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Wunsiedel testet Lastmanagement mit Elektroheizungen im „WUNWohnlabor“

Um die Lastspitzen von Ökostrom abzufedern, testet die SWW Wunsiedel GmbH, ein kommunaler Energieversorger in Oberfranken, jetzt den Einsatz von elektrischen Warmwasserspeichern und Speicherheizungen, die zentral über das Smart ECO-System gesteuert werden. Für den Praxistest hat das Unternehmen eine Muster-Bestandswohnung zum „WUNWohnlabor“ umgebaut, das von der Uni Erlangen-Nürnberg betreut wird.

Smart Eco System: Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Energieversorger und Wohneinheit. (Grafik: GlenDimplex)

Smart Eco System: Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Energieversorger und Wohneinheit. (Grafik: GlenDimplex)

Die SWW Wunsiedel setzt bereits seit einigen Jahren auf Erneuerbare Energien: Rund 2/3 des Stroms stammen aus Windkraft, Photovoltaik-Anlagen, Biomasse oder Wasserkraft. Da der weitere Ausbau auch davon abhängt, die fluktuierende Erzeugung und den Stromverbrauch besser zu synchronisieren, testet nun die SWW Wunsiedel GmbH eine zeitgleiche Lastenverschiebung, indem Wohnungen zu Spitzenlastzeiten und bei günstigen Börsenstrompreisen Strom in den Nachtspeicherheizungen als Wärme "zwischenlagern", solange bis er zum Heizen gebraucht wird.

Zum Einsatz kommt dabei „Intelligent Quantum“, eine neue Speichertechnologie von Glen Dimplex mit separat ansteuerbaren Heizelementen und einer Smart Grid-Schnittstelle, die im Verbund mit der zentralen Steuereinheit „Smart Eco System“ arbeitet. Das „Smart Eco System“ ermöglicht dabei eine flexible Ladung von Speicherheizung und Warmwasserspeicher. Vom Leitstellenrechner der SWW werden dann über eine gesicherte Cloud Informationen in die Wohnung übermittelt und Steuersignale zu den Elektrogeräten gesendet bzw. Daten aus der Wohnung zurückgesendet. So können die Elektro-Speichergeräte mit dem Netz über Energieverbrauch und –bedarf kommunizieren.

Am „WUNWohnlabor“ in Wunsiedel ist überdies der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg FAU beteiligt, der mit Forschungs- und Industriepartnern am E-Home-Center des Bayerischen Technologiezentrums für privates Wohnen arbeitet. Ziel ist die Wohnung der Zukunft, bei der ein Fingerwisch auf dem Smartphone ausreicht und die Heizung schaltet sich ein, die Fenster verriegeln sich oder eine intelligente Fußbodenheizung leitet die Wärme gezielt dorthin, wo sie gerade benötigt wird. Wenn Wind- und Wärmekraftwerke mehr Strom produzieren, als momentan im Haushalt benötigt wird, so kann dieser in Speicherheizungen geleitet werden und somit trotzdem optimal genutzt werden.

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"Wunsiedel testet Lastmanagement mit Elektroheizungen im „WUNWohnlabor“" wurde am 20.02.2015 verfasst