. Und auch die flexiblen Aufstellungsmöglichkeiten sind bei Infrarotheizungen im Vergleich zu Radiatoren und Konvektoren eingeschränkt, da sie in der Regel fest installiert werden.

Fazit: Immer den Stromverbrauch im Blick behalten

Letztlich habe alle aufgeführten Elektroheizungen den Vorteil, dass sie keine aufwändige und platzraubende Verlegung von Wasserleitungen erfordern, da lediglich ein Stromanschluss notwendig wird. Und auch die mit der Warmwasserzuführung verbundenen Wärmeverluste entfallen, sodass Radiatoren, Konvektoren und Infrarotheizungen gerade für ein partielles Nachheizen in Einzelräumen geeignet sind.

Nachteilig ist jedoch der schlechte Wirkungsgrad, weshalb vor einem Kauf immer auch die Stromkosten im Blick behalten werden sollten. Diese kann man allerdings leicht selbst abschätzen, indem man die auf dem jeweiligen Gerät angegebene Wattzahl zur Hilfe nimmt und mit den Heizstunden multipliziert. Werden solche Direktheizgeräte mit 1000 Watt im Winter rund 100 Stunden mit voller Leistung betrieben, so ist bereits mit einem Stromverbrauch von 100 Kilowattstunden (1kW x 100h) und Stromkosten von rund 28 Euro zu rechnen. Daher sollten Konvektoren, Radiatoren und Infrarotheizungen immer nur mit Bedacht und sparsam eingesetzt werden.

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"Welche Zusatzheizung lohnt sich: Konvektor, Radiator oder Infrarotheizung?" wurde am 27.12.2013 verfasst